Bombendfund in Gremberghoven: Evakuierung schreitet weiter voran

Nach dem Fund einer englischen Fünf-Zentner-Bombe hat das Ordnungsamt den ersten Rundgang durch das zu evakuierende Gebiet in Köln-Gremberghoven beendet. Gegen 21 Uhr haben die Einsatzkräfte mit dem zweiten „Klingelrundgang“ begonnen. Das heißt, alle Wohnhäuser werden erneut aufgesucht, um festzustellen, ob sich tatsächlich niemand mehr dort aufhält. Dies geht erfahrungsgemäß wesentlich schneller als beim ersten Rundgang durch das Gebiet. Das betroffene Gebiet ist bereits komplett gesperrt.

Die Kräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes der Stadt Köln, Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen sind im Einsatz. In der Anlaufstelle in der Gesamtschule Stresemannstraße 36 halten sich derzeit rund 74 Anwohnerinnen und Anwohner auf. Diese werden dort mit warmer Verpflegung und mit Getränken von den Hilfsorganisationen und vom Ordnungsamt versorgt. Insgesamt mussten bislang 15 Krankentransporte durchgeführt werden. In einem Radius von rund 300 Metern rund um den Fundort am Bahnhofplatz 7a müssen die Anwohner und Anlieger ihre Wohnungen und den Bereich verlassen. Betroffen sind rund 1.500 Personen. Unmittelbar vor, während und nach der Entschärfung der Bombe werden der Fern- und Güterverkehr sowie die S-Bahn Linie 12 gestoppt. Auch der Luftverkehr wird kurzzeitig aufgrund der Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe beeinträchtigt sein.

Wann die Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe beginnen kann, steht derzeit noch nicht fest.

Bei Bauarbeiten war am heutigen Dienstagnachmittag, 13. März 2018, auf dem Grundstück am Bahnhofplatz 7a in Köln-Gremberghoven ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelt sich um eine Fünf-Zentner-Bombe englischer Bauart. Die Bombe verfügt über einen intakten Bodenaufschlagzünder und soll nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf noch am heutigen Abend entschärft werden. Der Ordnungsdienst der Stadt Köln ist vor Ort und sichert die Fundstelle.

Die Stadt informiert sukzessive, wenn neue Erkenntnisse zum Bombenfund und zum Entschärfungs-Zeitpunkt vorliegen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sabine Wotzlaw