Ein schweres Unwetter hat am späten Freitagabend die Feuerwehr für Stunden im Dauereinsatz gehalten. Gegen 21:45 Uhr zog vom Kölner Süden her ein schweres Unwetter Richtung Norden.

Schwerpunkt war dabei der Bereich Lindenthal, Sülz, Klettenberg und Raderthal. Extrem starke Niederschläge innerhalb kürzester Zeit haben hier zu zahlreichen Überflutungen und Wassereinbrüchen in Gebäude geführt. Zeitgleich lösten verschiedene Brandmeldeanlagen infolge von Blitzeinschlägen aus, die glücklicherweise nur zu Fehlalarmen führten.

Auch mussten in dieser Zeit Einsatzkräfte zu einer Person im Rhein treibend ausrücken, welche trotz dieser Wetterlage zügig aus dem Rhein gerettet werden konnte. Eine weitere hilflose Person konnte durch Feuerwehrleute aus ihrem Auto befreit werden, welcher in einer vollgelaufenen Unterführung stecken geblieben war.

Besondere Unterstützung benötigte die Kölner Universitätsklinik. Hier kam es an zahlreichen Stellen zu Wassereinbrüchen, die eine Unterstützung der Werkfeuerwehr erforderlich machte.

Aufgrund von 200 Einsätzen in kürzester Zeit, löste die Feuerwehr Köln Sonderalarm aus und brachte neben der Berufsfeuerwehr auch alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr in den Einsatz. Zudem musste die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln dienstfreies Personal zur Verstärkung alarmieren. Bis rund 2:45 Uhr waren Einsatzkräfte 338 der Feuerwehr Köln im Einsatz, davon 85 der Berufsfeuerwehr und 253 der Freiwilligen Feuerwehr.