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Sie wollen deutscher Bürger oder deutsche Bürgerin werden?
Das schwere Wort dafür ist: Ein-bürgern oder Ein-bürger-ung.

Dafür müssen Sie immer einen Antrag im Amt stellen.
Dabei beraten Sie unsere Sach-Bearbeiter und Sach-Bearbeiterinnen.
Die Beratung ist kostenlos.
Gehen Sie bitte zur Beratung,
bevor Sie den Antrag stellen.

Sie können den Antrag zur Einbürgerung stellen:

  • Wenn Sie dauerhaft in Deutschland leben.
  • Wenn Sie mindestens 16 Jahre alt sind.

Kinder unter 16 Jahren können keinen Antrag stellen.
Für sie muss der gesetzliche Vertreter den Antrag stellen.
Das sind meistens die Eltern.
Oder eine andere Person, die sich um das Kind kümmert.

Auf dieser Seite erklären wir:
Was Sie für die Einbürgerung brauchen.
Und wer Ihnen dabei helfen kann.

Was brauche ich für die Einbürgerung?

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Diese Unterlagen müssen Sie in jedem Fall zeigen:

  • Antrag zur Einbürgerung

Den Antrag bekommen Sie bei unserer Beratung.
Füllen Sie danach den Antrag aus.
Aber unterschreiben Sie den Antrag noch nicht!
Unterschreiben Sie den Antrag bitte erst im Amt.
Bringen Sie den Antrag ohne Unterschrift mit.

  • Pass-Foto

Das Foto soll aktuell sein.
Das heißt: Das Foto soll nicht älter als 3 Monate sein.

Sie können das Foto nicht als E-Mail schicken.
Fotos am Computer sind nicht erlaubt.
Das schwere Wort dafür ist: Digitale Fotos.
Digitale Fotos sind nicht erlaubt.
Sie müssen ein gedrucktes Foto zu uns bringen.

  • Lebenslauf

Ihren Lebenslauf können Sie mit der Hand schreiben.
Oder am Computer.
Das sollte in Ihrem Lebenslauf stehen:

  • Ihre Ausbildung in der Schule und im Beruf.
  • Wenn Sie Mitglied in einem Verein sind.
  • Oder wenn Sie ehrenamtlich arbeiten.
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  • Pass oder Reise-Ausweis
    oder ein elektronischer Aufenthalts-Titel

Die Abkürzung für elektronischer Aufenthalts-Titel ist: eAT
Der eAT ist eine Plastik-Karte.
Auf dem eAT steht: Dass Sie an einem Ort wohnen dürfen.
Und dass an einem Ort arbeiten dürfen.

Der eAT ist eine Erlaubnis für Ihren Aufenthalt.
Der eAT gilt als Ersatz für einen Pass.

Wenn Sie noch keinen eAT haben,
muss der aktuelle Aufenthalts-Titel in Ihrem Pass stehen.

  • Geburts-Urkunde

Wenn Sie nicht in Deutschland geboren sind
und keine deutsche Geburts-Urkunde haben,
dann müssen Sie eine inter-nationale Geburts-Urkunde zeigen.
Oder die Original-Urkunde aus dem Ausland und eine beglaubigte Übersetzung.

Hier finden Sie Infos zum Beglaubigen von Urkunden.

Wenn Sie in Köln geboren sind und eine aktuelle Urkunde brauchen,
dann benutzen Sie bitte den Urkunden-Service vom Standes-Amt.

Urkunden-Service vom Standes-Amt
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Weitere Urkunden

Sie müssen weitere Unterlagen vorzeigen,
wenn Sie nicht ledig sind.
Das heißt: Wenn Sie verheiratet sind.
Oder wenn Sie geschieden sind.
Dann müssen Sie uns weitere Papiere zeigen.

Welche Papiere Sie uns zeigen müssen,
sagen wir Ihnen bei der Beratung.

Sie müssen nachweisen, dass Sie Deutsch sprechen.
Als Nachweis für Ihre Deutsch-Kenntnisse müssen Sie uns einen Abschluss von einer deutschen Schule zeigen:

  • Haupt-Schule,
  • Real-Schule,
  • Gymnasium oder
  • Gesamt-Schule

Oder Sie zeigen uns Ihr Deutsch-Zertifikat mit dem Niveau B 1.
Das Deutsch-Zertifikat muss von einem Telc-Träger sein.
Die Abkürzung Telc steht für: The European Language Certificates
Das ist Englisch und bedeutet: Europäische Sprach-Zertifikate

Zertifikat bedeutet: Ein Zeugnis für eine europäische Sprache.
Die Zertifikate bekommen Sie zum Beispiel bei der Volks-Hoch-Schule Köln.

Infos zu Zertifikaten bei der Volks-Hoch-Schule Köln
  • Nachweis über staats-bürgerliche Kenntnisse

Sie müssen Ihre staats-bürgerlichen Kenntnisse nachweisen.
Das heißt: Sie müssen zeigen, was Sie wissen zu

  • Deutscher Politik
  • Deutscher Kunst und Kultur
  • Deutscher Tradition und Geschichte

Als Nachweis können Sie uns

1. Ihren Abschluss von einer deutschen Schule zeigen.
Zum Beispiel:

Abschluss von der Haupt-Schule,

Abschluss von der Real-Schule,

Abschluss vom Gymnasium oder

Abschluss von der Gesamt-Schule

2. Oder den Abschluss vom Einbürgerungs-Test.
Den Test können Sie in Köln nur bei der Volks-Hoch-Schule machen.

Einbürgerungs-Kurs und Einbürgerungs-Test
  • Nachweis über Ihr Einkommen

Sie müssen Nachweise über Ihr Einkommen in den letzten 3 Monaten zeigen.
Zum Beispiel:

  • Gehalts-Abrechnungen
  • Ihren Arbeits-Vertrag
  • Konto-Auszüge von der Bank.

