Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

© Regiestelle "Demokratie leben!"/Andreas Schickert

Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland, die sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Durch das Bundesprogramm werden in ganz Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise darin unterstützt, im Rahmen von lokalen "Partnerschaften für Demokratie" Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln und umzusetzen. (BMFSF, 2016).

 

Gemeinsam mit der AWO Köln haben wir im August 2015 mit dem Aufbau der Partnerschaft für Demokratie Köln begonnen. Unterstützt werden wir durch einen Begleitausschuss bestehend aus Personen der städtischen Verwaltung, des NS-Dokumentationszentrums Köln, zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, religiös orientierten Trägereinrichtungen und Vereinen aus dem Stadtgebiet sowie der Polizei Köln.

Der Fokus der Partnerschaft für Demokratie Köln liegt auf den Stadtbezirken Chorweiler, Kalk und Mülheim. Dort werden die sozialen Problemlagen besonders deutlich. Deshalb werden in diesen Stadtbezirken Projekte und Initiativen initiiert und gefördert sowie Netzwerke aufgebaut und gefestigt, die sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und extremistische Orientierungen und Handlungen richten und sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen.  

Jährlich lädt die Partnerschaft für Demokratie zu Zielfindungskonferenzen in den einzelnen Stadtbezirken ein. In diesen Zielfindungskonferenzen soll gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren an der Ausrichtung und den Zielen der Partnerschaft für Demokratie Köln gearbeitet werden.

Unsere Projekte im Überblick

  • Das Projekt "Demokratie...wir müssen reden" des Trägers Förderungs- und Bildungsgemeinschaft für Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e. V. ist ein Vorhaben zur Demokratiebildung für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen dem 12. und 25. Lebensjahr.
  • Das Vorhaben "JugendforumKalk" des Trägers Pavillon e. V., in Verbund mit den AbenteuerHallenKalk und der evangelischen Jugend Köln Humboldt-Kalk, ist ein Projekt zur Jugendpartizipation mit dem Fokus auf demokratische Mitbestimmungsprozesse im Stadtbezirk Kalk für Jugendliche und junge Heranwachsende.
  • "Wir reden mit! - Wer mitreden will, muss gut informiert sein" ist ein Vorhaben des Coach e. V. - Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten. Das Sensibilisierungsprojekt für politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr und deren Eltern fokussiert sich auf den Stadtbezirk Kalk.
  • Das Vorhaben "Der Ort an dem wir leben2" des Trägers Kölner-Künstler-Theater ist ein theaterpädagogisches Projekt zum Themenbereich Antisemitismus, das sich an Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 14 Jahren richtet.
  • Das Projekt "Roma Museum" setzt sich mit den Biographien von Sinti und Roma auseinander und schließt mit einer öffentlichen Ausstellung ab. Das Projekt zielt darauf ab, Ressentiments abzubauen und gibt Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit ihrer Kultur ressourcenorientiert auseinander zu setzen.
  • Das Projekt "Hejo-Wir packen an!" ermöglicht Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren sich mit der Frage "Wie können wir Demokratie stärken?", auseinanderzusetzen. Gemeinsam singen sie Lieder, schreiben eigene Texte und Lieder. Die Lieder werden abschließend professionell aufgenommen und im Internet zugänglich gemacht.
  • Das Projekt "Junge Begegnungen" gibt Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren aus dem Bezirk Mülheim die Möglichkeit zur Frage: Was bedeutet Demokratie für mich? Und für dich? Es werden Leporellos oder Poster mit Texten und Fotos erstellt. Die Werke werden in Schulen und Jugendeinrichtungen verteilt. Die großformatigen Fotos werden zum Ausstellen zur Verfügung gestellt.
  • Das Projekt "FrauenSprachCafé" im Integrationshaus Kalk bietet geflüchteten Frauen in Köln einen geschützten Raum für Vernetzung und Austausch untereinander und mit feministischen Unterstützerinnen und Unterstützern aus Köln. Damit den Frauen eine Beteiligung am Projekt erleichtert wird, steht eine Kinderbetreuung während den Veranstaltungen zur Verfügung.
  • Das Projekt "Lauftreff für geflüchtete Menschen" bietet Menschen mit Fluchtgeschichte den Freiraum, sich durch ein regelmäßiges Lauftraining körperlich betätigen zu können. Hiermit soll die häufig angespannte Situation in den Unterkünften entspannt werden.

Kontakt

Bei Fragen oder Anregungen zum Bundesprogramm "Demokratie leben!" stehen Ihnen unsere Kooperationspartnerin AWO Köln oder wir gerne zur Verfügung.

Kontaktformular an das Amt für Kinder, Jugend und Familie - Fachstelle "Demokratie leben!" AWO Köln - Fachstelle für Gewaltprävention/"Demokratie leben!"

Förderung

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

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