Bearbeitung durch Kister Scheithauer Gross, Köln mit KLA Kipar Land­schaftsarchitekten, Duisburg

Die Transformation der Stadt ist ein permanenter Prozess, der Zellregeneration eines Lebewesens vergleichbar. Zwei Begriffe sind wichtig: die Verankerung und die Übergänge zu anderen Stadtteilen als "Membran" sowie die Identität des Stadtteils als "Kern".

Deutz ist von stadträumlich nicht vernetzten Großbauten geprägt. Es wird vorgeschlagen, die Qualität der öffentlichen Räume zwischen diesen Bauten zu erhöhen und einen Ring von der Deutzer Brücke über das Fachhochschulgebäude zum Deutzer Hafen auszubilden.

Die Aktivierung des Membranraums als fußläufige Verbindung mit räumlichen Qualitäten ist nicht nur für Deutz ein Gewinn, sondern auch ein Anknüpfungspunkt für Vernetzungen mit Gremberg, Kalk und Porz. Der Raum für den ruhenden Verkehr wird eingeschränkt und verlegt. Die Severinsbrücke wird mit einem Parkhaus unterbaut (Quartierparkhaus Deutz), darüber hinaus wird eine ringförmige Shuttlebus-Linie eingerichtet.

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Skizze möglicher Anwohnergärten in Deutz, Quelle: Kister Scheithauer Gross /KLA

Freiräume sind zu "belichten", von Überflüssigem zu befreien. Straßenbegleitendes Grün, Baumalleen und breitere Bürgersteigzonen werden geplant. Durch die Verringerung überbreiter Straßenräume verlieren diese ihre trennende Wirkung. Die raumwirksame Umsetzung der Idee des City Gardening als das Bepflanzen bestimmter Freiflächen durch die Bürgerinnen und Bürger leistet einen Beitrag dazu.

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Konzept für eine zweigeschossige Nachverdichtung in Deutz, Quelle: Kister Scheit-hauer Gross /KLA

Da in Deutz ein hoher Bedarf an Wohnraum besteht, wird eine bauliche Nachverdichtung mittels Aufstockung vorgeschlagen - im Einklang mit dem Angebot qualitativer öffentlicher Räume.

Ihre Anregungen und Fragen zu den vorgestellten Ergebnissen nehmen wir gerne entgegen.

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