Die Planungen zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt können nun konkretisiert werden. Die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne stadt GmbH übernimmt die Realisierung des 35 Millionen Euro-Projektes. Das hat der Rat am 30. Juni 2016 beschlossen. 

Das Hertie-Gebäude am Friedrich-Ebert-Platz wird nach dem Rückbau Platz für drei kleiner dimensionierte Gebäude machen. In diesen sollen im Erdgeschoss Einzelhandelsflächen entstehen, darüber insgesamt 150 Wohnungen. In einem Gebäude soll ein Lebensmittelmarkt einziehen und für zusätzliche Passanten sorgen, unter dem Areal soll eine Tiefgarage mit 243 Stellplätzen entstehen.

2017 soll mit dem Abriss der Hertie-Immobilie sowie mit dem Aushub der Tiefgarage begonnen werden. Mit einer Fertigstellung des Gesamtprojekts ist frühestens 2022 zu rechnen.

Zum Hintergrund

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Hertie Kaufhaus 2015

Das Hertie-Kaufhaus in Porz wurde am 31. August 2009 geschlossen. Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss am 11. Juli 2013, die Grundlage für eine städtebauliche Neuordnung in der Porzer Innenstadt durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu schaffen. Aufgrund der Insolvenz der Hertie GmbH war damals jedoch ein Ende des bereits vier Jahre andauernden Stillstands und damit die Grundlage für die gewünschte städtebauliche Neuordnung nicht in Sicht. Daher beschloss der Rat, das ehemalige Hertie-Kaufhaus aus der Insolvenzmasse zu erwerben. Im April 2014 wurde der Kaufvertrag beurkundet.

Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt

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Luftbild Porzer Innenstadt 2015

Unmittelbar nachdem wir im Oktober 2014 die Schlüsselgewalt über das Gebäude erlangten, wurde moderne stadt – Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH - mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Umnutzung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses und zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt beauftragt.

Ziel der Studie sollte sein, das Umfeld des ehemaligen Hertie-Gebäudes neu zu ordnen. Um dieses Ziel zu erreichen, forderte der Stadtentwicklungsausschuss, zunächst ein städtebauliches Gutachterverfahren unter Beteiligung von mindestens sieben Büros zur Erstellung eines Entwurfes vorzubereiten. In der Studie wurden dann unterschiedliche Alternativen im Umgang mit der leerstehenden Hertie-Immobilie untersucht.

Am 10. September 2015 hat der Stadtrat als Grundlage zur weiteren Entwicklung das städtebauliche Planungskonzept Variante B 1 der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz beschlossen. Diese durch "moderne stadt - Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH" vorgelegte Variante sieht städtebauliche Neuordnung mit Einzelhandel und Wohnungen vor. 

Beschluss des Rates zur Umsetzung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
Machbarkeitsstudie Innenstadt Porz - Broschüre
PDF, 19912 kb

Bürgerbeteiligung - Einladung zur Diskussion

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Diskusionsrunde während des Workshops

Bevor der Rat im September 2015 den Beschluss gefasst hatte, wurde die Machbarkeitsstudie den Bürgerinnen und Bürgern im März 2015 in einem Workshop vorgestellt. Ziel war es, gemeinsam mit der Bevölkerung eine Vorzugsvariante zu benennen, um den Umgang mit der leerstehenden Hertie-Immobilie und dem Friedrich-Ebert-Platz vorzubereiten und die städtebauliche Zielrichtung zu bestimmen. Die von den Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Anregungen wurden geprüft und bewertet.

Im Februar 2016 wurde den Bürgerinnen und Bürgern dann der aktuelle Planungsstand zum städtebaulichen Konzept vorgestellt und erläutert. Alle Interessierten konnten mit den Fachleuten über die städtebaulichen Planungen diskutieren.

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Modell Porzer Innenstadt
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Notizen der Bürgerinnen und Bürger
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Großes Interesse beim Plenum
Dokumentation Workshop 26. März 2015
Download Präsentation 18. Februar 2016
PDF, 2846 kb

Grundlagen

Betrauung der moderne stadt GmbH mit der Revitalisierung der Porzer Innenstadt

Beschlussvorlage

Grundsatzbeschluss zur Umsetzung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie

Beschlussvorlage

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