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Wenn die Frauen und Männer der Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen werden, muss es schnell gehen – manchmal sogar sehr schnell, dann zählt jede Sekunde. Leider kommt es immer wieder vor, dass Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge auf ihrer Anfahrt zum Einsatz und in den Zufahrten des Einsatzortes durch falsch parkende Fahrzeuge behindert werden. Die Rücksichtslosigkeit nimmt auch im ruhenden Verkehr zu. Dadurch geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Mit der Kampagne "Rücksicht … rettet Leben!" möchten wir verstärkt auf das Problem aufmerksam machen.

Neue Motorradstaffel für schnelle und effektive Kontrolle

Leider nicht nur vor den Feuerwehrzufahrten, sondern auch auf der Anfahrt zu einem Einsatzort wird die Feuerwehr häufig von falsch geparkten Fahrzeugen behindert. In diesen Fällen sorgt sie mit eigenen Mitteln und Kräften dafür, dass sie ihren Weg fortsetzen kann. Besonders häufig werden Kreuzungen und Kurven zugeparkt oder Halteverbote missachtet. 

Gegen rücksichtslose Falschparkerinnen und Falschparker gehen wir regelmäßig mit Kontrollfahrten im gesamten Stadtgebiet vor. Zur schnellen und effektiven Kontrolle gibt es seit Anfang des Monats auch eine Motorradstaffel beim Ordnungsamt. Vor allem in Wohngebieten behindern falsch parkende Fahrzeuge oft die Zufahrt. Die Kontrollfahrten gibt es in Köln seit 2001, nachdem im Dezember 2000 ein 15-jähriger französischer Austauschschüler bei einem Brand in der Eichstraße in Nippes ums Leben gekommen war. Falsch geparkte Autos hatten die Anfahrt der Feuerwehr erheblich verzögert.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr sind meist größer als andere Fahrzeuge. Ein Drehleiter-Fahrzeug zum Beispiel ist über zehn Meter lang und 2,50 Meter breit bei einem Gewicht von gut 14 Tonnen. Die Größe und der Aufbau der Feuerwehrfahrzeuge haben Auswirkungen auf die Wendigkeit eines solchen Fahrzeugs im Straßenverkehr. Deshalb ist die Feuerwehr auf die Rücksicht aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer angewiesen.

Feuerwehrzufahrten unbedingt freilassen

Schon das Halten vor und in Feuerwehrzufahrten ist unzulässig und gefährlich. 2017 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Stadtgebiet wegen Parkens vor und in Feuerwehrzufahrten knapp 3.200 Knöllchen ausgestellt. 250 Fahrzeuge wurden abgeschleppt, weil Halterin oder Halter nicht in der Nähe erreicht werden konnten. In einem Fall wurde die Feuerwehr tatsächlich auch bei einem Einsatz behindert. Dafür gab es ein Bußgeld in Höhe von 65 Euro und einen Punkt in Flensburg. Schon allein für das Halten und Parken in einer Feuerwehrzufahrt wird ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro fällig.

Parken Sie Ihr Fahrzeug immer vorschriftsmäßig - Rücksicht rettet Leben! 

  • Gekennzeichnete Freiflächen und Fahrwege für die Einsatzfahrzeuge immer frei halten.
  • Nicht an Kreuzungen und Einmündungen parken.
  • Parken Sie Ihr Auto so, dass jederzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr freie Durchfahrt haben.
  • Damit die Fahrzeugtüren geöffnet und die Fahrzeugbeladung entnommen werden kann, ist eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern nötig.
  • Keine mit dem Zusatzschild "Feuerwehrzufahrt" gekennzeichneten Zufahrtswege und Stellflächen blockieren. Entsprechend gekennzeichnete Rettungswege müssen immer freigehalten werden.
  • Parken in zweiter Reihe ist kein Kavaliersdelikt, auch das kostet wertvolle Sekunden.

Kontakt

Der Verkehrsdienst des Ordnungsamtes hat die Überwachung intensiviert. Hinweise nehmen wir unter der Telefonnummer 0221 / 221-32000 oder per E-Mail entgegen. Bitte beachten Sie: Das E-Mail Postfach wird nur zu den üblichen Dienstzeiten betreut. Rufen Sie uns bei akuten Meldungen bitte an.

E-Mail

Weitere Informationen

Falsch geparktes Fahrzeug melden - Fremdanzeige
Feuerwehr und Rettungsdienst