Künstlerische Betätigung hat ausgesprochen positive Effekte auf behinderte Menschen. Deren Einbindung in ein künstlerisches Projekt ist daher eine Form der Förderung und Unterstützung, die sich die Stiftung Dr. Dormagen-Guffanti als rechtlich unselbständige Stiftung der Stadt Köln zum Ziel gesetzt hat.

Bereits vor circa 150 Jahren hat der Stifter Dr. Hubert Dormagen Kunst als therapeutisches Mittel eingesetzt. Aus diesem Grunde und da gerade in der heutigen Zeit der Integration von Menschen mit Behinderung große Bedeutung zukommt, hat das Kuratorium der Stiftung Dr. Dormagen-Guffanti beschlossen, aus seinen Erträgen jährlich das "Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium" an Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der bildenden Kunst nach öffentlicher Ausschreibung zu vergeben.  

Für 2017 soll es an eine Künstlerin oder einen Künstler aus dem Bereich "Zeichnung/Grafik" vergeben werden. Die Bewerbungsfrist endete am 31. Oktober 2016.

Anforderungen an die Stipendiatin oder den Stipendiaten

Während der sechsmonatigen Stipendiatzeit gilt Präsenzpflicht auf dem Gelände des Städtischen Behindertenzentrums Dr. Dormagen-Guffanti in Köln-Longerich. In dieser Zeit soll auch ein Projekt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Geländes realisiert werden.

Für ein gemeinsames Projekt können außerdem auch Angehörige der anderen, auf dem Gelände ansässigen Initiativen (Treberhilfe, Aidshilfe, Gehörlosen e. V. und andere) angesprochen werden.

Leistungen

Das Stipendium läuft über sechs Monate, von April bis September. Wir stellen der Stipendiatin oder dem Stipendiaten einen Atelierraum auf dem Gelände des Städtischen Behindertenzentrums Dr. Dormagen-Guffanti für sechs Monate kostenlos zur Verfügung. Das Stipendium ist mit 770 Euro pro Monat für sechs Monate dotiert. Außerdem erhält die Stipendiatin oder der Stipendiat einen einmaligen Materialkostenzuschuss in Höhe von 1.000 Euro. Die reinen Geldleistungen für das Stipendium belaufen sich also auf 5.620 Euro. Zusätzlich kann für sechs Monate ein Zuschuss zur Unterbringung beziehungsweise zu den Fahrtkosten bis zu einem Höchstbetrag von 500 Euro monatlich gezahlt werden.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten

Informationen zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

Die bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten