Die Feuerwehr Köln ist zurzeit am Girlitzweg in Vogelsang im Großeinsatz, wo ein Büro- und Lagergebäude auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmeter brennt. Bei einer Rauchgasdurchzündung in der Anfangsphase des Einsatzes wurde ein Feuerwehrmann mittelschwer verletzt und befindet sich zurzeit zur Beobachtung im Krankenhaus. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst behandelt, musste aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.  

Gegen 17:25 Uhr wurde die Feuerwehr Köln zu dem Feuer alarmiert. Die Leitstelle entsandte standardmäßig einen Löschzug, da dem ersten Notruf nicht zu entnehmen war, dass gegebenenfalls noch Personen gefährdet waren oder das Feuer erhebliche Ausmaße hätte. Noch während der Anfahrt der Einsatzkräfte erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe, da sich nach Aussagen von weiteren Notrufern noch Personen im Gebäude und auf angrenzenden Dächern befinden sollten. Die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle fanden ein ausgedehntes Feuer in einem Büro- und Lagergebäude vor. Personen im Gebäude hatten sich aber schon in Sicherheit bringen können. Lediglich ein Mitarbeiter der Firma hatte ein wenig Rauch eingeatmet und wurde vom Rettungsdienst behandelt, konnte aber vor Ort bleiben. Wegen der Ausdehnung des Brandes und mehrerer Rauchgasdurchzündungen in Folge wurde die Alarmstufe weiter erhöht. Derzeit sind fünf Löschzüge der Berufsfeuerwehr, sechs Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr, vier Messfahrzeuge und eine Messleitung, Rettungsdienst und Führungsdienste - insgesamt etwa 150 Einsatzkräfte - vor Ort.  

Bei der ersten Rauchgasdurchzündung war ein vorgehender Angriffstrupp betroffen. Einer der drei Kollegen erlitt leichte bis mittelschwere Verbrennungen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, die beiden anderen Kollegen wurden vom Notarzt untersucht, waren aber unverletzt.

Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten der Einsatzkräfte auf Riegelstellungen in alle Richtungen um das Gebäude, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Parallel dazu wird ein massiver Schaumangriff vorbereitet, der das Feuer selbst unter Kontrolle bringen und löschen soll. Da der Einsatz nunmehr schon rund vier Stunden läuft und voraussichtlich noch mindestens vier bis fünf Stunden dauern wird, wird derzeit auch die Ablösung der erschöpften Kräfte geplant und begonnen.  

Die Messleitung und die Messfahrzeuge sind um die Einsatzstelle herum und in Windrichtung im kontinuierlichen Einsatz. Bisher konnten keine kritischen Schadstoffwerte gemessen werden, es treten aber gelegentlich Geruchsbelästigungen auf, die unangenehm, aber unkritisch sind.