Bei der Beratung sagen wir Ihnen,
ob Sie weitere Unterlagen zeigen müssen.

Wo stelle ich den Antrag auf Einbürgerung?

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Wir beraten Sie zur Einbürgerung in unserem Beratungs-Büro.

Das Beratungs-Büro ist im Kalk-Karree.

Das ist die Adresse:

Einbürgerungs-Abteilung
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln-Kalk

Sie finden uns in den Gebäude-Teilen "G" und "H".
Sie finden uns dort in der 2. Etage.

Die Zimmer-Nummer setzt sich zusammen aus:

  • der Etage,
  • dem Gebäude-Teil,
  • der Zimmer-Nummer.

Das Beratungs-Büro ist in den Zimmern 2 H 05 und 2 H 06.
Also: In der 2. Etage im Gebäude-Teil "H" in den Zimmern 5 und 6.

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Rufen Sie bitte vorher an,
um einen Termin für die Beratung zu machen.

Die Telefon-Nummern vom Beratungs-Büro sind:
0221 / 221-28735 und 0221 / 221-23521

Sie können auch ohne Termin zu uns kommen
am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
von 8 bis 12 Uhr.

Ausnahme:

Mittwochs gibt es keine persönliche Beratung im Beratungs-Büro.
Mittwochs können Sie nicht persönlich zu uns kommen.
Mittwochs können wir Sie nur am Telefon beraten.
Wenn Sie am Mittwoch Beratung brauchen, rufen Sie uns an.

Wie stelle ich den Antrag auf Einbürgerung?

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Sie müssen den Antrag persönlich bei uns abgeben.
Dazu brauchen Sie immer einen Termin.
Machen Sie bitte vorher einen Termin mit Ihrem Sach-Bearbeiter
oder Ihrer Sach-Bearbeiterin.
Nach der Beratung stellen Sie den Antrag.

Wer für Sie zuständig ist,
richtet sich nach dem 1. Buchstaben von Ihrem Familien-Namen.

Wenn Sie auf den Link klicken, öffnet sich eine neue Seite.
Auf dieser Seite stehen die Sach-Bearbeiter und Sach-Bearbeiterinnen.

Hier finden Sie die richtige Telefon-Nummer und Zimmer-Nummer.

Muss ich persönlich vorsprechen?

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Ja.
Für den Antrag auf Einbürgerung müssen Sie immer zu uns ins Amt kommen.

Kommen Sie bitte zur Beratung,
bevor Sie den Antrag stellen.

Kommen Sie am besten dienstags oder donnerstags
zwischen 8 und 12 Uhr.

Bei der Beratung bekommen Sie den Antrag und ein Merk-Blatt.
Darin stehen alle wichtigen Infos und Unterlagen für den Antrag.

Bei der Beratung prüfen wir, ob eine Einbürgerung möglich ist.

Wenn eine Einbürgerung möglich ist,
füllen Sie den Antrag aus.
Bitte unterschreiben Sie den Antrag noch nicht!

Sie bekommen dann einen neuen Termin.
Bei diesem neuen Termin geben Sie Ihren Antrag ab.
Erst dann unterschreiben Sie den Antrag.

Wie viel kostet die Einbürgerung?

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Die Einbürgerung kostet

  • 255 Euro pro Person.
  • 51 Euro für Kinder unter 18 Jahren ohne Einkommen.
  • 51 Euro für heimat-lose Ausländer und Ausländerinnen.

Wichtig:

Wenn Sie den Antrag unterschreiben,
müssen Sie eine Anzahlung bezahlen.

Die Anzahlung entspricht 75 Prozent von der Gebühr!
Das sind 191 Euro.

Sie können mit Bar-Geld bezahlen.
Das heißt: Sie können mit Geld-Scheinen und Münzen bezahlen.

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Oder Sie können auch mit Ihrer EC-Karte bezahlen.
Eine EC-Karte ist eine Karte aus Plastik.
Die Karte haben Sie bei der Bank für Ihr Konto bekommen.
Sie können damit ohne Bar-Geld bezahlen.

Wenn wir Ihrem Antrag auf Einbürgerung zustimmen
und Sie eine Urkunde bekommen,
dann müssen Sie die restlichen 64 Euro zahlen.

Wo finde ich Gesetze zur Einbürgerung?

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Die Regeln zur Einbürgerung stehen
im Staats-Angehörigkeits-Gesetz.
Die Abkürzung dafür ist StAG.

Hier finden Sie Links zu wichtigen Infos aus dem StAG.

Anspruch auf Einbürgerung nach § 10 Staats-Angehörigkeits-Gesetz Einbürgerung bei deutschem Ehe-Gatten oder Lebens-Partner nach § 9 Staats-Angehörigkeits-Gesetz Ermessens-Einbürgerung nach § 8 Staats-Angehörigkeits-Gesetz Mit-Einbürgerung von Ehe-Gatten und Kindern

Weitere Links zum Thema

Weitere Informationen

* Die Bilder gehören:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.