Wie erwartet, war die Feuerwehr Köln am gestrigen Rosenmontag besonders gefordert. Während der Kölner Rosenmontagszug teils bei Sonnenschein und überwiegend trockenem Wetter durch die Kölner Innenstadt zog und für fröhliche Stimmung bei den Jecken sorgte, war der Rettungsdienst bereits seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz.

In der Zeit von 7 bis 7 Uhr wurde der Rettungsdienst zu 564 Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Im Jahr 2017 waren es im vergleichbaren Zeitraum 534 Einsätze. Die Einsatzschwerpunkte lagen wie erwartet im Altstadtbereich, der Südstadt sowie im Kwartier Latäng an der Zülpicher Straße. Um den Rettungsdienst in diesen Bereichen zu entlasten, wurden wie schon an Weiberfastnacht Krankentransportwagen in den Unfallhilfsstellen eingesetzt, welche 20 leichtverletzte Patientinnen und Patienten direkt in die Krankenhäuser transportierten. Insgesamt wurden in den teils arztbesetzten Unfallhilfsstellen 176 Menschen medizinische Hilfe geleistet. In 54 Fällen wurden Transporte aus den Unfallhilfsstellen in geeignete Krankenhäuser notwendig.

Auch die Feuerwehr hatte mehr zu tun als an einem normalen Montag. In der Zeit von 7 bis 7 Uhr mussten die Einsatzkräfte zu 59 Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Letztes Jahr waren es 56 Einsätze.

Rauchmelder rettet 51-jährigen Jecken

In der Graf-Adolf-Straße in Mülheim retteten ein Rauchmelder und ein aufmerksamer Nachbar vermutlich das Leben eines 51-jährigen Jecken. Um 23:42 Uhr hatte der Nachbar die Feuerwehr alarmiert, weil er aus der Wohnung im 2. Obergeschoss den Alarmton eines Rauchmelders hörte. Als die Feuerwehr kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintraf, roch es im Treppenraum nach angebranntem Essen. Erst lautstarkes Klopfen weckte den Bewohner. Kurz bevor die Wohnungstür aufgebrochen wurde, öffnete der Mann den Einsatzkräfte im Karnevalskostüm. Auf dem eingeschalteten Herd waren Nahrungsmittel angebrannt. Die Feuerwehr öffnete die Fenster, um die verrauchte Wohnung zu belüften. Der 51-Jährige konnte nach der Untersuchung durch einen Notarzt wieder zurück in seine Wohnung.

Feuer in Mehrfamilienhaus

Gegen 5:20 Uhr war der Polizei gemeldet worden, dass in der Tiefentalstraße in Mülheim eine Wohnung im Erdgeschoss brennen würde. Eine Flucht ins Freie sei für die Bewohnerinnen und Bewohner des Mehrfamilienhauses wegen des verrauchten Treppenraums nicht möglich. Die Leitstelle der Feuerwehr Köln entsendete daraufhin Einsatzmittel gemäß dem Stichwort "Feuer mit Menschenleben in Gefahr". Glücklicherweise stellte sich an der Einsatzstelle heraus, dass lediglich mehrere Briefkästen im Treppenraum gebrannt hatten. Der Brand war bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Treppenraum und lüfteten eine leerstehende Wohnung im Dachgeschoss. Zwei Bewohner wurden vom Rettungsdienst untersucht, konnten jedoch nach dem Einsatz wieder zurück in ihre Wohnungen.