Land unterstützt Aufbau eines Kölner Innovations- und Digitalisierungszentrums

Die Kölner Bewerbung um Fördermittel des Landes zum Aufbau eines Digital Hub Cologne hat sich erfolgreich durchgesetzt. Damit bekommt Köln vom Land Nordrhein-Westfalen bis zu 1,5 Millionen Euro für drei Jahre, um ein Innovations- und Digitalisierungszentrum für die regionale Wirtschaft aufzubauen. Das hat das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen am heutigen Freitag, 8. Juli 2016, bekanntgegeben.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigt sich zufrieden, dass Köln nun auf die finanzielle Unterstützung des Landes NRW bauen kann und erklärt:

Wir können diese zusätzlichen Mittel gut gebrauchen, um unsere Bemühungen, Brücken zwischen Old- und New-Economy zu bauen, zu verstärken und den Wirtschaftsstandort weiter zu sichern. Die breite Unterstützung, die wir bereits während der Bewerbungsphase erhalten haben, hat gezeigt, wie sehr das Thema Digitalisierung von Bedeutung ist. Mit über 100 Partnerinnen und Partnern gilt es nun, diesen gemeinsamen Aufbruch bis in alle Winkel der regionalen Wirtschaft sichtbar zu machen.

Ulf C. Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, begrüßt, dass das enorme Potenzial der Kölner Region gesehen wird:

Wir freuen uns, dass das Land NRW mit dem Kölner Hub eine Wirtschaftsregion fördert, die eine hohe Bereitschaft zeigt, sich dem digitalen Wandel zu stellen. Eine gesunde und vielfältige Wirtschaftsstruktur sowie die vitale Startup-Szene bieten ideale Voraussetzungen, zu den Besten aufzuschließen. Mit unserer breit getragenen Initiative Digital Cologne haben wir ein Modell für eine netzwerkübergreifende Zusammenarbeit entwickelt. Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. Startups bringen frischen Wind in die klassische Wirtschaft. Der Hub wird diese Aufbruchsstimmung kanalisieren und in passgenaue Konzepte gießen.

Hohen Bedarf sieht Reichardt insbesondere im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese Lücke werde der Digital Hub Cologne nun schließen, erklärt er.

Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, zeigt sich überzeugt:

Für die zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer der über 100.000 Studierenden in Köln wird der Digital Hub Cologne eine wichtige Anlaufstelle. Wir begreifen die Förderung von Entrepreneurship auch als universitäre Aufgabe. Daher war es für die Universität zu Köln selbstverständlich, sich an der Bewerbung um eine Landesförderung für ein Kölner Digitalisierungs- und Innovationszentrum zu beteiligen.

Die Einrichtung eines Digital Hubs ist unverzichtbar für den Standort Köln,

bekräftigt auch Wirtschaftsdezernentin Ute Berg und ergänzt:

Als neutrale Plattform sorgt er für die Vernetzung aller relevanten Akteure. Er setzt auf die Stärken des ITK-Standorts und bringt gemeinsam mit vielen starken Partnern vollen Schub auf alle Triebwerke. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Route optimal berechnet haben.

Die Konsortialpartner werden nun die Gründung der Gesellschaft veranlassen sowie die notwendigen Vorbereitungen treffen, damit der Digital Hub Cologne unmittelbar nach Eingang des Zuwendungsbescheides - voraussichtlich im Oktober - seine Arbeit aufnehmen kann.

Insgesamt werden in NRW sechs Hubs für die Digitale Wirtschaft durch das Förderprogramm unterstützt. Neben Köln sind dies Aachen, Bonn, Düsseldorf, Münster und das Ruhrgebiet. Für die Förderung gibt es eine Verlängerungsmöglichkeit von zwei Jahren.

Hintergrundinformationen zum Förderprogramm des Landes NRW und zur Kölner Bewerbung: Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen fördert den Aufbau von insgesamt sechs DWNRW-Hubs als regionale Plattformen, die als Drehscheibe für die Organisation der Zusammenarbeit von digitalen Startups, Industrie und Mittelstand fungieren. Die Fördersumme beträgt maximal 500.000 Euro pro Jahr und pro Hub bei entsprechenden Eigenanteilen. Antragsteller musste eine Trägergesellschaft sein. Dazu haben sich zunächst die Stadt Köln, die Universität zu Köln und die Industrie- und Handelskammer zu Köln zusammengeschlossen und eine gemeinsame Bewerbung eingereicht. Neben den drei Konsortialpartnern sind mehr als einhundert Unternehmen und Einrichtungen aus Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft, Forschung und Startup-Szene Partnerinnen und Partner der Kölner Initiative und werden sich in die Arbeit des Digital Hub Cologne einbringen. Darunter sind der eco Verband der Internetwirtschaft, die Initiative web de cologne und der Bundesverband Digitale Wirtschaft sowie mittelständische Unternehmen, zahlreiche Startups, bestehende Inkubatoren und Coworking Spaces, Finanzinstitute, Investoren und Business Angels.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit