Zum Januar 2018 sind mehrere Stellen in einer neu eingerichteten Intensiv-Jugendwohngruppe in der Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln zu besetzen.

Zum 1. Januar 2018 wird Ki d S (Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln) in Köln ein fachlich und personell intensives Wohn- und Betreuungsangebot für insgesamt 6 männliche Jugendliche (zwischen 13 und 17 Jahren) eröffnen. Die Zielgruppe wird vielfach mit Begrifflichkeiten wie "Systemsprenger" und "Hoch-Risiko-Klientel" beschrieben. Jugendliche und Jugendhilfesystem sind in der Vergangenheit oftmals aneinander gescheitert. Für die Jugendlichen bedeutsames, von der Umgebung in erster Linie als dissozial wahrgenommenes Verhalten (insbesondere hohe Konfliktbereitschaft, mit Gewalttätigkeit einhergehende Impulsdurchbrüche sowie Entweichungen), stellt die Helfersysteme zumeist vor Herausforderungen, die in der Vergangenheit vielfach zum Abbruch von Jugendhilfemaßnahmen führten.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen

Konzeptionell grundlegend ist ein pädagogisches Verständnis, welches die Bedarfe des einzelnen Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt, individualpädagogisch ausgerichtet ist und auf restriktive und ausschließende Maßnahmen verzichtet.

Systemisches Denken, traumasensibles und deeskalierend wirkendes Handeln, Aspekte professioneller Präsenz (H. Omer) sowie eine subjektlogische Diagnostik (M. Baumann) werden unter anderem die pädagogische Arbeit prägen.

Diese Herausforderungen annehmend ist es die Aufgabe der Fachkräfte, gemeinsam mit dem jeweiligen Jugendlichen eine einzelfallbezogene, passgenaue Hilfe zu entwickeln und nachhaltig durchführend zu gestalten.

Wir erwarten von Ihnen

Vorausgesetzt wird:

  • ein abgeschlossenes Studium der Diplom-Sozialarbeit beziehungsweise Diplom-Sozialpädagogik oder eines Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit oder
  • ein Abschluss eines Bachelorstudienganges "Soziale Arbeit und Management" oder "Sozialpädagogik und Management" jeweils mit staatlicher Anerkennung als Sozialarbeiterin beziehungsweise Sozialarbeiter oder Sozialpädagogin beziehungsweise Sozialpädagoge
  • darüber hinaus können Diplom-Heilpädagoginnen beziehungsweise Diplom- Heilpädagogen (Fachhochschule oder Universität) oder Absolventinnen beziehungsweise Absolventen des Bachelorstudienganges "Erziehungswissenschaften" (mit schwerpunktmäßig sozialpädagogischer Ausrichtung), die über gleichwertige Fähigkeiten wie Sozialarbeiterinnen beziehungsweise Sozialarbeiter oder Sozialpädagoginnen beziehungsweise Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung und 2-jähriger nachgewiesener Berufserfahrung in einem Tätigkeitsfeld der Sozialarbeit beziehungsweise der Sozialpädagogik verfügen oder
  • Diplom-Pädagoginnen beziehungsweise Diplom-Pädagogen, die über gleichwertige Fähigkeiten wie Sozialarbeiterinnen beziehungsweise Sozialarbeiter oder Sozialpädagoginnen beziehungsweise Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung und 2-jährige nachgewiesener Berufserfahrung in einem Tätigkeitsfeld der Sozialarbeit beziehungsweise der Sozialpädagogik verfügen, zugelassen werden.
  • Mindestens 2-jährige Erfahrungen im Bereich der Jugendhilfe oder angrenzenden Arbeitsfeldern der Erziehungshilfe.

Hierüber sollten Sie verfügen:

  • Sehr hohe Belastbarkeit, insbesondere mit der beschriebenen Zielgruppe
  • Sehr hohe Motivation im Rahmen der beruflichen Auseinandersetzung mit Jugendlichen, die durch ihre Verhaltensweisen pädagogische Fachkräfte stark herausfordern.
  • Eine lösungs- und ressourcenorientierte Haltung gegenüber den zu betreuenden Jugendlichen in dem Verständnis, dass dissoziale Verhaltensweise für den Jugendlichen eine (zunächst) (über-)lebenswichtige Funktion für den Versuch der Lebensbewältigung darstellen
  • Überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit und Teamorientierung
  • Fähigkeit, im Rahmen des pädagogischen Handelns flexibel auf die Bedarfe von Jugendlichen zu reagieren
  • Hohe Innovationsfähigkeit und kreatives Denken
  • Hohes Maß an Eigeninitiative
  • Ein hohes Maß an Humor
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung (zum Beispiel bedarfsorientiert Rufbereitschaft/ Nachtbereitschaft), auch an Wochenenden
  • Kompetenz und Bereitschaft zur Reflexion und Hinterfragung des eigenen Handelns

Wünschenswert sind:

  • Ausbildung oder Fähigkeiten im handwerklichen, künstlerischen, kreativen, erlebnispädagogischen und/oder sportlichen Bereich
  • Pädagogische, beraterische und/oder therapeutische Ausbildung/Weiterbildung zum Beispiel in Traumapädagogik, systemischer Beratung, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie
  • Führerschein der Klasse B
  • Personalcomputer-Kenntnisse, insbesondere Word, Excel und Outlook

Wir bieten Ihnen

Die Stellen sind bewertet nach Entgeltgruppe S 15 Fallgruppe 6 Tarifvertrag für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst des öffentlichen Dienstes und Heimzulage.

Die Eingruppierung erfolgt entsprechend der tariflichen Regelungen.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39,0 beziehungsweise 29,75 Stunden.

Sie erwartet ein anspruchsvolles Arbeitsfeld, in dem Ihre Kompetenzen gefragt sind und eingebracht werden können. Wir bieten Ihnen eigenverantwortliches Arbeiten in einem Team, eine intensive Unterstützung durch dauerhaft begleitende Fachberatung und regelmäßige Supervision sowie regelmäßige angebotsbezogene Fortbildungen und Schulungen. 

Ihre Bewerbung

Weitere Auskünfte erteilt Herr Azrak, Telefon 0221 / 221-29762.

Bewerbungen senden Sie bitte unter Angabe der Kennziffer 1082/17-06 bis zum 24. November 2017 an:

Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln
Herr Azrak
Aachener Straße 90-98
50674 Köln

oder per E-Mail an:

5111-Personalstelle@stadt-koeln.de

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY – Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikates DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.