Gemeinsame Alarmübung der Feuerwehr Köln und Straßen.NRW

© Stadt Köln/Berufsfeuerwehr

Die Feuerwehr Köln in Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen übte am Sonntag, 29. April 2018, unter realistischen Bedingungen den Ernstfall im Autobahntunnel der Autobahn 1.

Szenario war ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen und Verletzten. Ein Fahrzeug war aufgrund der Unfalleinwirkung in Brand geraten. Hinter der Unfallstelle wurde die Bildung eines Staus durch verschiedene Fahrzeuge simuliert. Große Mengen an unschädlichen Brandrauch wurden durch mobile Rauchgeneratoren erzeugt.

Feuerwehr und Rettungsdienst wurden gegen 10 Uhr "scharf" zur Einsatzstelle Tunnelbauwerk Autobahn 1 Lövenich alarmiert. Den eingesetzten Kräften war nicht bekannt, dass es sich um eine Übung handelte. Die Feuerwehr Köln hat für Einsätze in Tunnelanlagen Einsatzkonzepte entwickelt. Diese finden Anwendung auf insgesamt 33 Tunnelbauwerke im Stadtgebiet. Hierunter fallen alle Tunnnelbauwerke mit einer Länge von über 80 Metern. Der Übungseinsatz dauerte circa eine Stunde.

Im Anschluss wurde die Übung durch Übungsbeobachter bewertet und eine Nachbesprechung mit allen Beteiligten durchgeführt. Wichtig war hier insbesondere das Feedback der Komparsinnen und Komparsen, welche die Verletzten darstellten. Diese bewerteten die Einsatzmaßnahmen als strukturiert und schnell. Aus fachlicher Sicht wurden die vorliegenden Konzepte in ihrer Form als umsetzbar und wirkungsvoll angesehen. Die umfassende Übungsvorbereitung unter Erarbeitung eines Übungskonzeptes bei "Geheimhaltung" wurde gelobt und die darin definierten Übungsziele erreicht.

Die RABT (Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln), welche auch Maßnahmen für den baulichen Brandschutz regeln, fordern entsprechende Übungen unter Realbedingungen spätestens alle vier Jahre.

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen führte parallel im Rahmen der Übung sogenannte "Rauchversuche" wie auch im Vorfeld weitere vorgeschriebene und notwendige Prüfungen und Wartungsarbeiten durch. Die Rauchversuche dienten unter anderem der Leistungsüberprüfung der Entrauchungseinrichtungen.

Aufgrund der gesetzlich geforderten Maßnahmen wurde eine Vollsperrung der Autobahn zwischen der Anschlussstelle Bocklemünd und dem Autobahnkreuz West notwendig. Die Übung erfolgte zeitgleich mit den Baumaßnahmen im Autobahnkreuz Nord, um die Sperrungsmaßnahmen auf der Autobahn 1 auf ein Wochenende zu begrenzen.

Beteiligt waren neben gut 50 Einsatzkräften der Feuerwehr Köln, Übungsdarstellerinnen und Übungsdarsteller des DRK Pulheim, Straßen.NRW, die Tunnelleitzentrale NRW in Duisburg, die Polizei sowie der Sicherheitsbeauftragte für Tunnelbauwerke im Rheinland.