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Wir unterstützen bauwillige private Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer bei der Schließung von Baulücken. Wir beraten und helfen unter der Rufnummer 0221 / 221-33363 der Bürgerberatung Bauen.

Es ist hilfreich, wenn Sie für die Beratungsgespräche sämtliche Unterlagen zu Ihrem Grundstück bereit halten oder beschaffen (Grundbuchauszüge, Flurkartenauszüge, Bestandspläne bei Mindernutzungen, Fotos, Baulast- und Grundbucheintragungen).

Aufgrund des zurückgegangenen Bestandes an Baulücken stellen wir die Ansicht der Baulücken im Kölner Stadtplan nicht mehr zur Verfügung.

Bürgerberatung der Bauaufsicht

Definition und Bedeutung der Baulücken

Baulücken sind unbebaute Grundstücke an ausgebauten Straßen mit einer Straßenfront bis zu 80 Metern oder bebaute Grundstücke, die zu weniger als 50 Prozent der möglichen Nutzung bebaut sind (Mindernutzungen). Die Baulücken sind baureifes, wertvolles Bauland in gewachsenen Gebieten mit kompletter technischer und sozialer Infrastruktur für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Die in Baulücken geschaffenen Wohnungen sind wegen des vorhandenen funktionierenden Umfeldes begehrt und werden in der Regel kurzfristig bezogen.

Der Rat hat 1990 das Kölner Baulückenprogramm beschlossen, um möglichst kurzfristig eine Vielzahl neuer Wohnungen zu schaffen. Es wurden sämtliche unbebauten und mindergenutzten Grundstücke systematisch erfasst. Zu jedem Fall wurden alle verfügbaren Informationen und Unterlagen zusammengestellt. Danach sind alle Eigentümerinnen und Eigentümer angeschrieben worden, um ihnen Hilfe und Beratung anzubieten.

Bis heute konnten von rund 6.000 erfassten offenen Baulücken beziehungsweise Mindernutzungen circa 3.800 Fälle endgültig abgeschlossen werden. Hierdurch entstanden mehr als 22.000 neue Wohnungen, das sind rund sechs Wohneinheiten je Fall. Keine andere Stadt in Deutschland hat so viele Baulücken geschlossen und so viele Wohnungen in Baulücken geschaffen wie Köln.

Wo trotz aller Bemühungen keine einvernehmliche Lösung zu erzielen war, wurde zur Durchsetzung der Baulückenschließung in bisher 41 Fällen ein förmliches Baugebotsverfahren nach dem Baugesetzbuch eingeleitet.