Das Rheinische Bildarchiv Köln ist seit seiner Gründung im Jahr 1926 auf Sachaufnahmen in den und für die Kölner Museen spezialisiert. Daher machen Fotografien von Kunstwerken und Sammlungsobjekten einen wichtigen Teil des Bestands aus. Unsere Fotografinnen und Fotografen dokumentieren auch die Ausstellungseröffnungen, die Präsentationen der Objekte und weitere wichtige Ereignisse in den Kölner Museen.

Auch allgemein wichtige Ereignisse in Köln und Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse werden von uns fotografiert. Daneben leisteten wir auch lange Zeit in Köln und im gesamten Rheinland Architekturdokumentation insbesondere im Rahmen der Inventarisierung der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz in den 1930er und 1940er Jahren. Diese Aufgabe wurde dann von Fotografinnen und Fotografen des Amtes für Denkmalschutz und Denkmalpflege übernommen. Die Bestände befinden sich als Depositum im Rheinischen Bildarchiv Köln und wachsen kontinuierlich weiter.

Einen eher geringen Anteil machen Aufnahmen historischer Ereignisse und Dokumente aus. Für diesen Sammlungsschwerpunkt ist das Historische Archiv der Stadt Köln zuständig.

Sammlungs- und Ausstellungsdokumentationen
Historisches Archiv
© Rheinisches Bildarchiv Köln

Aufnahmen externer Fotografinnen und Fotografen

In der Sammlung des Rheinischen Bildarchivs Köln sind neben den von uns selbst erstellten Aufnahmen auch solche externer Fotografinnen und Fotografen vertreten. Es handelt sich dabei beispielsweise um Achim Bednorz, Chargesheimer, Theodor Creifelds, Heinrich Ewertz, Peter H. Fürst, Karl Heinz Hatlé, August Kreyenkamp, Paul Krücken, Ann Münchow, Heinrich Pieroth, August Sander, Anselm Schmitz, Karl Hugo Schmölz, Hugo Schmölz und Fritz Zapp.

Unsere Bestände wachsen auch durch die Übernahme von Sammlungen anderer Einrichtungen sowie anderer Fotografinnen und Fotografen.

Wir betreuen zudem bedeutende Bestände des Kölner Dombauarchivs und des Xantener Dombauarchivs (heute Stiftsmuseum Xanten).

Informationen zu einigen Fotografen und ihren von uns übernommenen Beständen haben wir für Sie zusammengestellt.

Chargesheimer (Karl-Heinz Hargesheimer) Heinrich Ewertz Peter H. Fürst Karl-Heinz Hatlé Jossi Kaufmann August Kreyenkamp Paul Krücken Heinrich Pieroth August Sander Anselm Schmitz Karl Hugo Schmölz Kurt Wagner Fritz Zapp

Eine Auswahl der Einzelbestände

  • Dombauverwaltung Köln: 3.200 Glasnegative
  • Stiftsmuseum Xanten (früher Dombau-Archiv Xanten): 7.525 Glasplatten
  • Rheinisches Amt für Denkmalpflege: 3.743 Aufnahmen
  • Stadtkonservator/in, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Köln: 91.583 Aufnahmen, davon 12.999 Glasnegative, stetig wachsend
  • Verein der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig: 1.034 Glasnegative
  • Museum Ludwig, Köln: 105 Glasnegative (Köln-Reportagen), rund 40.000 Filmnegative (Nachlass Chargesheimer)
  • Kölnisches Stadtmuseum: 27.000 Glas- und Filmnegative
  • Museum für Ostasiatische Kunst, Köln: 9.450 Glas- und Filmnegative
  • Märkisches Museum, Witten: zwei Glasnegative (70 mal 90 Zentimeter)
  • Koelnmesse GmbH: rund 4,6 Millionen analoge Fotografien
Informationen zu den analogen Fotografien der Koelnmesse GmbH

Formate, Qualitäten, Digitalisierungsgrad und Zugänglichkeit

Die Zugänglichkeit der Fotografien in der Bilddatenbank "Kulturelles Erbe Köln" hängt von den Fotoformaten und Fotoqualitäten sowie ihrem Digitalisierungsgrad ab. Ein Teil der Fotos ist bisher nur analog bei uns zugänglich. Darüber hinaus werden bestimmte Fotografien aus bildrechtlichen oder ethischen Gründen nicht im Internet gezeigt.

Negative

Unter den historischen Beständen befinden sich Glasnegative in den Formaten 9 mal 12 Zentimeter, 13 mal 18 Zentimeter, 18 mal 24 Zentimeter und 24 mal 30 Zentimeter. Die größten Glasnegative messen 90 mal 70 Zentimeter. Von der überwiegenden Mehrheit der Glasnegative wurden für den Microfichekatalog "Marburger Index" Positivabzüge hergestellt.

Bisher wurden nur wenige Glasnegative direkt digitalisiert. Die Datenbank enthält aber die Microfichedigitalisate des "Marburger Index" als Vorschaubilder. Hochaufgelöste Digitalisate direkt von Glasnegativen (und nicht den Microfiches) werden von uns auf Bestellung geliefert.

Schwarz/Weiß-Planfilmnegative liegen in den Formaten 9 mal 12 Zentimeter, 13 mal 18 Zentimeter, 18 mal 24 Zentimeter und 24 ml 30 Zentimeter vor. Auch von Ihnen wurden Positivabzüge für den "Marburger Index" angefertigt, so dass sie ebenfalls in Form von Microfichedigitalisaten in der Datenbank zugänglich sind.

Die Kleinbildbestände in schwarz/weiß und Farbe sind großenteils noch nicht inventarisiert oder digitalisiert. Eine Recherche in diesen Beständen ist nach Anmeldung vor Ort bei uns möglich.

Positive

© Rheinisches Bildarchiv Köln

Von etwa 323.000 Negativen haben unsere Fotografinnen und Fotografen Handabzüge auf Barytpapier angefertigt. Diese Positive sind auf Karton aufgezogen und entsprechend der Systematik des Microfichekatalogs "Marburger Index" sortiert. Vier der fünf Lieferungen des Marburger Index wurden digitalisiert und in den Bildindex der Kunst und Architektur aufgenommen.

Diese Microfichedigitalisate (circa 300.000 Aufnahmen) sind in unserer Bilddatenbank als Vorschaubilder eingebunden. Weitere etwa 12.000 Fotos wurden zwar in die letzte Lieferung des Microfichekatalogs einbezogen, jedoch nicht mehr digitalisiert.

Das Positivarchiv kann wegen seiner Platzierung in den Verwaltungsräumen derzeit nur nach Voranmeldung konsultiert werden. Die Sammlung der Vintage Prints ist ebenfalls nur nach Voranmeldung zugänglich.

Color-Dias (Ektachrome) und Digitalfotos

Wir besitzen etwa 25.000 Color-Dias in Mittel- und Großformat - weit überwiegend Sachaufnahmen von Kunst und musealen Sammlungsobjekten. Etwa 20.000 dieser Color-Dias sind digitalisiert und in die Bilddatenbank eingebunden.

In den 1970er Jahren wurde die Veranstaltungsdokumentation auf Farb-Kleinbildfilm umgestellt und bis etwa 2007 fortgesetzt. Diese Filme sind noch nicht digitalisiert und nur teilweise digital erschlossen. Sie sind über die handschriftlichen Inventarbücher im Rheinischen Bildarchiv auffindbar.

2007/2008 erfolgte der Umstieg auf die Digitalfotografie für Sachaufnahmen und Reportagefotografie. Dieser Bestand rein digitaler Bilder wächst seitdem stetig.