Am heutigen Morgen, gegen 7:30 Uhr, wurden Anwohnerinnen und Anwohner in der Miltenberger Straße in Höhenberg durch einen lauten Knall geweckt. Unmittelbar darauf erreichten auch die ersten Notrufe die Leitstelle der Feuerwehr Köln. Die Anrufenden berichteten davon, dass es nach einem sehr lauten Knall einen Brand in einem Gebäude gäbe. Weiterhin wurde berichtet, dass innerhalb des betreffenden Gebäudes Räume als Gebetsräume genutzt werden.

Aufgrund der vielen Anrufe und des sich daraus ergebenden Meldebildes wurde noch vor dem Eintreffen des ersten Löschzuges ein weiterer Löschzug alarmiert, nach der ersten Lagemeldung der Einsatzkräfte zudem weitere Rettungs- und Notarzteinsatzfahrzeuge nachalarmiert. 

Als nach sieben Minuten die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort eintrafen, brannten Räume im Erdgeschoss des viergeschossigen Wohn- und Geschäftshauses mit ausgebautem Dachgeschoß in voller Ausdehnung. Glasscherben und Trümmer des Gebäudes lagen weit verstreut vor dem Gebäude. Viele Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes befanden sich bereits auf der Straße. Diese wurden durch die ersten Kräfte des Rettungsdienstes Köln betreut.

Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, wie viele Personen sich noch im Gebäude befinden würden. Zudem war unklar, was Auslöser dieses heftigen Brandes war. Parallel zur Brandbekämpfung im Erdgeschoss wurden Trupps über die Rückseite des Gebäudes zur Kontrolle der im Gebäude befindlichen Wohnungen und Trupps zur Kontrolle des angrenzenden Wohnhauses eingesetzt. Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurden die vorgehenden Trupps durch einen Überdrucklüfter unterstützt.

Bereits im Verlauf der Brandbekämpfung entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Flüssiggasflaschen. Aus einigen dieser Flüssiggasflaschen strömte brennend Gas aus. Diese Flüssiggasflaschen wurden zunächst gekühlt, dann die Flammen gelöscht und später außerhalb des Gebäudes restentleert. Nach dem Einsatzabschluss wurden diese Flüssiggasflaschen durch eine Fachfirma fachgerecht entsorgt. Die RheinEnergie schaltete aus Sicherheitsgründen das gesamte Objekt stromlos. Das Feuer war nach rund einer Stunde gelöscht.

Als es zu dem Brand innerhalb der Gebetsräume kam, befanden sich insgesamt acht Personen in den Gebetsräumen und weitere rund 25 Personen im restlichen Gebäude. Von den acht Besucherinnen und Besuchern der Gebetsräume erlitt eine Person Brand- und Schnittverletzungen, alle anderen blieben unverletzt. Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.

Die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebäude wurden alle durch die Feuerwehr in einem zufällig dort stehenden Bus der Kölner Verkehrsbetriebe betreut, später wurden sie durch die Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen geführt. Da das Gebäude stromlos, unbeheizt und ohne Wasser ist, haben fast alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses privat eine Unterkunft gesucht. Allerdings fanden zwei Familien keine Möglichkeit und wurden durch das Amt für Wohnungswesen in Notunterkünften untergebracht.

Nach etwa anderthalb Stunden wurde die Einsatzstelle zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei Köln übergeben. Insgesamt war die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit 13 Fahrzeugen und 44 Einsatzkräften vor Ort. Diese kamen aus Ostheim, Mülheim, Deutz und der Innenstadt. Der Führungsdienst aus Weidenpesch hatte die Einsatzleitung. Die Löschgruppe Brück der Freiwilligen Feuerwehr Köln unterstützte die Einsatzkräfte.