Fußgängerbereiche, Mini-Kreisel, Verkehrsberuhigte Bereiche und Tempo 30-Zonen tragen neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit auch zur Verringerung von Lärm und Abgasen bei. Dadurch verbessert sich für alle die Wohn- und Lebensqualität. Eine Vielzahl von Maßnahmen sind in Köln bereits umgesetzt worden.

Mini-Kreisel

© Stadt Köln

In Kreisverkehren werden nachgewiesenermaßen niedrigere Geschwindigkeiten gefahren, als an normalen Kreuzungen. Das erhöht die Verkehrssicherheit! Zudem können Kreisverkehre leistungsfähiger als vorfahrt- oder ampelgeregelte Kreuzungen sein.

Der Bau "klassischer" Kreisverkehre setzt jedoch ausreichende Platzverhältnisse voraus. So muss ein Außendurchmesser von mindestens 26 Metern vorhanden sein, damit der Kreisverkehr auch von allen Fahrzeugen befahren werden kann. Weil diese Flächen aber oftmals nicht zur Verfügung stehen, werden vermehrt so genannte "Mini-Kreisverkehrsplätze" in Tempo 30-Zonen angelegt.

Bei den "Mini-Kreisverkehren", deren Kreisfahrbahnen und Zufahrten einstreifig sind, kann der Innenkreis von größeren Fahrzeugen überfahren werden. Damit dies möglich ist, wird in der Mitte ein erhöhter, baulich gestalteter Innenkreis errichtet.

Fahrzeuge im Kreis haben Vorfahrt. Dies wird durch eine besondere Beschilderung verdeutlicht.

Tempo 30-Zonen

© Stadt Köln

Tempo 30 heißt nicht nur mehr Verkehrssicherheit, weniger Gefahren, weniger Unfälle und weniger Verletzte. Tempo 30 führt auch zu mehr Umweltschutz, mehr Wohnqualität, weniger Lärm, weniger Abgasen und weniger Stress. Seit Ende der 1980er-Jahre werden stadtweit Tempo 30-Zonen eingerichtet. Aktuell sind es über 410.

Die Vorzüge auf einen Blick:

  • Der Bremsweg ist deutlich geringer als bei Tempo 50; die Zahl der Unfälle sinkt somit erheblich.
  • Der Nahbereich wird deutlich besser wahrgenommen.
  • Autos machen Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger, weil sie auf der Fahrbahn abgestellt werden.
  • Durch die Senkung der Geschwindigkeit kommt es zu deutlichen Lärmreduzierungen und weniger Schadstoffbleastungen. Sofern es die Verkehrsverhältnisse zulassen, werden Einbahnstraßen in Tempo 30-Zonen für Radfahrerinnen und Radfahrer in Gegenrichtung freigegeben.

Verkehrsberuhigter Bereich

© PantherMedia/Hermann Otto Feis

Mit der Einführung des verkehrsberuhigten Bereichs soll ein besonders rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsbeteiligten erzielt werden.

Innerhalb dieses Bereichs gilt:

  • Kinderspiele sind überall erlaubt.
  • Fußgängerinnen und Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen. Der Fahrverkehr darf dabei aber nicht unnötig behindert werden.
  • Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7 Kilometer pro Stunde) einhalten. Dabei darf niemand gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig muss gewartet werden.
  • Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- und Aussteigen oder zum Be- und Entladen.