Künstlerische Werke für den Außenraum

Der etwa 40.000 Quadratmeter große Skulpturenpark Köln liegt in unmittelbarer Nähe zu Zoo, Flora, Botanischem Garten und Seilbahn im Dreieck zwischen Zoobrücke, Konrad-Adenauer-Ufer und Riehler Straße. Inmitten der ihn umgebenden städtischen Infrastruktur lädt er einerseits zu Ruhe und Entschleunigung andererseits aber auch zu unerwarteten Begegnungen ein.

Begegnungen mit modernen zeitgenössischen Außenskulpturen, wie es sie in dieser Qualität und Anzahl nirgendwo sonst in Köln zu sehen gibt.

Der Park geht auf eine Privatinitiative des Sammlerehepaares Dr. Michael und Dr. Eleonore Stoffel im Jahr 1997 zurück. Wechselausstellungen im Rhythmus von zwei Jahren, die eine große Bandbreite moderner zeitgenössischer Außenskulptur präsentieren, haben national und international große Anerkennung gefunden.

Die nach dem Tod des Sammlerehepaares Stoffel gegründete gemeinnützige Stiftung Skulpturenpark Köln sichert die Zukunft des Skulpturenparks Köln und erhält ihn als Ort künstlerischer Dialoge. Dabei wird sie von uns unterstützt.

KölnSkulptur #8

© brigittegr

Am 14. Juni 2015 wurde mit KölnSkulptur #8 die achte Neuinszenierung von Außenskulpturen im Skulpturenpark Köln eröffnet. Kurator der Ausstellung ist Thomas D. Trummer.

Skulpturen sind widerständige Setzungen und keine Schmuckinseln.

Thomas D. Trummer

Eingefasst von stark frequentierten Durchgangsstraßen, ist der Skulpturenpark Köln ein Gelände zwischen ruhiger Enklave und urbaner Peripherie, Park und Niemandsland. Diese den Ort bestimmende räumliche Spannung greift Thomas D. Trummer in KölnSkulptur #8 auf.

Sie ist Leitmotiv seiner Künstlerauswahl und bestimmt das Thema seiner Inszenierung. Die sieben neuen Arbeiten sind begegnende Körper, Blöcke und Blicksperren. Ihre unverrückbare Gegenwart soll Anlass sein, über gegenwärtige Entwicklungen in der politischen Landschaft in Deutschland und Europa nachzudenken. Daneben belässt Thomas D. Trummer einen Großteil des Werkbestandes im Park, setzt jedoch neue Schwerpunkte und nimmt Verschiebungen vor.

Fünf der sieben neuen Werke wurden in Auftrag gegeben. Allen gemeinsam ist die Idee der Einfassung beziehungsweise ihr Gegenteil, der Ausgrenzung:

  • Der US-amerikanische Konzeptkünstler Tom Burr zeigt in den Rasen gesetzte Rahmen, die sich als Cluster verteilen. Es entsteht ein Wald aus verdunkelten Spiegeln.
  • Lois Weinberger, aus Tirol gebürtig, zieht eine Schneise durch den Park; sie ist Riss und Kerbe, zugleich Invasionsstraße für eingewanderte Pflanzen.
  • Das Kunstkollektiv Slavs and Tatars beschäftigt sich mit der Migration von Sprache, indem es eine riesige Gebetskette aus dem Boden ragen lässt.
  • Amalia Ulman, geboren in Buenos Aires, zeigt eine Skulptur aus Draht. Das Objekt ist ähnlich der Namensschilder oder kleiner Schmuckstücke gestaltet, die lateinamerikanische Immigranten feilbieten. Es stellt einen Rollstuhl dar.
  • Die aus Belgien stammende Edith Dekyndt arbeitet mit ephemeren Erscheinungen wie Wind, Wetter oder den Gezeiten. Sie hat die stählernen Eingangstore des Skulpturenparks mit Kupfer verkleidet. Witterungseinflüsse werden das Kupfer allmählich mit einer grünen Patina überziehen und es so der umgebenden Natur angleichen.
  • Santiago Sierra, in Madrid ansässig, zeigt einen riesenhaften, schwarzen Kubus aus Beton, an dessen Außenseite in Metallziffern die Arbeitsstunden seiner Herstellung eingetragen sind. Es ist ein Monument der Arbeit und Ausbeutung, eine makellose Kaaba, die von Entbehrung erzählt.
  • Matt Mullican, der in Berlin lebende US-Künstler, bringt sein enzyklopädisches Weltsystem auf zwei Bänken auf.

Im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, ist eine Publikation mit Texten von Sabeth Buchmann, Thomas D. Trummer und Wolfgang Ullrich, Interviews mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie Dokumentationen aller neuen Werke erschienen.

Öffnungszeiten und öffentliche Führungen

  • April bis September: täglich 10:30 bis 19 Uhr
  • Oktober bis März: täglich 10:30 bis 17 Uhr

Der Eintritt ist frei. Das im Park befindliche Café ist außer montags ebenfalls zu den angegebenen Zeiten geöffnet.

Jeden ersten Sonntag im Monat finden um 15 Uhr öffentliche Führungen statt. Der Treffpunkt befindet sich am Parkeingang Riehler Straße.

  • Erwachsene: 8 Euro, ermäßigt 2 Euro
  • Kinder bis 10 Jahre: Eintritt frei

Kontakt

Stiftung Skulpturenpark Köln
Elsa-Brändström-Straße 9
50668 Köln

Telefon: 0221 / 33668860
Telefax: 0221 / 33668869

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