Im Amt für Stadtentwicklung und Statistik ist ab dem 1. Februar 2018 in der Abteilung Stadtentwicklung die Stelle der Gruppenleitung Räumliche Stadtentwicklungsplanung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41 beziehungsweise 39 Stunden zu besetzen. Die Gruppe erarbeitet teilräumliche Entwicklungskonzepte, Masterpläne und Rahmenplanungen. Von besonderer Bedeutung ist die strategische Ausrichtung sowie die Anwendung der Instrumente des besonderen Städtebaurechts wie zum Beispiel Sanierungsmaßnahmen oder städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen.

Beispielhaft sind zu nennen:

  • Entwicklungskonzept Deutzer Hafen in Verbindung mit einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Die Gruppe betreut bei der Entwicklung des Deutzer Hafens federführend die Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme nach Baugesetzbuch.
  • Das Entwicklungskonzept für den Sozialraum Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord wird zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept weiterqualifiziert. Dieses bildet sodann die Grundlage für die Einwerbung von staatlichen Mitteln der Städtebauförderung. Eine enge Abstimmung und Begleitung ist notwendig.
  • Für die Projektentwicklung Parkstadt Süd wurde 2013 vom Rat der Stadt Köln zur Sicherung der Stadtentwicklungsziele eine Sanierungssatzung nach Baugesetzbuch beschlossen. Die Sanierungsziele leiten sich aus dem Entwicklungskonzept Südliche Innenstadt-Erweiterung mit dem Ziel der Entwicklung der Parkstadt Süd einschließlich der Verlängerung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein ab.

Die Entwicklungskonzepte werden erstellt und nach politischem Beschluss auf dem Weg der Umsetzung begleitet. Um die teilräumlichen Stadtentwicklungsziele zu erreichen, werden die unterschiedlichen Instrumente des besonderen Städtebaurechts abgewogen und passgenau zum Einsatz gebracht.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen

  • Personalführungsaufgaben für derzeit sieben Stellen beziehungsweise Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • Ganzheitliche Beobachtung der räumlichen Entwicklung Kölns, um frühzeitig Entwicklungsstörungen zu identifizieren und Interventionsmöglichkeiten beziehungsweise Steuerungsmaßnahmen zu entwickeln
  • Erkennen von Transformationsräumen, Erstellung von Stadtraumanalysen, Klärung von Entwicklungspotenzialen und -strategien, um insbesondere städtebauliche und ökonomische Entwicklungen anzustoßen (vergleiche Rahmenplanungsgebiet Braunsfeld, Müngersdorf, Ehrenfeld)
  • Definieren von Teilräumen, für die als Voraussetzung für eine geordnete, nachhaltige Stadtentwicklung teilräumliche Entwicklungskonzepte zu erarbeiten sind (zum Beispiel durch Nutzungsänderungen durch Strukturwandel, Aufgabe von Militär- oder Bahnflächen).
  • Erarbeitung teilräumlicher Entwicklungskonzepte, Rahmenplanungen, Masterpläne. Diese definieren sich als Verknüpfung sektoraler und räumlicher Planungen im Rahmen gesamtstädtischer Zielsetzungen der strategischen Stadtentwicklung.
  • Durchführung vorbereitender Untersuchungen gemäß § 141 BauGB zur Klärung von Sanierungsvoraussetzungen beziehungsweise § 165 BauGB in Hinblick auf städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen. Klärung und Einsatz des Besonderen Städtebaurechts
  • Konzipierung (und gegebenenfalls Koordinierung) von Sanierungsmaßnahmen und Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen einschließlich des gesetzlichen Anwendungsinstrumentariums (Sozialplanung, Kosten- und Finanzierungsübersichten, sanierungsrechtliche Genehmigungsverfahren und andere)
  • Inhaltliche Steuerung und Implementierung teilräumlicher Planungen.
  • Einbringung der Themen in Lenkungskreise und andere Steuerungsrunden, zum Beispiel Parkstadt Süd, Chorweiler, Deutzer Hafen et cetera
  • Verknüpfung und Betreuung der teilräumlichen Entwicklungsplanungen/-konzepte mit dem Prozess der strategischen Stadtentwicklung "Kölner Perspektiven 2030" insbesondere in Hinblick auf das zu erstellende Räumliche Leitbild und hinsichtlich der Neuaufstellung des Regionalplans
  • Vertretung von Vorlagen in den politischen Gremien
  • Abstimmung und Begleitung von Öffentlichkeitsarbeit 

