Ausschreibung 2017 für die Förderung von Projekten zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit

Die Stadt Köln setzt sich aktiv für die Umsetzung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals / SDG) ein. Sie haben zum 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren bis 2030 die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals / MDG) abgelöst. Auf Grundlage des Ratsbeschlusses zur Realisierung des "Aktionsprogramms der Stadt Köln zur Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele" vom 18. Dezember 2008 engagiert sich die Stadt Köln weltweit gegen Armut, Not und Ungerechtigkeit. Die Stadt Köln fördert Projekte zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit zu verschiedenen Themen der nachhaltigen Entwicklung in Köln mit Strahlkraft im Globalen Süden.

Ein Anspruch auf eine Förderung besteht nicht.

Die Antragsfrist die Fördermittel für 2017 endete am 31. März 2017.

Die Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen

Förderrichtlinie

Bitte beachten Sie, dass die Förderrichtlinie geändert wurde. Eine Genehmigung durch den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales liegt vor. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Ein Projekt kann mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.
  • Nach der Entscheidung über die Förderung wird die Fördersumme in voller Höhe ausgezahlt.
  • Für die Abrechnung sind keine Belege mehr einzureichen, diese sind allerdings mindestens sieben Jahre aufzubewahren.
  • Die Förderrichtlinie ist hier veröffentlicht. Die Veröffentlichung enthält eine Gegenüberstellung der alten Richtlinie zur neuen, gültigen Richtlinie, so können Sie die Änderungen nachvollziehen.
Förderrichtlinie Kommunalpolitische Entwicklungszusammenarbeit
PDF, 690 kb

A. Förderschwerpunkte

Förderfähige Projekte sind

laufende oder geplante Vorhaben, die einen eindeutigen Schwerpunkt in Bildungs- oder Öffentlichkeitsarbeit haben und die Bewusstseinsbildung zu den internationalen Aspekten der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen sowie deren Umsetzungsmöglichkeiten fördern.

Dies können beispielsweise:

  • Projekte von Kölner Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen oder Institutionen, die Projektwochen oder Unterrichtsreihen zum Themenfeld durchführen,
  • internationale Kooperationen oder Schulpartnerschaften mit Gruppen oder Schulen in Entwicklungsländern,
  • Medienprojekte zur Bewusstseinsförderung zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (zum Beispiel Schülerzeitungen, sonstige Publikation, Internetberichte, Radio- und Filmbeiträge)
  • sonstige Maßnahmen oder Veranstaltungen, die insbesondere Jugendliche (Schülerinnen und Schüler) einbeziehen und/oder einen Öffentlichkeitsschwerpunkt aufweisen.

sein.

B. Rahmenbedingungen für die Förderung

1. Was kann gefördert werden?

Zuwendungen werden nur für einzelne, inhaltlich und finanziell abgrenzbare Vorhaben gewährt (Projektförderung). Es können nur Projekte gefördert werden, die mit den unter A. genannten Förderschwerpunkten übereinstimmen. Es müssen aber nicht alle Förderschwerpunkte oder Bereiche der Entwicklungsziele abgedeckt werden.

Bei der Vergabe von Fördermitteln sind die folgenden Kriterien besonders wichtig, es müssen allerdings nicht alle erfüllt werden:

  • Transparenz und Verständlichkeit des Projektes für die Bürgerinnen und Bürger,
  • Nachhaltigkeit des Vorhabens,
  • Bürgerbeteiligung und Bürgernähe bei der Planung und Umsetzung des Projektes,
  • Zusammenbringen von verschiedenen sozialen Gruppen (zum Beispiel jüngere und ältere Menschen, Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, Menschen mit und ohne Behinderungen),
  • Neue und innovative Ansätze bei dem Projekt,
  • Vorbildcharakter des Projektes, sodass zur Übernahme der Projektidee angeregt wird.
  • Lokaler Bezug zur Stadt Köln,
  • Nutzen und Effizienz des Projektes bezogen auf die Zielgruppe und das thematisierte Problemfeld,
  • Globaler Bezug, insbesondere in Hinblick auf die Lebensverhältnisse der Menschen des Nordens im Vergleich zu den Ländern des Südens und Ostens,
  • Handlungsorientiert, das heißt das Projekt eröffnet und motiviert zu neuen Handlungsoptionen zum Einsatz für eine gerechtere Welt.

Es müssen aber nicht alle Kriterien erfüllt sein.

2. Was nicht gefördert wird!

Nicht gefördert werden Projekte,

  • die kommerziell oder parteipolitisch ausgerichtet,
  • die nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung und den Werten des Grundgesetztes vereinbar sind,
  • die touristische Maßnahmen wie Bürger- und Gremienreisen oder private Austauschaktivitäten darstellen. Dies gilt auch, wenn sie mit Bildungsaktivitäten kombiniert sind.

3. Wer kann einen Zuschuss beantragen?

Antragsberechtigt sind

  • Gemeinnützige ehrenamtlich tätige Vereine und Initiativen,
  • Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen) und
  • Kirchengemeinden

mit Sitz in Köln. Einzelpersonen können keine Anträge stellen. Allerdings können mehrere juristische Personen einen gemeinsamen Antrag stellen.

4. Wie hoch sind die Zuschüsse?

Der Zuschuss zu einem Projekt beträgt bis zu 80 Prozent der gesamten Projektkosten, jedoch höchstens 1.500 Euro. Bei Projekten von zwei und mehr Kooperationspartnern aus Köln (gemeinsamer Antrag) beträgt die Fördersumme grundsätzlich höchstens 3.000 Euro.

Die Zuschüsse werden als Festbetrag gewährt. Bei Projekten, die außergewöhnlich wichtig für die KEZ sind, kann im besonders begründeten Einzelfall ein höherer Zuschuss (Förderquote oder Fördersumme) gewährt werden.

Der Zuschuss durch die Stadt Köln darf unter Berücksichtigung weiterer Einnahmen, wie zum Beispiel

  • Sponsorengelder,
  • Förderungen durch Stiftungen,
  • Anderer Fördermittel,
  • Teilnahmegebühren und Eintrittsgelder

nicht zu einer Überfinanzierung führen. Gleichermaßen können für ein Projekt nicht gleichzeitig Fördermittel aus dem Bereich der Städtepartnerschaften und der kommunalpolitischen Entwicklungszusammenarbeit beantragt werden.

5. Welche Kosten können bezuschusst werden? Fördermittel und Abrechnung des Projektes?

Ein Zuschuss kann für projektbezogene Sachkosten, wie beispielsweise

  • Reisekosten
  • Druckkosten
  • Raummieten
  • Beschaffung von Verbrauchsmaterialien gewährt

werden.

Die Anerkennung von Reisekosten (Fahrkosten, Unterkunft und Verpflegung) richtet sich nach den Bestimmungen des Landesreisekostengesetzes.

Landesreisekostengesetzes

Ebenfalls können projektbezogene Honorare bezuschusst werden, beispielsweise Künstlergagen, Vortragshonorare, Übersetzer und Gutachten.

In Anlehnung an die Richtlinie zur Berücksichtigung von bürgerschaftlichem Engagement bei der Gewährung von Zuwendungen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (SMBl. Nordrhein-Westfalen, Runderlass vom 1. April 2013) ist ein Satz von 10 Euro pro geleistete Arbeitsstunde anrechenbar. Diese Zuwendungen können allerdings nur in Höhe bis zu 35 Prozent bezogen auf die Gesamtprojektkosten berücksichtig werden.  

Nicht zuschussfähig sind Anschaffungskosten für benötigte Bürogeräte zur Durchführung eines Projektes (zum Beispiel Laptop, Beamer).

6. In welchem Zeitraum muss das Projekt durchgeführt werden?

Das bezuschusste Projekt muss spätestens bis zum 28. Februar des Folgejahres nach Gewährung des Zuschusses abgeschlossen sein. Das Projektvorhaben muss zudem im Antragsjahr beginnen. Die Fördermittel sind ansonsten zurückzugeben.

7. Gibt es einen Rechtsanspruch auf Zuschüsse und wann können Zuschüsse zurückgefordert werden?

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung von Zuschüssen durch die Stadt Köln, Referat für Internationale Angelegenheiten. Mit der Bereitstellung von Mitteln für die internationale Arbeit im Haushaltsplan ist die Stadt Köln nicht verpflichtet, Zuschüsse zu gewähren. Aus der wiederholten oder regelmäßigen Gewährung von freiwilligen Zuschüssen kann kein Rechtsanspruch abgeleitet werden.

