Die Akademie der Künste der Welt ist eine gemeinnützige Kultureinrichtung, die im Jahr 2012 von der Stadt Köln ins Leben gerufen wurde. Sie betrachtet sich selbst als Vereinigung von Künstlerinnen, Künstlern, Forscherinnen und Forschern und weniger als eine Bildungseinrichtung im herkömmlichen Sinn.

Ihre Mitglieder bilden ein Netzwerk von Kulturschaffenden, die über den ganzen Globus verteilt sind. Sie kommen aus diversen Disziplinen und haben unterschiedliche kulturelle Hintergründe, sie interagieren virtuell und treffen jährlich zusammen; dabei verfolgen sie das Ziel, dem Begriff von den "Künsten der Welt" eine spezifische und kritische Bedeutung zu verleihen.

In Köln – einer Migrantenstadt – ansässig, versucht sich die Akademie jenseits der eurozentristischen Doktrinen der Kulturgeschichte zu bewegen.

Während sie den globalen Bedingungen des Post- und Neokolonialismus ihre Aufmerksamkeit schenkt, bemüht sie sich, romantische Vorstellungen von Multikulturalismus, Globalismus und Identitätspolitik zu vermeiden. Angesichts eines gesellschaftlichen und politischen Umfeldes, das zutiefst durch die überwältigende Logik der globalisierten Finanzmärkte und durch die neoliberalen Machtstrukturen geprägt ist, will die Akademie Praktiken unterstützen, die gerade diese Bedingungen ansprechen und herausfordern, Reflexionsprozesse, Interventionen und Kollaborationen in Gang setzen, die darauf abzielen, ein kritisches Verständnis und die Veränderung der Bedingungen der gegenwärtigen kulturellen Produktion zu fördern. Als eine nomadische Institution initiiert die Akademie Veranstaltungen und Diskussionen an unterschiedlichen Orten in Köln als auch anderswo und bildet damit ihr Netzwerk.

Leitung

Seit März 2014 ist Elke Moltrecht Geschäftsführerin der Akademie der Künste der Welt. Ekaterina Degot wurde zur künstlerischen Leiterin für eine Tätigkeitsperiode von zwei Jahren gewählt.

Elke Moltrecht ist Musikwissenschaftlerin und Mitbegründerin des Bachhaus/Bosehaus in Leipzig und des Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz. Sie leitete das Podewil – Zentrum für aktuelle Künste sowie das Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Zwischen 2008 und 2011 war sie Geschäftsführerin des überregionalen Musiknetzwerkes für zeitgenössische Musik "Musik 21 Niedersachsen" und leitete von 2012 bis 2013 das Projekt "Musik Sehen" des Humboldt-Lab Dahlem. Sie ist Kuratorin von internationalen und interdisziplinären Festivals und Projekten sowie von jährlichen Programmen. Diese umfassen zeitgenössische Musik, Sound Art, elektroakustische und experimentelle elektronische Musik wie Clubkultur. Sie hat Texte über experimentelle und neue Musik veröffentlicht und ist Mitglied nationaler und internationaler Jurys und Gremien.

Ekaterina Degot ist Kunsthistorikerin, Schriftstellerin und Kuratorin. Sie ist schon seit den ersten Tagen des Bestehens der Akademie deren Mitglied. Seit Beginn 2014 war sie gemeinsam mit Tom Holert und Liza Lim Mitglied des künstlerischen Interimsteams. Ekaterina Degot ist Professorin an der Rodchenko Moscow School of Photography and Multimedia und an der Staatlichen Universität Moskau. Zwischen 2008 und 2012 war sie verantwortliche Herausgeberin von OpenSpace.ru, einem unabhängigen russischen Online-Magazin für Kunst, Kunstkritik und Kulturanalysen. Im Jahr 2013 kuratierte sie (gemeinsam mit David Riff) "Monday Begins on Saturday", die international viel gelobte erste Ausgabe der Bergen Assembly, einer Triennale in Norwegen. Ekaterina Degot lebt und arbeitet in Moskau und Köln.

Weitere Informationen

Kontakt

Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH
Elke Moltrecht
CEO/Geschäftsführerin
Im Mediapark 7
50670 Köln

Telefon: 0221 / 3377480

E-Mail an die Akademie der Künste der Welt/Köln
Akademie der Künste der Welt/Köln