Das Rheinische Bildarchiv Köln wird gemeinsam mit dem Historischen Archiv der Stadt den Archivneubau am Eifelwall/Ecke Luxemburger Straße beziehen. Die neuen Räume und Magazinflächen werden eine Gesamtnutzfläche von etwa 20.300 Quadratmetern umfassen, davon allein 2,2 Regalkilometer Lagerfläche für das Rheinische Bildarchiv Köln. Die Räume sind in ihrer Funktionsdefinition auf den Charakter als Dokumentationseinrichtung und "eigenständig produzierendem Bildarchiv" mit Dienstleistungscharakter zugeschnitten.

Gleichzeitig wird der Sammlungs- und Bewahrungsauftrag des Rheinischen Bildarchivs Köln durch moderne Technik in den Magazinen und Werkstätten unterstützt. Mit dem Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie sind analoge Fotografien in allen ihren Erscheinungsformen und Formaten gemeinsam mit der zugehörigen Fototechnik selbst zum Sammlungsgegenstand geworden.

Diesen neuen Anforderungen entsprechend entstehen im Neubau:

  • Klimatisierte Magazinräume zur Lagerung von Fotografien für den aktuellen Bestand von etwa 5,4 Millionen Fotografien mit Zuwachsflächen für Neuzugänge
  • Fotostudio
  • Räume für die digitale Bildbearbeitung
  • Fotolabore, in denen weiterhin analoge Fotoabzüge hergestellt werden können
  • Werkstatträume zur Negativkonservierung und -restaurierung
  • Räume für die wissenschaftliche Dokumentation des Fotobestands
  • Gemeinsamer Lesesaal mit dem Historischen Archiv, in dem zukünftig wieder Fotografien im Original und zusammen mit historischen Dokumenten eingesehen werden können

Die Grundsteinlegung am 17. März 2017

Die fotografische Dokumentation dieses Ereignisses war für unsere Fotografinnen und Fotografen etwas ganz Besonderes: Am Freitag, 17. März 2017, legte Oberbürgermeisterin Henriette Reker feierlich den Grundstein für den gemeinsamen Neubau des Historischen Archivs und des Rheinischen Bildarchivs.

Die Leiterin des Rheinischen Bildarchivs Dr. Gummlich freute sich den finnischen Fotografen Ola Kolehmainen begrüßen zu können. Kolehmainen hatte uns anlässlich seines 90-jährigen Jubiläums ein großformatiges Fotokunstwerk übergeben, das er anhand einer historischen Aufnahme des Festsaals im Gürzenich von etwa 1910 angefertigt hatte. Eine Reproduktion seines Kunstwerks wurde in den Grundstein eingebracht - zusammen mit einer Fotografie des ersten Direktors des Rheinischen Bildarchivs im ersten Nutzungssaal, der sich damals noch im "Rheinischen Museum" befand.

Die beiden Fotografien stehen gleichermaßen für die lange Geschichte und fotografische Erfahrung des Rheinischen Bildarchivs wie auch für unseren Service, den wir den heutigen Bürgerinnen, Bürgern, Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern oder eben Künstlerinnen und Künstlern bieten.

Grundsteinlegung

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