Informationen in Leichter Sprache

Diese Seite in Alltags-Sprache lesen.
© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Bei Wahlen machen immer sehr viele Menschen mit.

Tausende oder sogar Millionen Menschen geben ihre Stimme ab.

Damit man die Wahlen leichter prüfen kann,

wird ein Gebiet in mehrere Wahl-Kreise unterteilt.

Diese werden nochmal in Stimm-Bezirke unterteilt.

Ein Stimm-Bezirk ist also die kleinste Einheit bei Wahlen.

Jeder Stimm-Bezirk hat nur genau:

  • 1 Wahl-Lokal
  • 1 Wahl-Vorstand

 Wichtig: Ihr Stimm-Bezirk steht auf Ihrem Wahl-Schein.

Die Kölner Stimm-Bezirke

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Köln ist bei Wahlen unterteilt in:

  • 800 Stimm-Bezirke
  • 224 weitere Briefwahl-Stimm-Bezirke
  • Und weitere Sonder-Stimm-Bezirke

Zum Beispiel: in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen.

 

Eine Gemeinde bestimmt selber,

welche und wie viele Stimm-Bezirke es gibt.

Das hängt ab von den Voraussetzungen vor Ort.

Zum Beispiel: Wie groß das Wahl-Gebiet ist.

 

Köln ist eine große Stadt.

Sie hat viele Stimm-Bezirke.

In einem kleinen Dorf gibt es aber weniger.

Weil dort weniger Leute wählen.

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Ein Stimm-Bezirk soll höchstens 2.500 Einwohnerinnen und Einwohner haben.

Sonst ist es schwer, so viele Stimmen auszuzählen.

Es dürfen aber auch nicht zu wenige Wähler sein.

Sonst könnte man vermuten, wer wen gewählt hat.

Und die Wahl muss geheim bleiben.

 

Das Ziel ist: Die Wahl soll für Alle möglichst leicht sein.

Keiner soll Probleme haben, seine Stimme abzugeben.

Sonder-Stimm-Bezirke

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Nicht alle Wähler können ohne Probleme ins Wahl-Lokal gehen.

Oft müssen deshalb weitere Stimm-Bezirke eingerichtet werden.

Mit zusätzlichen Wahl-Lokalen für Menschen in besonderen Situationen.

Sie heißen: Sonder-Stimm-Bezirke.

Das ist zum Beispiel wichtig:

Wenn viele Wahl-Berechtigte nicht zum eigentlichen Wahl-Lokal gehen können.

Weil die Menschen in einer Einrichtung leben.

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Zum Beispiel im:

  • Alten-Heim
  • Alten-Wohnheim
  • Erholungs-Heim
  • Krankenhaus
  • Pflege-Heim
  • und einer ähnlichen Einrichtung.

 

Damit diese Menschen es einfacher haben,

werden besondere Wahl-Lokale bei Ihnen im Haus gebildet.

Also in einem großen Krankenhaus oder einem Altenheim.

Ob es diese Sonder-Stimm-Bezirke gibt, entscheidet die Wahl-Organisation.

Sie sagt auch: wo und wie viele es gibt.

Repräsentative Stimm-Bezirke

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Es gibt noch eine besondere Art von Stimm-Bezirk.

Dort werden die Wahlen besonders beobachtet.

Weil man mehr über die Wahlen erfahren möchte.

Dazu prüft man Stimm-Bezirke, die repräsentativ sind.

Repräsentativ heißt:

Es ist wahrscheinlich, dass das Ergebnis dort auch für andere Bezirke gilt.

So kann man einen Durchschnitt herausbekommen.

Sie heißen deswegen: repräsentative Stimm-Bezirke.

 

Mit den Infos macht das Amt dann eine Wahl-Statistik.

Statistik bedeutet: Etwas wird untersucht.

Und die Zahlen dann ausgewertet.

Zum Beispiel: Mit einer Tabelle.

So sind die Ergebnisse oft leichter zu verstehen.

Das schwere Wort dafür ist: repräsentative Wahl-Statistik.

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Untersucht wird zum Beispiel:

Wen haben die jungen Menschen gewählt?

Wem haben die Älteren Ihre Stimme gegeben?

Wen haben hauptsächlich Männer gewählt?

Wen haben die Frauen gewählt?

 

Wenn Sie in einem solchen Stimm-Bezirk leben,

steht das auf Ihrer Wahl-Benachrichtigung:

Dann ist rechts neben der Nummer im Wähler-Verzeichnis ein Buchstabe.

© Lebenshilfe Bremen e. V./S. Albers*

Wichtig:

Auch wenn die Wahlen ausgewertet werden, Ihre Wahl bleibt geheim!

Keiner kennt die Namen der Wähler.

Niemand weiß, wer wen gewählt hat.

Es ist erlaubt, solche Dinge zu prüfen.

Das steht im Gesetz.

Es heißt: Wahl-Statistik-Gesetz.

Weitere Infos

* Die Bilder gehören:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.