Die Feuerwehr und der Rettungsdienst erleben bis jetzt einen ruhigen Rosenmontag.

In der Zeit von 7 bis 16 Uhr wurden die Rettungswagen im gesamten Stadtgebiet zu 162 Einsätzen alarmiert. 2015 waren es im gleichen Zeitraum 206 Einsätze gewesen. 19-mal rückte die Feuerwehr aus, davon waren neun Sturm- oder Wasserschäden. Im letzten Jahr musste die Feuerwehr noch 26-mal ausrücken. Bis 15:30 Uhr wurde in den Unfallhilfsstellen 67-mal Erste Hilfe geleistet. 2015 waren es noch 110 Hilfeleistungen.

Trotz des ruhigen Verlaufs sind der Rettungsdienst und die Feuerwehr Köln gut vorbereitet.

Der Rettungsdienst ist heute besonders verstärkt, so besetzen die Hilfsorganisationen ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie der Malteser Hilfsdienst 15 zusätzliche Rettungswagen und vier zusätzliche Notarzteinsatzfahrzeuge. Diese stehen an verschiedenen Orten entlang des Zugwegs in der Innenstadt.

Um im Bedarfsfall über weitere Transportkapazitäten zu verfügen, wurden über die Kölner Bezirksregierung drei Patiententransportzüge angefordert. Zwei Patiententransportzüge aus dem Kreis Herford und dem Märkischen Kreis mit der Stadt Dortmund stehen an der Drehscheibe am Flughafen Köln-Bonn in Bereitschaft. Der Patiententransportzug aus Remscheid ist am Standort einsatzbereit.

Um die erhöhte Anzahl an Notrufen schnell bearbeiten zu können, hat auch die Leistelle der Feuerwehr Köln mehr Personal im Dienst. Die Leitstelle koordiniert unter anderem die Hilfe zusammen mit dem Sanitätsdienst des Rosenmontagszuges.

Auf dem Roncalliplatz ist die Analytische Task Force im Einsatz. Sie hat die fest installierte Wetterstation des Abrollbehälters und eine mobile Einheit in Betrieb genommen, um kontinuierlich die Windgeschwindigkeit messen zu können.

Darüber hinaus hat die Feuerwehr einen Verbindungsbeamten ins Koordinierungsgremium entsandt. Dort stimmen sich alle beteiligten Ämter und Organisationen sowie der Veranstalter des Rosenmontagszuges untereinander ab. Auch im Stab der Polizei ist ein Verbindungsbeamter der Feuerwehr vertreten.

Die Freiwillige Feuerwehr Köln hilft ebenfalls. Der Fernmeldedienst unterstützt die Leitstelle. Die Löschgruppe Brück hat ein Löschfahrzeug auf dem Roncalliplatz stationiert, damit bei Notfällen in diesem Bereich schnell reagiert werden kann. Der Umweltschutzdienst unterstützt die Analytische Task Force bei der Windmessung.

Über den Rettungsdienst hinaus haben die Hilfsorganisationen im Auftrag des Veranstalters 24 Unfallhilfsstellen entlang des Rosenmontagszuges aufgebaut. Dort können kleinere Verletzungen behandelt und bei ernsteren Notfällen Erste Hilfe geleistet werden. Hierdurch wird eine spürbare Entlastung des Rettungsdienstes erreicht. Ab dem Nachmittag wird das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag der Stadt Köln auch im Kwartier Latäng eine Unfallhilfsstelle aufbauen.