Oberbürgermeister zu Gast in Schweden - 7,3 Millionen für Kölner Konsortium

Das EU-Projekt "GrowSmarter", für das die Stadt Köln im Oktober vergangenen Jahres den Zuschlag erhalten hatte, startet heute in Stockholm. Oberbürgermeister Jürgen Roters reiste am heutigen Dienstag, 10. Februar 2015, zur Auftaktveranstaltung in die schwedische Hauptstadt. Am Nachmittag trifft er dort auf seine Amtskollegen aus Stockholm und Barcelona, Delegationen zahlreicher europäischer Städte und auf Vorstandsvorsitzende großer europäischer Firmen wie IBM, Phillips oder Endesa, sowie Präsidenten zahlreicher europäischer Universitäten und Institute.  

Im Rahmen der "Smart City"-Initiative ist "GrowSmarter" ein wesentlicher Projektbaustein, den die Stadt Köln gemeinsam mit den Städten Stockholm und Barcelona als sogenannten Lighthouse Cities umsetzen wird. Die EU-Kommission fördert das Projekt in den kommenden fünf Jahren mit 25 Millionen Euro.  

Ziel des EU-Projekts ist es, besonders im urbanen Raum die Luftqualität zu verbessern, die Feinstaubbelastung und den Energieverbrauch zu senken, sowie einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität zu leisten und damit aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele der EU beizutragen. Neben der Entwicklung eines nachhaltigeren und ökologischeren Europas geht es auch darum, bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze zu schaffen.  

Die Stadt Köln fühlt sich der Idee stark verbunden, dass die großen Städte Europas die globale Führerschaft beim Klimaschutz und einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung übernehmen,

sagt Oberbürgermeister Jürgen Roters.  

Die in Köln in den Bereichen Mobilität, Energie und Informations- und Kommunikationstechnologien geplanten Maßnahmen sollen im Kölner Stadtteil Mülheim umgesetzt werden. Die Teilbereiche sollen so verbunden werden, dass ein nachhaltiges Gesamtkonzept entsteht, das als sogenannte Blaupause für die Entwicklung urbaner Siedlungsräume mit großen Industriebrachen fungiert.  

Die im Rahmen des Projekts entwickelten intelligenten Lösungen sollen von sogenannten fünf Follower Partnern (Graz, Suceava, Malta, Porto, Cork) in Teilen exemplarisch umgesetzt werden. Mittelfristiges Ziel ist es, die Lösungen dann auch anderen Städten zur Verfügung stellen zu können.  

Auf das Kölner Konsortium entfallen insgesamt 7,3 Millionen Fördergelder der EU. Das Kölner Konsortium besteht aus Stadt Köln, Rheinenergie AG, Deutsche Wohnungsbaugesellschaft mbH (DEWOG), Kölner Verkehrsbetriebe AG, Urban Institut (UI), Stattauto Köln Gesellschaft für Car Sharing MbH (Cambio), Ampido GmbH, AGT Group GmbH und Microsoft.  

Die Stadt Köln hatte sich in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Tochtergesellschaft RheinEnergie AG mit den Städten Stockholm und Barcelona sowie 37 weiteren Partnern aus Industrie- und Wissenschaft mit dem EU Projekt "GrowSmarter" im Rahmen des Forschungsprogramms "Horizon 2020" um Fördermittel der Europäischen Union beworben und im Oktober vergangenen Jahres den Zuschlag erhalten. "Horizon 2020" ist das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Förderperiode 2014 bis 2020. Es führt alle Förderprogramme dieser Art der Europäischen Kommission zusammen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit