Erstes Treffen mit eingeladenen Architekturbüros

Am kommenden Samstag, 6. September 2014, werden sich erstmals die Vertreter der Stadt Köln, des Domkapitels und der Diözesanverwaltung mit den Architekturbüros treffen, die an der Städtebaulichen Planungswerkstatt zur künftigen Ausgestaltung der südlichen Domumgebung teilnehmen.  

Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte erstmals Ende März die Öffentlichkeit über die Überlegungen informiert, die anstehende Generalsanierung und Erweiterung des Kölnischen Stadtmuseums und des Römisch-Germanischen Museums sowie den geplanten Abriss und Neubau des sanierungsbedürftigen Kurienhauses am Roncalliplatz zu nutzen und gemeinsam mit der Hohen Domkirche zu Köln die noch von Zweckarchitektur geprägte südliche Begrenzung des Roncalliplatzes vor dem Dom planerisch gemeinsam untersuchen zu lassen. Wo vor mehr als 850 Jahren der große erzbischöfliche Palast Kirchenfürsten und weltliche Würdenträger zu Gast hatte, könnte, so Oberbürgermeister Jürgen Roters

mit Hilfe einer gemeinsamen Planung die neue "Historische Mitte Kölns" mit hochwertiger Architektur neu und dem Dom angemessen gestaltet werden.

Eine räumliche Fusion der benachbarten drei Institutionen – Römisch-Germanisches Museum, Kölnisches Stadtmuseum und Kurienhaus der Hohen Domkirche könne,

so Oberbürgermeister Roters weiter,

die zweitausendjährige Geschichte der Stadt Köln sowie des Kölner Doms an historischer Stelle dokumentieren. Hier bietet sich die einmalige Chance, am Auftakt der "Via Culturalis" die Einzigartigkeit des Ortes herauszuarbeiten.

Die "Via Culturalis" soll künftig Zeitspuren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte im öffentlichen Raum mit einem "Kulturpfad" im Bereich zwischen Hoher Domkirche und Sankt Maria im Kapitol im Herzen der Kölner Altstadt sichtbar und begreifbar machen. Zur "Via Culturalis" gehört neben dem vorhandenen Praetorium auch die "Archäologische Zone" mit dem geplanten Museumsneubau am Rathaus.  

Zur Entwicklung eines Gesamtkonzepts für die Entwicklung der südlichen Domumgebung vereinbarten Stadt Köln und Hohe Domkirche zu Köln zunächst die Durchführung eines zweistufigen städtebaulichen Wettbewerbs, der die Entscheidungsgrundlagen für einen gegebenenfalls folgenden hochbaulichen Realisierungswettbewerb liefern soll. Zum Auftakt der städtebaulichen Planungen wurden 13 renommierte Planungsbüros aus München, London, Zürich, Stuttgart, Berlin und Köln eingeladen. 

In dem ersten Treffen des städtebaulichen Werkstattverfahrens wird allen Beteiligten die Situation am Roncalliplatz dezidiert vorgestellt. Ziel ist, in einem offenen und dialogorientierten Prozess zu untersuchen, was städtebaulich an dieser zentralen Stelle, der historischen Mitte Kölns, möglich und verträglich ist.  

Dabei werden Fragen zur räumlichen Ausdehnung und Höhe von Gebäuden ebenso untersucht wie die entstehenden Sichtbeziehungen zu allen vier Seiten und insbesondere zum Dom. Die beteiligten Häuser haben einen Flächenbedarf von insgesamt 12.200 Quadratmetern Nettofläche angemeldet. Davon entfallen rund 6.500 Quadratmeter auf das Kölnische Stadtmuseum, circa 2.800 Quadratmeter auf die Erweiterung des Römisch-Germanischen Museums, rund 2.000 Quadratmeter auf das Kurienhaus und rund 900 Quadratmeter auf gemeinschaftlich nutzbare Bereiche. Die unterschiedlichen Einrichtungen sollen weiterhin eigenständig betrieben werden.  

Während das erste Treffen der Information über die Situation dient mit anschließendem Kolloquium, sollen die beteiligten Planungsbüros bereits Ende Oktober ihre ersten Zwischenergebnisse dem Auswahlgremium und der Öffentlichkeit präsentieren. Am 11. und 12. Dezember 2014 werden die endgültigen Entwürfe und Ergebnisse der Jury vorgestellt.  

Dem Auswahlgremium gehören neben Oberbürgermeister Jürgen Roters, Dompropst Dr. Norbert Feldhoff und Diözesanbaumeister Martin Struck Vertreter der großen Ratsfraktionen, Bau- und Planungsdezernent Franz-Josef Höing, Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, die betroffenen Museumsleiter und acht renommierte Architekten und Stadtplaner aus Basel, München, Münster, Zürich, Saarbrücken und Köln an.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit