Stadt legt politischen Gremien Beschlussvorlage zur weiteren Planung vor

Die Verwaltung plant zur barrierefreien Anbindung des Breslauer Platzes an die Hohenzollernrücke den Bau einer temporär nutzbaren Fuß- und Radwegrampe. Das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau hat nun eine Beschlussvorlage über die Fortführung der Planung mit Planungskosten von rund 220.000 Euro in die politischen Gremien eingebracht. Auf der Grundlage einer groben Kostenannahme wird von Gesamtkosten für dieses Vorhaben von voraussichtlich rund 1,35 Millionen Euro ausgegangen.  

Derzeit ist der auf der nördlichen Seite der Hohenzollernbrücke verlaufende Fuß- und Radweg linksrheinisch nur über eine Treppenanlage am Brückenkopf zu erreichen. Für mobilitätseingeschränkte Personen ist diese Situation ungenügend, da keine Barrierefreiheit besteht. Für Radfahrer gibt es zwar auf der Treppe angebrachte Schiebehilfen, diese erweisen sich in der Praxis jedoch als sehr ungeeignet und wenig attraktiv.  

Der Bau einer dauerhaften Rampe ist derzeit nicht realisierbar, da eine solche Verbindung von der Brücke zum Breslauer Platz erst dann gebaut werden kann, wenn die von der Bahn vorgesehene Gleiserweiterung am Hauptbahnhof für die S-Bahnen realisiert ist. Hier ist mit einem Baubeginn jedoch nicht vor 2023 zu rechnen.  

Die Bezirksvertretung Innenstadt hatte daher die Verwaltung mit der Prüfung beauftragt, ob der Fuß- und Radweg auf der Brücke mit Hilfe einer provisorischen, temporär einzurichtenden Rampe barrierefrei an den Breslauer Platz angebunden werden kann. Im April 2016 hat die Verwaltung dem Verkehrsausschuss mitgeteilt, dass dies mit einer etwa 140 Meter langen, barrierefreien Rampe technisch realisierbar sei. Der Verkehrsausschuss fasste einen entsprechenden Beschluss zur Umsetzung. Zur Ausführung kommen soll nun die Variante, die auch den Belangen des Denkmal- und Hochwasserschutzes entsprechen wird.  

Die Fuß- und Radwege auf der Hohenzollernbrücke werden nicht nur von vielen Touristen stark frequentiert, die Radwege haben auch eine große Bedeutung im Kölner Radverkehrsnetz. Bedingt durch die städtebauliche Entwicklung im Rechtsrheinischen sind zudem für Radfahrer und Fußgänger in den vergangenen Jahren viele neue Ziele in der näheren und weiteren Umgebung hinzugekommen, beispielsweise das Triangle-Hochhaus, der Rheinboulevard und das Messegelände. Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens MesseCity Köln und weiterer Großprojekte, wie beispielsweise der Bebauung im Mülheimer Süden oder im Deutzer Hafen, wird erwartet, dass der Fußgänger- und Radverkehr weiter zunehmen wird. Durch die überwiegende Nutzung der südlichen Brückenseite kommt es dort bereits heute zu Konflikten zwischen den verschiedenen Nutzergruppen. Hier kann eine zweite, komfortable und barrierefreie Wegeführung für eine Entlastung sorgen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit