Der frühe Morgen am Samstag, 1. Juli 2017, begann für die Feuerwehr Köln sehr arbeitsreich.

Taxifahrer nach Verkehrsunfall befreit

© Stadt Köln/Berufsfeuerwehr

Um 6:22 Uhr lief in der Feuerwehrleitstelle der Notruf zu einem Verkehrsunfall am Messekreisel in Deutz ein. Demnach sollte mindestens eine Person in ihrem Fahrzeug eingeklemmt sein. Die Leitstelle entsandte Kräfte gemäß dem Einsatzstichwort "Person eingeklemmt nach Verkehrsunfall". Die ersten Kräfte vor Ort fanden drei Unfallfahrzeuge vor. Der Fahrer eines Taxis war in seinem Wagen eingeschlossen. Die Fahrerin und der Fahrer der beiden anderen Personenwagen waren leicht- beziehungsweise unverletzt. Der Taxifahrer wurde durch Kräfte der Feuerwehr mit hydraulischem Gerät patientenschonend befreit.

Parallel erfolgte eine rettungsdienstliche Behandlung durch die Notärztin sowie die Besatzung des Rettungswagens. Nach 20 Minuten war der etwa 45-Jährige befreit. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert. Die Einsatzstelle wurde zur Ermittlung der Unfallursache an die Polizei übergeben.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 32 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen im Einsatz. Die Einheiten kamen von den Feuerwachen Deutz, Altstadt und Weidenpesch.

Brückenspringer aus dem Rhein gerettet

Auf dem Rückweg wurden die meisten Einheiten zu einem Folgeeinsatz alarmiert. Über Notruf war die Meldung über eine männliche Person eingegangen, die von der Deutzer Brücke zu springen drohte. Die Leitstelle entsandte Kräfte gemäß der Einsatzmittelkette "PBRÜCKE". Der erst eintreffende Rettungswagen der Feuerwache Altstadt konnte bei der Anfahrt nur noch beobachten, wie ein junger Mann über das südliche Geländer der Deutzer Brücke in den Rhein gesprungen war.

Die Einsatzlage wurde sofort in das Stichwort "Person im Rhein" erweitert. Aufgrund der Nähe der Löschbootstation zur Deutzer Brücke war das Rettungsboot Ursula in kürzester Zeit vor Ort. Die Besatzung konnte den Mann etwa 200 Meter stromabwärts in Höhe der linksrheinischen Steiger ausmachen. Er trieb ohne eigene Schwimmbewegungen im Strom und drohte abzusinken. Es gelang der Bootsbesatzung sehr schnell, ihn an Bord zu ziehen. Er wurde zur Löschbootstation im Deutzer Hafen gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben. Nach der Behandlung erfolgte der Transport in eine Klinik. Unmittelbar am Einsatz beteiligt waren 22 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen und Booten.

Die Kräfte kamen von den Wachen Altstadt und Deutz. Die Einsatzleitung hatte bei beiden Einsatzstellen der Führungsdienst der Branddirektion.

Vandalismus gegen Rettungswagen

Etwas Bemerkenswertes ereignete sich während eines Rettungsdiensteinsatzes auf der Domplatte in der Nacht zum Samstag. Dort musste gegen 3:40 Uhr ein männlicher Patient in einem Rettungswagen der Wache Altstadt (ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes) behandelt werden. Während sich die Besatzung um das Wohl des etwa 50-jährigen Patienten kümmerte, stachen zwei junge Männer von außen mit einem Messer auf die Reifen des Fahrzeuges ein. Die Besatzung rief die Polizei um Unterstützung, die sehr schnell mit einem erheblichen Kräfteansatz zur Stelle war. Einer der beiden Täter konnte noch vor Ort gefasst werden, ein zweiter Tatverdächtiger kurze Zeit später. Gegen die beiden Männer wurde Anzeige erstattet, das Fahrzeug musste vorübergehend zwecks Reifenwechsel außer Dienst genommen werden. Dem an diesem Ereignis unbeteiligten Patienten konnte, trotz "widriger Umstände", geholfen werden. Der Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.