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© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Bei der Wahl werden alle Stimmen

für einen Politiker oder eine Partei zusammen-gezählt.

 

Wen Sie wählen,

zeigen Sie durch ein Kreuz auf Ihrem Stimm-Zettel.

 

Wer die meisten Kreuze auf den Stimm-Zetteln bekommt,

der gewinnt die Wahl.

Das nennt man: klassische Auszählung.

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Aber es gibt auch elektronische Wahl-Geräte.

Sie heißen: Wahl-Computer.

Mit diesen Geräten kann man auch seine Stimme abgeben.

Im Jahr 1999 haben die Kölner Bürgerinnen und Bürger

zum ersten Mal mit diesen Geräten abgestimmt.

Zum Beispiel bei der Wahl vom Bundes-Tag im Jahr 2005.

Damals haben die Menschen mit Hilfe von Computern gewählt.

Der Wahl-Computer hat dann die Stimmen gezählt.

Nicht wie sonst die Wahl-Helferinnen und Helfer.

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Aber im März 2009 hat das Bundes-Verfassungs-Gericht gesagt:

Die Wahl mit Computern verstößt gegen wichtige Grund-Rechte!

Zum Beispiel: den Grund-Satz der Öffentlichkeit.

Das heißt: Die Wahl muss man überprüfen können.

Das kann man beim Computer aber nicht so gut.

Weil statt einem echten Stimm-Zettel,

nur eine Zahl im Computer zu sehen ist.

Und jemand könnte den Computer manipulieren.

Das heißt: Er könnte das Ergebnis verändern.

Aber die Wahl muss sicher sein!

Deshalb war die Wahl mit den Wahl-Geräten gegen das Gesetz.

Das schwere Wort dafür ist: verfassungs-widrig.

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Das Gericht sagt aber auch:

Die Wahl-Computer sind nicht immer verfassungs-widrig.

Wenn man die Computer irgendwann besser prüfen kann:

Dann kann man in Zukunft auch mit Computern wählen.

Aber diese Voraussetzungen sind derzeit nicht gegeben.

Darum werden die Wahl-Geräte in Deutschland noch nicht genutzt.

 

Die Wahlen werden vorerst nur mit Stimm-Zetteln durchgeführt.

Und am Ende per Hand ausgezählt.

Das schwere Wort dafür ist: manuelle Auszählung.

Wie wird das Ergebnis bei einer Wahl festgestellt?

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Eine Auszählung am Beispiel einer Bundes-Tags-Wahl:

Die Wahl-Lokale sind an den Wahl-Tagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Bürgerinnen und Bürger geben ihre Stimme ab.

Um 18 Uhr schließen die Wahl-Lokale.

Dann werden alle Stimm-Zettel gezählt.

Das macht der Wahl-Vorstand in einem Stimm-Bezirk.

Er hält alle wichtigen Infos zur Wahl fest.

Zum Beispiel: Das Ergebnis der Wahl.

Er schreibt auch auf, wie viele Menschen gewählt haben.

Das schwere Wort dafür ist: Wahl-Niederschrift.

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Die Mitglieder im Wahl-Vorstand unterschreiben am Ende.

Diese Infos bekommt dann die Wahl-Leiterin oder der Wahl-Leiter.

Sie überprüfen das Ergebnis bei Bedarf noch einmal.

 

In den nächsten Tagen ermittelt der Wahl-Ausschuss

das Ergebnis im ganzen Wahl-Kreis.

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Die Auszählung der Stimm-Bezirke

durch den Wahl-Vorstand ist öffentlich.

 

Es gibt genaue Regeln für die Auszählung.

Sie stehen in den Wahl-Gesetzen und Wahl-Verordnungen.

Weitere Infos

* Die Bilder gehören:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.