Arbeiten am Ehrenfeldgürtel werden rund acht Wochen in Anspruch nehmen

Die vorbereitenden Arbeiten für die städtebauliche Neugestaltung des Heliosgeländes in Köln-Ehrenfeld gehen weiter voran. Dazu gehört auch die Sanierung des Baugrunds, der aus der langjährigen industriellen und gewerblichen Nutzung des Areals punktuell belastet ist. 2015 wurden bereits einige Flächen auf dem Areal zwischen Ehrenfeldgürtel, Venloer Straße und Vogelsanger Straße saniert. Nun erfolgt ein Bodenaustausch im Bereich des Ehrenfeldgürtels/Ecke Vogelsanger Straße. Dort sind einige Flächen durch Nitroaromaten belastet. Die beauftragte Fachfirma wird den Boden durch großflächige Bohrungen aufnehmen und den schadstoffbelasteten Aushub entsorgen lassen.

Mit den Arbeiten wird am Montag, 21. März 2016, begonnen. Sie nehmen ein Bauzeit von rund acht Wochen in Anspruch. Zu ihrem eigenen Schutz werden die dort tätigen Mitarbeiter vorsorglich entsprechende Arbeitsschutzkleidung tragen. Bewohner, Anlieger und Passanten werden nach Aussagen der Fachleute durch die Arbeiten weder gefährdet noch beeinträchtigt.

Während der Bauzeit müssen auf dem Ehrenfeldgürtel der getrennt voneinander verlaufende Gehweg und der Radweg kurz vor der Vogelsanger Straße auf einem gemeinsamen, durch einen Bauzaun abgesicherten Weg weitergeführt werden. Hierfür wird die rechte Geradeausfahrspur in Anspruch genommen, mit der Folge, dass an dieser Stelle statt zwei nur noch eine Fahrspur in Richtung Aachener Straße zur Verfügung steht. Autofahrer müssen sich dort im Reißverschlussverfahren einfädeln. Hinter dem Engpass stehen im weiteren Verlauf des Melatengürtels wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung.

Bei dem Heliosgelände handelt es ich um eine rund vier Hektar große, teils überbaute und genutzte, teils brach liegende Fläche im Zentrum des Stadtteils Ehrenfeld. Die Entwicklung des Geländes wurde in 2011 und 2012 im so genannten "Helios Forum" öffentlich mit Fachleuten, Vertretern von Politik und Verwaltung sowie engagierten Bürgern diskutiert. Die daraus entwickelten Ziele waren die Grundlage für die weiteren städtebaulichen Planungen. Unter anderem soll auf dem Gelände eine Inklusive Universitätsschule als Gesamtschule mit integrierter Grundschule in städtischer Trägerschaft entstehen.

Im Rahmen eines kooperativen Gutachterverfahrens entwickelten Planungsbüros im Herbst 2013 erste konkrete städtebauliche Planungsansätze, die im weiteren Verfahren verfeinert wurden. Nachdem bis Ende 2015 mehrere Vorplanungsstufen durchlaufen wurden, werden sich die politischen Gremien noch in diesem Jahr mit einem überarbeiteten städtebaulichen Gesamtkonzept befassen. In das daraus resultierende Bebauungsplanverfahren, das die Verwaltung derzeit vorbereitet, wird die Öffentlichkeit erneut umfassend eingebunden.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit