In diesem Jahr haben wir zum sechsten Mal den Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB) ausgeschrieben.

Ihre Bewerbung war bis zum 14. September 2013 möglich.

Die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2013 im Historischen Rathaus statt.

Was war wichtig?

  • Sie konnten sich mit allen Projekten bewerben, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in unserer Stadt fördern.
  • Das Vorhaben sollte beispielhaft und möglichst neu für Köln sein.
  • Der Erfolg der Arbeit ist bereits in der Praxis sichtbar.
  • Die Auswirkungen des Projekts sollen über einen längeren Zeitraum spürbar sein.
  • Sie sind eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Menschen mit Behinderung müssen wesentlich mitwirken!
  • Die Gruppe ist in Köln ansässig und hat hier ihren Tätigkeitsschwerpunkt.
  • Sie haben mit dem Vorschlag nicht bereits bei einem anderen Wettbewerb gewonnen.

Was können Sie gewinnen?

Die Auswahl der preiswürdigen Arbeiten übernimmt eine Jury. Sie kann die Auszeichnung einer Gruppe zusprechen oder zwischen bis zu drei Gruppen aufteilen. Die Gewinnerinnen und Gewinner bekommen insgesamt 5.000 Euro.

Mitglieder der Jury

  • Rainer Schmidt, Referent, Pfarrer, Sportler und Kabarettist, als Person des öffentlichen Lebens,
  • Henriette Reker, Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt
  • Michael Paetzold, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Senioren
  • Adelheid Langes und Sandra Meinert, Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
  • der/die Behindertenbeauftragte der Stadt Köln

Prominentes Mitglied der Jury ist diesmal Rainer Schmidt, ein Mann mit vielen Berufen: Referent, Pfarrer, Sportler und Kabarettist.

Rainer Schmidt wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren. Er schreibt:

Ich war mir meiner Behinderung kaum bewusst. Die Spielkameraden kannten mich von klein auf und die Erwachsenen nahmen es wie es war. So lernte ich einen guten Umgang mit dieser Grenze.

Im Alter von 12 Jahren fing er an, Tischtennis zu spielen. 1980 hat ihn Adolf Krenzke, Mitglied der VSG Wipperfürth, für den Behindertensport entdeckt. Bereits 1983 wurde er in den Nachwuchskader der Nationalmannschaft des Deutschen Behinderten Sportverbandes berufen. Außerdem spielte er 1983 bereits sein erstes internationales Turnier, gewann aber leider kein einziges Spiel.

Das holte ich später glücklicherweise nach,

kommentiert Schmidt lächelnd.

Die internationale Tischtenniskarriere beendete er 2008 mit seinen siebten Paralympischen Spielen in Peking. Wenn er heute Tischtennis spielt, dann in der Bezirksklasse für Fortuna Bonn.

Nach dem Studium der evangelischen Theologie und seiner Tätigkeit als Pfarrer in Schildgen arbeitet er seit Oktober 2005 beim Pädagogisch-Theologischen Institut in Bonn. Seit 2010 mit halber Stelle, was ihm Freiraum für seine freiberuflichen Tätigkeiten gibt.

Schmidt antwortet auf die Frage, warum er jetzt auch als Kabarettist auf der Bühne stehe: "Das war ein Versehen. Ich habe immer wieder versucht, ernste Vorträge zu halten. Das ging aber häufig schief." Und so ist er seit Mai 2012 mit seinem ersten abendfüllenden Bühnenprogramm "Däumchen drehen" auf Tournee.

Weiterführende Informationen

E-Mail an das Büro der Behindertenbeauftragten