Die Feuerwehr Köln wurde am Mittwochabend durch mehrere größere Einsätze gefordert. In Dellbrück brannte der Wald. Im Rhein wurde Höhe des Niehler Hafens eine Person gemeldet und aus einer Flüchtlingsunterkunft in Lövenich wurde Brandgeruch gemeldet.

Dellbrück: Mit dem Fahrrad zum Waldbrand

Am frühen Abend, gegen 17:25 Uhr, meldeten mehrere Anwohnende ein Feuer im Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide in der Nähe des Höhenfelder Sees. Die ersten Einsatzkräfte wurden vorbildlich von einem Radfahrer eingewiesen. Für die letzten 500 Meter lieh sich der Zugführer der Feuerwache Mülheim dessen Fahrrad aus. Auf den Wanderwegen im Naturschutzgebiet kam er mit dem Zweirad viel schneller voran, konnte den Brandherd in wenigen Minuten erreichen und umfassend erkunden. Es schlugen ihm zehn Meter hohe Flammen entgegen. Es brannten Bäume und Sträucher auf etwa 500 Quadratmetern.

Die Einsatzkräfte bauten zunächst eine Riegelstellung auf und forderten Verstärkung an. Schließlich waren insgesamt 70 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Berufsfeuerwehr damit beschäftigt, das Feuer zu löschen. Sie nahmen sechs handgeführte Rohre vor und holten sich Löschwasser über eine ein Kilometer lange Schlauchleitung vom Höhenfelder Mauspfad. Die Löscharbeiten waren um 21:30 Uhr beendet.

Niehl: Person im Rhein

Um 19:15 Uhr wurde der Feuerwehr Köln eine leblos im Rhein treibende Person in Höhe des Hafenbeckens Niehl (Rheinkilometer 696) gemeldet. Die Feuerwehr Köln alarmierte unverzüglich Einsatzkräfte gemäß dem Einsatzstichwort Person im Rhein. Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Feuerwehr Köln boten Einsatzkräfte der DLRG an, den Einsatz zu unterstützen. Diese befanden sich in unmittelbarer Nähe (Fühlinger See) beim Übungsdienst. Neben den Einsatzkräften der DLRG unterstützte auch die Werkfeuerwehr Ford den Einsatz und suchte das Rheinufer in Höhe der Fordwerke ab.

Um 19:39 Uhr konnte schließlich eine männliche Person durch die Einsatzkräfte lokalisiert werden und wurde durch das Rettungsboot der Löschbootstation tot aus dem Wasser geborgen. Die Person wurde anschließend zur Löschbootstation gebracht und dort der Polizei übergeben. Die Identität der Person wird derzeit durch die Polizei geklärt.

Weiden: Brandgeruch in einem Asylheim

Um 19:16 Uhr wurde die Feuerwehr Köln zu einem Asylheim in Weiden alarmiert, in dem Bewohnerinnen und Bewohner einen Brandgeruch wahrnahmen. Die unmittelbar alarmierten Einsatzkräfte der benachbarten Feuer- und Rettungswache Lövenich stellten nach Erkundung eine verbrannte Zigarette als Ursache für den Brandgeruch fest. Löschmaßnahmen der Feuerwehr Köln waren nicht mehr erforderlich, so dass die noch auf der Anfahrt befindlichen, weiteren Einsatzkräfte den Einsatz abbrechen konnten. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.