Zuschüsse müssen zurückgezahlt werden, wenn

  • Das Projekt nicht durchgeführt wurde,
  • Die Mittel entgegen der Angaben im Projektantrag verwendet wurden,
  • Sich nach der Durchführung des Projektes Umstände herausstellen, die eine Bezuschussung von vorneherein ausgeschlossen hätten.

Wird das Projekt nur teilweise durchgeführt oder die Mittel nur teilweise anders verwendet, müssen Zuschüsse anteilig zurückgezahlt werden.

Eine Festbetragsförderung muss nur anteilig zurückgezahlt werden, wenn sich im Projektverlauf herausstellt, dass die förderfähigen Gesamtausgaben geringer sind als der zur Förderung ausgezahlte Festbetrag.

In dem Bewilligungsbescheid können im Einzelfall dazu genauere Bestimmungen getroffen werden.

8. Muss auf die Stadt Köln als Zuschussgeber hingewiesen werden?

Sofern ein Zuschuss durch das Referat für Internationale Angelegenheiten gewährt wird, verpflichtet sich die Zuschussempfängerin oder der Zuschussempfänger, in geeigneter Form auf die Förderung durch die Stadt Köln hinzuweisen. Dies gilt insbesondere für Veröffentlichungen (zum Beispiel Reden, Pressemitteilungen, Broschüren, Plakate, Rundfunk und Fernsehen, online Medien). Das offizielle Logo der Stadt Köln in digitaler Form kann beim Referat für Internationale Angelegenheiten angefordert werden. Dem Referat für Internationale Angelegenheiten wird das Recht eingeräumt, geförderte Projekte und Aktivitäten in eigenen Veröffentlichungen zu erwähnen.

9. Welche Mitteilungspflichten bestehen gegenüber der Stadt Köln?

Die Förderungsempfängerin oder der Förderungsempfänger ist verpflichtet mitzuteilen, wenn sich wesentliche Änderungen bei dem geförderten Projekt ergeben,

  • Wenn sich der Förderungszwecks ändert,
  • Die Förderungsempfängerin oder der Förderungsempfänger seine Tätigkeit einstellt,
  • Die Fördermittel nicht verbraucht werden.

C. Verfahrensablauf

1. Was muss im Antrag stehen?

Anträge auf Bezuschussung von Projekten zur Förderung der internationalen Dimension der nachhaltigen Entwicklungsziele sind mit den beigefügten Vordrucken schriftlich in getippter Form zu stellen. Sie müssen folgende Angaben enthalten:

  • Name der Antragstellerin oder des Antragstellers (Rechtsform und die vertretungsberechtigte Person),
  • Kontaktdaten (Anschrift, Telefon, Email, gegebenenfalls Homepage),
  • Unterschrift der Antragstellerin oder des Antragsstellers,
  • Projektname,
  • Name und Kontaktdaten der Projektpartnerinnen oder des Projektpartners,
  • Genaue Projektbeschreibung, unter Angabe von:
    • Art und Ziel des Projektes,
    • Bezug zu einem oder mehreren der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele
    • Ort, Zeit oder Zeitraum,
    • Teilnehmerzahl,
    • Zielgruppe
  • Finanzplan, unter Angabe
    • Der Gesamtkosten sowie detailliert nach Einzelkosten,
    • weiterer bewilligter oder beantragter Zuschüsse
    • andere Einnahmen, zum Beispiel Teilnahmegebühren, Sponsorengelder
    • des gegebenenfalls daraus resultierenden Eigenanteils
  • Bankverbindung (IBAN)

Sofern eine Organisation erstmalig einen Antrag auf Bezuschussung einer Maßnahme stellt, kann das Referat für Internationale Angelegenheiten aussagekräftige Referenzen und gegebenenfalls die Einsicht in die Satzungen oder vergleichbare Dokumente verlangen.

Für die Antragstellung sind die im Internet veröffentlichten Formulare zu verwenden. Formal unzureichende Anträge werden bei der Mittelvergabe nicht berücksichtigt.

2. Wann kann ein Antrag gestellt werden?

Anträge für Projekte konnten im laufenden Jahr bis zum 31. März 2017 beim Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Köln eingereicht werden. Maßgeblich für den fristgerechten Eingang des Antrages ist der Posteingangsstempel der Stadt Köln.

