Das Wichtigste

  • In Gefahrensituationen: 110 wählen!
  • Ärztliche Hilfe: 112 wählen!

 

Beratung nach sexuellen Übergriffen

Bundesweites Hilfetelefon: 08000 / 116016

www.hilfetelefon.de
Beratung und Hilfe
Polizei Köln

Gefahrensituationen kann es geben

Was können Sie selbst für Ihre Sicherheit tun?

  • Planen Sie schon vorher, wie Sie sicher nach Hause kommen - am besten in Begleitung.
  • Informieren Sie sich über die Strecke und Fahrpläne von Bus und Bahn. So lässt sich unnötiges Warten vermeiden. Nutzen Sie keine dunklen, abgelegenen und unübersichtlichen Straßen. Rufen Sie gegebenenfalls unter 2882 oder 170000 ein Taxi.
  • Es ist immer eine gute Idee, das Handy griffbereit zu haben – denken Sie vorher ans Aufladen!
  • Benutzen Sie keine Ohrstöpsel oder Kopfhörer, damit Sie eventuelle Gefahrensituationen rechtzeitig wahrnehmen können.

Wie verhalten Sie sich richtig an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln?

An Haltestellen und Bahnhöfen sollten Sie sich in gut beleuchteten Bereichen und gegebenenfalls in der Nähe anderer Menschen oder Gruppen aufhalten. Setzen Sie sich in Bus oder Bahn ganz nach vorne in die Nähe der Fahrerin oder des Fahrers. Schauen Sie nach den roten Notrufknöpfen in Fahrzeugen und an Haltestellen.

Eine Situation kommt Ihnen bedrohlich vor?

Trauen Sie Ihren eigenen Gefühlen früher und nehmen Sie Ihre Wahrnehmungen schneller ernst! Wenn Sie eine Gefahrensituation wahrnehmen oder befürchten, versuchen Sie der Situation aus dem Weg zu gehen.

Beispiel:

Sie sehen Karneval eine Ansammlung nicht kostümierter Männer beziehungsweise Männer und Frauen, die Alkohol konsumieren und offensichtlich nicht am Karnevalsgeschehen teilnehmen. Sie haben Sorge, angepöbelt zu werden? Sie befürchten es könnte, aufgrund des Verhaltens der Personen untereinander, zu Aggressionen auch gegen Sie kommen? 

  • Tun Sie so, als würden Sie im Gehen mit dem Handy telefonieren oder telefonieren Sie tatsächlich.
  • Nehmen Sie einen Umweg in Kauf
  • Nehmen Sie gegebenenfalls die nächste Bahn
  • Schließen Sie sich einer friedlichen Gruppe an
  • Wenden Sie sich an Einsatzkräfte von Polizei, Stadt, Rettungsdiensten

Sicherheitshalber eine Waffe oder zum Beispiel Tränengas mitnehmen?

Davon ist auf jeden Fall abzuraten, denn Sie müssen immer damit rechnen, dass Waffen wie Tränengas, Pfefferspray oder ähnliches dem Angreifer in die Hände fallen und dann gegen Sie eingesetzt werden könnten. Viel nützlicher ist ein Schrillalarm, der für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgt. 

Angriff, die beste Verteidigung?

Nein. Versuchen Sie einer körperlichen Konfrontation immer auszuweichen. Wenn Sie den ersten Schritt machen, kann das beim Anderen zu gewalttätigen Reaktionen führen.

Holen Sie Hilfe

Besser ist es, Sie holen sich frühzeitig Hilfe und sorgen für Öffentlichkeit. Sprechen Sie andere Menschen konkret an, benennen Sie die Person und sagen Sie, welche Hilfe Sie erwarten. Zum Beispiel: "Sie mit dem roten T-Shirt, rufen Sie die Polizei!" Alternativ bekommen Sie auch Hilfe in einem Geschäft, an einer Tankstelle, in einer Gaststätte. Scheuen Sie sich auch nicht davor, an einer Haustür zu klingeln.

Zögern Sie nicht eine Notrufsäule zu benutzen. Wählen Sie den Polizei-Notruf 110 oder ärztliche Hilfe unter 112.

Was tun, wenn eine Konfrontation unausweichlich ist?

Setzen Sie Ihre Stimme ein, werden Sie laut und grenzen Sie sich ab. Sagen Sie Ihrem Gegenüber klar: "Lassen Sie mich in Ruhe!" Benutzen Sie immer die "Sie"-Form, damit Außenstehende merken, dass Sie den anderen nicht kennen. Nehmen Sie Ihren Schlüsselbund oder ähnliches zur Hand, damit Sie sich bei einem Angriff sofort wehren können.

Sind die Täter immer Fremde?

Nein. Oftmals sind Täter (flüchtige) Bekannte oder Freunde. Sein Sie deshalb wachsam und achten Sie darauf, von wem Sie sich begleiten oder nach Hause fahren lassen.

Wie lernen Sie das richtige Verhalten in Gefahrensituationen?

Es gibt Kurse in denen Frauen die Grundprinzipien der Selbstbehauptung und der Selbstverteidigung erlernen können, in Köln zum Beispiel bei der VHS und in Sportvereinen. Empfehlenswerte Angebote finden Sie im Flyer "Stark trifft Sicher".

Stark trifft sicher
PDF, 902 kb
Partysicherheit für junge Frauen

Und wenn doch etwas passiert ist: Professionelle Beratung nach Sexualdelikten

Betroffenen Frauen empfehlen wir unbedingt, zeitnah Beratung in Anspruch zu nehmen.

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Sicher unterwegs mit Begleit-App WayGuard

© AXA Konzern AG

Lassen Sie sich auf Ihrem Nachhauseweg vom Team WayGuard begleiten. Zusätzlich können Sie sich auch durch eine von Ihnen gewählte Vertrauensperson begleiten lassen. Per Telefon oder Chat können Sie Kontakt halten. Sollte es zu einer Gefahrensituation kommen, können alle Beteiligten einen Notruf auslösen. Dabei wird Ihre genaue Position an die Polizei weitergegeben.

Sind Sie gut zu Hause angekommen? Dann informieren Sie mit nur einem Klick alle darüber.

Außerdem hält WayGuard wichtige kriminalpolizeiliche Präventions- und Verhaltenstipps für Sie bereit.

Die App, die gemeinsam von der AXA Köln AG und der Polizei Köln entwickelt wurde, ist für alle iOS und Android Geräte kostenlos zum Download verfügbar.

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