Die Feuerwehr Köln hatte am Samstag, 20. September 2014, einen anspruchsvollen Tag zu bewältigen. Am Morgen brannte es in einer Carbonfabrik. Im Stadtteil Holweide gingen am Nachmittag heftige Regenfälle nieder, die zu vielen Feuerwehreinsätzen führten. Darüber hinaus fand parallel dazu in Dünnwald die Stadtmeisterschaft des Stadtfeuerwehrverbands Köln statt.

Feuer

Gegen 10 Uhr geriet bei Abbrucharbeiten ein großer hölzerner Kühlturm einer Carbonfabrik in Köln- in Brand. Eine weithin sichtbare Rauchwolke stieg senkrecht in den Himmel und wies den Einsatzkräften von Werkfeuerwehr Orion und Kölner Feuerwehr den Weg. Das Feuer, das den rund 15 Meter hohen Turm vollkommen zerstörte, wurde mit vier Strahlrohren, davon zwei über Drehleitern zügig gelöscht. Erheblicher Schaden entstand dadurch, dass die Ausleger von zwei Mobilkränen mitten in den Flammen standen und dadurch deformiert wurden. Die Feuerwehr führte im Umfeld des Werkes Messungen durch. Die Ergebnisse lagen unterhalb der Nachweisgrenze. Somit kann eine Gefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden. Im Einsatz waren von der Kölner Feuerwehr 50 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen. Sie kamen von den Berufsfeuerwehrwachen Marienburg, Lindenthal und Innenstadt und aus der Branddirektion. Die freiwilligen Einsatzkräfte kamen aus Rodenkirchen, Widdersdorf, vom Umweltschutzdienst und vom Fernmeldedienst.

Wasser

Ab 16:15 Uhr gingen heftige Regenfälle über Köln nieder, die in und um Holweide zu über 100 Feuerwehreinsätzen führten. Meistens waren Keller oder Straßenunterführungen überflutet. Es waren 14 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr mit 140 Einsatzkräften bis 20 Uhr im Einsatz. Vermutlich durch Blitzschlag wurde in der Aquinostraße in der Neustadt/Nord ein Schornsteinaufsatz so zerstört, dass er von der Feuerwehr über die Drehleiter abgetragen werden musste.

Meisterschaft

Der Stadtfeuerwehrverband Köln, Zusammenschluss von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren in Köln, veranstaltete in Dünnwald die Stadtmeisterschaften. Neun Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr mussten in einer Einsatzübung einen Atemschutznotfall bearbeiten. Bedingt durch den Starkregen musste der Wettbewerb vorzeitig abgebrochen werden. Sieger wurde die Löschgruppe Roggendorf/Thenhoven, gefolgt von Rodenkirchen und Worringen.