Im Jahr 2012 wurde der "Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina" gegründet. Seine Zielsetzung ist, den Nahost-Friedensprozess auf kommunaler Ebene aktiv zu unterstützen. In gemeinsamen, für die Kölner Bürgerinnen und Bürger offenen Veranstaltungen, werden durch Information und Dialog politische Bildungsarbeit geleistet und Zukunftsperspektiven für ein nachbarschaftliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern im Heiligen Land entwickelt. Zentrales Anliegen dabei ist, die persönliche Begegnung von Menschen beider Völker zu fördern - eine elementare Voraussetzung, um nachhaltig vorherrschende Vorurteile abzubauen sowie wechselseitig Toleranz und Respekt zu stärken.

Leitbild Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina

Am 29. Mai 2013 verabschiedete der Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina folgendes Leitbild:

Seit Februar 2012 gibt es den "Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina". Er knüpft an die schon seit Jahrzehnten bestehenden, freundschaftlichen Beziehungen vieler Kölner Vereine und Institutionen mit Israel und Palästina an. 

Als erste deutsche Stadt ist Köln städtepartnerschaftlich durch Tel Aviv-Yafo und Bethlehem mit beiden Völkern verbunden. Kontakte wie diese stützen den schwierigen und notwendigen Nahost-Friedensprozess von unten. Wie wichtig diese bürgerschaftlichen Kontakte sind und welche zukunftsweisenden Perspektiven sie eröffnen, hat die von der Stadt Köln zusammen mit den Kommunalverbänden Israels und Palästinas vom 29. November bis 1. Dezember 2011 in Köln durchgeführte Nahost-Bürgermeister-Konferenz deutlich gemacht. Gelingen können solche Begegnungen nur, wenn sich alle Beteiligten in einem Geist der Zusammenarbeit, Offenheit und gegenseitigem Respekt begegnen.  

Wir sind der Meinung, dass Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung im Nahen Osten nur Realität werden können, wenn beide Seiten sich bemühen, auch der Perspektive der anderen Seite gerecht zu werden. In diesem Sinne wollen wir mit allen Menschen, die an einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten interessiert sind, ins Gespräch kommen, um einen eigenen Beitrag zu einer gegenseitigen Verständigung zu leisten.

Unser Hauptaugenmerk gilt hierbei zivilgesellschaftlich und lokal Handelnden sowie Institutionen in Israel und Palästina, die Friedensarbeit und solidarisches Miteinander "von unten" leisten. Im Blick aber haben wir auch und in besonderer Weise die städtische Gesellschaft hier in Köln. Unsere Arbeit zielt darauf, das Bewusstsein für die Komplexität der Situation in Israel und Palästina zu schärfen. Wir wollen eine Diskussion forcieren, die nicht in Stereotypen und Vorurteilen verhaftet bleibt, sondern unterschiedliche Perspektiven einnimmt und eine lebendige Auseinandersetzung ermöglicht. Wir wollen dazu beitragen, Vorurteile aufzuklären und dialogische, zukunftsweisende Strukturen zu fördern. Wir wollen sensibel werden für die unterschiedlichen Erfahrungen und Leiden der Menschen in Israel und Palästina, die von dem ungelösten israelisch-palästinensischen Konflikt unmittelbar betroffen sind.  

Wir unterstützen die Zwei-Staaten-Lösung, da nur sie es beiden Völkern ermöglicht, frei in sicheren Grenzen und guter Nachbarschaft zu leben. 

Wir laden alle interessierten Personen und Initiativen zur Mitarbeit ein.

Die Mitglieder

Gründungsmitglieder:

  • DGB Köln
  • Evangelische Gemeinde Köln
  • Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
  • Jüdische liberale Gemeinde Köln Gescher LaMassoret e. V.
  • Karl-Rahner-Akademie e. V. Köln
  • Katholikenausschusses in der Stadt Köln
  • Katholisches Bildungswerk Köln
  • Katholisches Stadtdekanat
  • Kölnische Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit e. V.
  • Melanchthon-Akademie Köln
  • Stadt Köln
  • Synagogen-Gemeinde Köln
  • Verein EL-DE-Haus e. V.
  • Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem e. V.
  • Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Tel Aviv-Yafo e. V.
  • Volkshochschule Köln

Weiter Mitglieder:

  • Milch und Honig - Jüdisches Kulturzentrum Köln e.V.

 

Der Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina teilt die Trauer in ganz Europa - Resolution

Am 20. Januar 2015 erklärte der Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina anlässlich der Anschläge in Paris in seiner Resolution:

Erschrocken über den islamistischen Terror, der jetzt — nach den antisemitischen Attentaten auf eine jüdische Schule in Toulouse und das Jüdische Museum in Brüssel — Paris erreicht hat, äußern wir unsere Solidarität mit dem französischen Volk und den Millionen Menschen, die in Europa für Demokratie und Toleranz und gegen Terrorismus demonstrierten.  

Den Angehörigen der von den Islamisten ermordeten Menschen — Journalisten, Polizisten und Juden — drücken wir unsere tiefste Anteilnahme aus. Zugleich bewundern wir den Heldenmut des muslimischen Angestellten im koscheren Supermarkt Lassana Bathily, dessen Einsatz weitere Opfer verhinderte. 

Wir lehnen jede Form von religiös motiviertem Terrorismus ab – gleich ob er sich gegen christliche, muslimische oder jüdische Menschen oder Einrichtungen richtet. Wir sind alle aufgefordert, uns gegen eine zunehmende Spaltung in unseren Gesellschaften einzusetzen.

Kontakt

Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina

Herr Frieder Wolf

c/o Stadt Köln

Referat für Internationale Angelegenheiten

Rathaus Spanischer Bau

50667 Köln

 

Telefon: +49 221 / 221-26031

E-Mail an Frieder Wolf