Praxisphase in Köln/Rhein-Erft

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Gemeinsam mit dem Rhein-Erft-Kreis und weiteren Regionen nehmen wir an dem bundesweiten "Modellversuch zur Abmarkierung von Schutzstreifen außerorts und zur Untersuchung der Auswirkungen auf die Sicherheit und die Attraktivität im Radverkehrsnetz" teil. Das Projekt ist Teil des "Nationalen Radverkehrsplan 2020 - Den Radverkehr gemeinsam weiterentwickeln".

Die Testphase auf der gemeinsamen Modellstrecke in Köln/Rhein-Erft wurde am 7. Juni 2013 offiziell eröffnet. Bei der Teststrecke handelt es sich um die im Stadtteil Esch/Auweiler liegende Pohlhofstraße (K10). Sie führt von Esch/Auweiler zur Ortschaft Orr auf Pulheimer Stadtgebiet.

Schutzstreifen - Was ist das?

Schutzstreifen sind Radverkehrsanlagen, die mit einer gestrichelten Leitlinie und dem Sinnbild Fahrräder auf der Fahrbahn markiert werden. Sie wurden mit der Novelle zur Straßenverkehrs-Ordnung im Jahr 1997 zugelassen, aus Gründen der Verkehrssicherheit jedoch nicht außerhalb von geschlossenen Ortschaften und in Kreisverkehren.

Fahrradschutzstreifen sind keine Sonderwege für Fahrräder. Sämtliche Fahrzeuge dürfen die Markierung bei Bedarf überfahren, wenn Radfahrerinnen und Radfahrer nicht gefährdet werden. Das Parken auf dem Schutzstreifen ist verboten, das Halten ist dagegen erlaubt.

Der Modellversuch

Bis jetzt kam die Markierung von Schutzstreifen nur innerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern in Frage, wenn

  • die Anlage eines separaten Radweges nicht möglich ist,
  • dem Radverkehr ein besonderer Schonraum angeboten werden soll,
  • Fahrbahnbreite und Verkehrsstruktur es grundsätzlich zulassen.

Nun soll diese verkehrlich und ökologisch interessante Lösung in ausgewählten Regionen auf überörtlichen Straßenverbindungen erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Ziel ist es, die Nutzung des Fahrrads auch auf Straßenverbindungen zwischen zwei Ortschaften attraktiver und zugleich sicherer zu gestalten. Kriterien für die Auswahl der Modellstrecken waren unter anderem ein Fahrbahnquerschnitt von bis zu 7,50 Meter Breite und eine relativ geringe Verkehrsbelastung (weniger als 4.000 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden). Diese Kriterien erfüllt die Pohlhofstraße.

Die weiteren Teststrecken in Nordrhein-Westfalen befinden sich auf Kölner Stadtgebiet in Roggendorf/Thenhoven auf dem Thenhover-Escher-Weg und in Pesch auf der Pescher Straße (ebenfalls K10) sowie auf dem Pescher Weg/Mengenicher Straße. Im Rhein-Erft-Kreis ist die K46 zwischen Erftstadt-Dirmerzheim und Erftstadt-Kierdorf in den Versuch einbezogen. Auch auf diesen Strecken werden die Schutzstreifen in Kürze eingerichtet. Hier erhalten Sie einen Überblick über diese Strecken:

Fahrradschutzstreifen Mengenicher Straße/Pescher Weg
PDF, 7525 kb
Fahrradschutzstreifen Pescher Straße
PDF, 7304 kb
Fahrradschutzstreifen Thenhover-Escher-Weg
PDF, 5269 kb

Der Modellversuch, der ursprünglich bis Ende 2014 angedacht war, wurde zunächst bis 31. Dezember 2016 verlängert, um weitere Verkehrsdaten für die wissenschaftliche Untersuchung zu erheben. Da der Abschlussbericht zum Modellversuch von dem zuständigen Bundesverkehrsministerium noch nicht freigegeben ist, läuft der Modellversuch derzeit noch bis zum Projektabschluss weiter. Abhängig von den gesammelten Erkenntnissen werden die Fahrradschutzstreifen anschließend beibehalten oder wieder entfernt. 

Projektbeteiligte

An dem Projekt sind bundesweit sechs Modellregionen beteiligt. Die Teststrecken befinden sich in den Bundesländern

  • Mecklenburg-Vorpommern, Amt Dömitz-Malliß
  • Niedersachsen, Landkreise Northeim und Grafschaft Bentheim
  • Brandenburg, Fontanestadt Neuruppin/Landkreis Ostprignitz-Ruppin
  • Nordrhein-Westfalen, Rhein-Erft-Kreis und Stadt Köln

Projektleitung

Die Leitung des Gesamtprojektes liegt beim Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Abteilung Landesentwicklung, Schloßstraße 6-8, 19053 Schwerin, Telefon 0385 / 5888431. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans.

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Wenn Sie Fragen, Hinweise oder Anregungen zum Thema Radverkehr in Köln haben, wenden Sie sich bitte an den Fahrradbeauftragten, Telefon 115 oder 0221 / 221-0 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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