Wir erwarten von Ihnen

Vorausgesetzt wird:

  • Vorausgesetzt wird (Muss-Kriterien): ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (TH/TU-Diplom oder Masterabschluss) der Fachrichtung Architektur mit Vertiefung im Bereich Städtebau oder Stadt- und Regionalplanung oder vergleichbare Studiengänge mit planerischem Schwerpunkt
  • bei Beamtinnen beziehungsweise Beamten zusätzlich die erlangte Befähigung für die Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt des technischen oder nichttechnischen Dienstes (ehemals höherer technischer oder nichttechnischer Dienst)  

Hierüber sollten Sie verfügen:

  • umfangreiches Fachwissen und mehrjährige berufliche Erfahrungen im Bereich der querschnittsorientierten räumlichen Planung/Stadtplanung
  • Innovationsfähigkeit und kreative Ideen zur Einbringung und Implementierung räumlicher Aspekte der Stadtentwicklung im Sinne integrierter Planungs- und Handlungsansätze in sektorale Fachplanungen/ Stadtentwicklungskonzepte
  • gute Kenntnisse des besonderen Städtebaurechts (Referenzen)
  • gute Kenntnisse über die Wirkung von Stadtentwicklung als Strukturpolitik insbesondere in Bezug auf die sozioökonomischen Handlungsfelder (Bevölkerung, Siedlung, Wirtschaft…)
  • gutes analytisches und konzeptionelles Denkvermögen, zum Beispiel in Bezug auf Zielkonflikte der Stadtentwicklung
  • überdurchschnittliche Auffassungsgabe
  • ausgeprägte und adressatengerechte Kommunikationsfähigkeit
  • Fähigkeit, eigenverantwortlich und eigenständig im Team zu arbeiten
  • hohe Belastbarkeit, hohe Leistungsbereitschaft und Flexibilität
  • Verhandlungsgeschick und Kooperationsfähigkeit
  • präzise Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift
  • Zuverlässigkeit
  • sicheres Auftreten und Erfahrungen im Umgang mit Präsentationstechniken
  • Bereitschaft, die Arbeitszeit bei Bedarf entsprechend der Aufgabenstellung flexibel zu gestalten und somit auch zu unüblichen Zeiten, auch über die Arbeitszeit hinaus, tätig zu sein

Wünschenswert sind:

  • Fundierte Kenntnisse der Standard-Produkte von Microsoft-Office
  • Kenntnisse von GIS und Grafikprogrammen

Wir bieten Ihnen

Die Stelle ist bewertet nach Besoldungsgruppe A 14 Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt LBesG NRW (Landesbesoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen) beziehungsweise nach Entgeltgruppe 14 TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst).

Bei Tarifbeschäftigten erfolgt die Eingruppierung gemäß der tariflichen Regelung.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 41 beziehungsweise 39 Stunden.

Ihre Bewerbung

Weitere Auskunft erteilt Frau Jäger, Telefon 0221/ 221-23682.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 9. Dezember 2017 unter der Kennziffer 1109/17-08 an:

Stadt Köln
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

 

Der Bewerbervergleich erfolgt insbesondere aufgrund von Arbeitszeugnissen. Das Zeugnis für die derzeit ausgeübte Tätigkeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

 

Die Stadt Köln hat sich verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen – insbesondere MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY – Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.