in den Dienststellen der Stadt Köln

Menschen mit einer Hör- und/oder Sprachbehinderung fällt es schwerer einen Antrag zu stellen oder nach einer Auskunft zu fragen. Wir wollen Ihnen eine Kommunikationshilfe anbieten.

Welche Hilfe wir Ihnen geben können, hängt von Ihrem Bedarf und unseren Möglichkeiten ab. Wir können nicht in allen Dienststellen alle Kommunikationshilfen bereit halten. Es ist deshalb gut, wenn wir genügend Zeit zur Vorbereitung haben.

Wir müssen von Ihnen also als Erstes wissen, welche Kommunikationshilfe Sie brauchen.

Schriftliche Kommunikation als Hilfe

Wenn Ihnen die schriftliche Kommunikation als Hilfe ausreicht, kann Sie die zuständige Sachbearbeiterin oder der zuständige Sachbearbeiter unterstützen, indem sie oder er das Besprochene inhaltlich schriftlich zusammenfasst. Zusätzlich oder stattdessen können Sie eine Vertrauensperson zur Unterstützung mitbringen.

Kommunikation mit Gebärdensprache

Wenn Sie eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher für Deutsche Gebärdensprache oder Lautsprachbegleitende Gebärden benötigen, müssen Sie dies circa zwei Wochen vor Ihrem Termin Ihrer Sachbearbeiterin oder Ihrem Sachbearbeiter sagen. Ihre Sachbearbeiterin oder Ihr Sachbearbeiter werden dann die Dolmetscher für Sie beauftragen.

Andere Kommunikationshilfen

Wenn Sie auf Lormen, Nießen oder andere Kommunikationshilfen angewiesen sind, müssen Sie Ihrer Sachbearbeiterin oder Ihrem Sachbearbeiter dies circa vier Wochen vor Ihrem Termin mitteilen. Dies ergibt sich aus der geringeren Anzahl an geeigneten Dolmetscherinnen und Dolmetschern hierfür. Sie können aber auch selber eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher für Lormen oder Nießen beauftragen.

Erstattung der Kosten für das Dolmetschen

Bitte beachten Sie, dass die Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetscher von den Beschäftigten der Stadtverwaltung beauftragt werden. Eine andere Regelung ist nur in Absprache möglich.

Die Kosten für die Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Lormen und Nießen werden Ihnen erstattet, egal ob Sie oder Ihre Sachbearbeiterin oder Ihr Sachbearbeiter diese beauftragt haben.

Die Kosten für Dolmetscherinnen und Dolmetscher werden nach den Regelungen in § 5 KHV NRW  erstattet. Am Ende des Gesprächstermins werden alle Zeiten und Kosten festgehalten. Dazu gehören:

  • Wartezeiten
  • Fahrzeiten und Fahrtkosten
  • Einsatzzeiten

Die Dienststelle, bei der Sie den Gesprächstermin hatten, erstattet der Dolmetscherin oder dem Dolmetscher ihre/seine Kosten. 

Wenn Sie als Dolmetscherin oder Dolmetscher eine Vertrauensperson mitbringen, kann der Betrag geringer sein. Dies ist immer dann der Fall, wenn Ihre Vertrauensperson das Dolmetschen nicht beruflich ausübt.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlage

    Im Landesgleichstellungsgesetz von Nordrhein-Westfalen ist festgelegt, dass Menschen mit einer Hör- oder Sprachbehinderung einen Anspruch auf Kommunikationshilfen haben, um ihre Rechte wahrnehmen zu können. Dies gilt für alle Verwaltungsverfahren. Weiter Informationen finden Sie in:

  • §§ 1, 2 und 8 im Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen
  • Verordnung zur Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen (Kommunikationshilfenverordnung - KHV NRW)
  • Richtlinie für den Einsatz von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen bei der Stadtverwaltung Köln