100 Tonnen Stahl und 350 Kubikmeter Beton für den Museumsneubau

Die Baumaßnahmen für "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln" haben einen Meilenstein erreicht: Am 18. Oktober 2017 wurde ein wichtiges Beton-Fundament erfolgreich gegossen. 

Der "Sporn", wie dieses Gründungsbauwerk genannt wird, hat die Aufgabe, die vertikale Lastabtragung vom späteren Museum und die horizontale Lastabtragung vom Erddruck der Straße zu gewährleisten. Der Sporn hat die Form eines übergroßen, längs des Baufeldes verlaufenden Betonbalkens in L-Form. Um den Sporn innerhalb eines Tages gießen zu können, lieferten Betonmischer im Zwölf-Minuten-Takt insgesamt 350 Kubikmeter Beton an.

Im Vorfeld der Betonage musste das Bauunternehmen mehr als 100 Tonnen Stahl entlang der Straßen Unter Goldschmied und Portalsgasse als Verstärkung von Eisenflechtern im Boden verlegen. 386 Bohrpfähle dienen als statische Stützen für das Museum und die Deckenplatte.

Das erste Deckenfeld in Höhe Obenmarspforten/Ecke Unter Goldschmied soll noch in diesem Jahr entstehen. Bis März 2018 soll dann das zweite Deckenfeld entlang Obenmarspforten hin zum Historischen Rathaus folgen.

Das MiQua (Abkürzung für Museum im Quartier) soll auf einem 600 Meter langen unterirdischen Rundgang mit zahlreichen integrierten Ausstellungsbereichen das römische Praetorium, das mittelalterliche jüdische Viertel und das Goldschmiedeviertel zeigen. Im Museumsneubau soll die Dauerausstellung mit dem Ausstellungsteil zur Jüdischen Geschichte und Kultur Kölns von 1424 bis in die heutige Zeit fortgesetzt werden.

© Stadt Köln
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© Wandel Lorch Architekten

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Details zum Bauprojekt Archäologische Zone und Jüdisches Museum - MiQua - Die Projektseite LVR-Stabsstelle "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln"