Was sollten Sie als Tierhalterin und Tierhalter beachten?

Während nach EG-Recht die Kennzeichnung an eine Vermarktung anknüpft, beginnt die Kennzeichnungspflicht nach der Bundesartenschutzverordnung ab dem 1. Tag der Tierhaltung.

  • Sie gilt unabhängig davon, ob ein Tier vermarktet werden soll oder sich nur im Besitz der Halterin oder des Halters befindet.
  • Hybriden/Mischlinge sind ebenfalls zu kennzeichnen, auch wenn nur ein Elterntier kennzeichnungspflichtig ist.
  • Zudem ist auch alle zur Kennzeichnung eigener kennzeichnungspflichtiger Exemplare verpflichtet, die diese Tiere bereits vor Einführung der Kennzeichnungspflicht besessen haben.
  • Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

Warum ist die Kennzeichnung der Tiere erforderlich?

Durch die Kennzeichnung eines Tieres soll seine Identität sichergestellt und somit ein illegaler Handel mit geschützten Tieren verhindert werden. Die Kennzeichen ermöglichen es, dass fortan Besitz- und Handelsdokumente einem bestimmten artgeschützten Exemplar direkt und eindeutig zugeordnet werden können. Der Nachweis wird über folgende Dokumente erbracht:

  •  Meldeformulare
  •  Bestandsbücher von Züchtern und Zoofachhändlern
  •  EG-Vermarktungsgenehmigungen
  •  CITES

Die legale Herkunft eines Tieres kann somit durch die Besitzerin oder den Besitzer besser nachgewiesen werden.

Weitere Informationen

Kennzeichnungsmethoden Kennzeichnung von Vögeln und Säugetieren Kennzeichnung von Reptilien Fotodokumentation von Landschildkröten Fotodokumentation von Schlangen Fotodokumentation von Fidschi-Leguanen