Die Fristen werden jährlich auf der Homepage der Stadt Köln veröffentlicht. Verspätete Anträge werden bei der Mittelvergabe nicht berücksichtigt. Anträge sind zu richten an:

 

Stadt Köln, Büro der Oberbürgermeisterin
Referat für Internationale Angelegenheiten
Rathaus (Spanischer Bau)
50667 Köln

 

Anträge können auch in elektronischer Form unter der folgenden Adresse eingereicht werden:

E Mail zum Antrag

Die Absenderin beziehungsweise der Absender muss klar erkennbar und der Antrag unterschrieben sein.

Bitte nutzen Sie zur Übermittlung des Antrages das sichere Kontaktformular und fügen Sie die Antragsunterlagen als Dateianhang bei. Im Übrigen gelten in Hinblick auf die Übermittlung von Daten die Hinweise unter:

Hinweise zur Übermittlung von Daten

Zur Fristwahrung gilt das Datum der Zustellung der Email unter der oben genannten Adresse.

3. Wer entscheidet über die Vergabe von Zuschüssen?

Das Referat für Internationale Angelegenheiten entscheidet gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Ämter in der Regel innerhalb von zwei Monaten nach Ende der Antragsfrist. Das Ergebnis wird den Antragstellerinnen und Antragstellern schriftlich mitgeteilt.

4. Welche Unterlagen müssen nach Abschluss des Projektes vorgelegt werden (Abrechnung und Verwendungsnachweise)?

Spätestens acht Wochen nach Abschluss eines bezuschussten Projektes sind dem Referat für Internationale Angelegenheiten

  • Ein Sachbericht,
  • Ein zahlenmäßiger Nachweis über die Kosten und Einnahmen (weitere Zuschüsse, Teilnahmebeiträge, Eintrittsgelder)
  • Eine Versicherung über die Richtigkeit der Angaben und zur Aufbewahrung von Einzelnachweisen

vorzulegen.

Der Sachbericht muss die Durchführung des Projektes darstellen. Es muss erkennbar sein, dass das Projekt gemäß Antrag umgesetzt wurde und dass die Förderziele erreicht worden sind. Sofern das Projekt in der beantragten Form nicht durchgeführt wurde und/oder die Ziele nicht erreicht wurden, ist dafür eine kurze Begründung abzugeben. Als Nachweis für die Durchführung können unter anderem Presseartikel, Bildmaterial, Publikationen, Teilnehmerlisten dienen.

Der Nachweis über die Kosten muss eine tabellarische Übersicht über die Ausgaben und Einnahmen entsprechend dem bei Antrag vorgelegten Finanzplan enthalten.

Es müssen keine Einzelbelege, z.B. Quittungen, Stundennachweise, Kontoauszüge oder sonstigen Nachweise vorgelegt werden (einfacher Verwendungsnachweis).

Die Zuschussempfängerin oder der Zuschussempfänger verpflichtet sich, alle Unterlagen und Nachweise bis sieben Jahre nach Abschluss des Projektes aufzubewahren. Die Nachweise und Belege sind der Stadt Köln auf Anfrage vorzulegen. Die Zuschussempfängerin beziehungsweise der Zuschussempfänger muss eine unterschriebene Erklärung über die Ordnungsmäßigkeit seiner Angaben und der Mittelverwendung abgeben, (siehe oben).

Das Referat für Internationale Angelegenheiten kann im Rahmen des Bewilligungsbescheides von den vorangegangenen Regelungen abweichende Bestimmungen festlegen. 

5. Wann wird der Zuschuss überwiesen?

In der Regel werden beantragte Zuschüsse erst nach Bewilligung des Projektes überwiesen. Die Überweisung kann nur auf ein in Deutschland geführtes Konto überwiesen werden. Eine Barauszahlung von Zuschüssen ist nicht möglich.

6. Inkrafttreten

Die Förderrichtlinie trat am 7. Februar 2017 zur Förderperiode 2017 in Kraft.

Antragsvordruck
Kalkulations- und Abrechnungsbogen
Versicherung über die Richtigkeit der Angaben und zur Aufbewahrung von Einzelnachweisen

Sie können uns Ihre Projektanträge per Post oder auch eingescannt über ein gesichertes Kontaktformular zusenden.

Formular: Projektförderung im Bereich Internationales