Hohe Zufriedenheit mit den freien und privaten Theatern

In Zusammenarbeit mit dem Professional Center der Universität zu Köln und der Kölner Theaterkonferenz haben wir im Dezember 2011 erstmals die Besucherinnen und Besucher der freien und privaten Theater in Köln befragt. Zur Auswertung lagen mehr als 800 Fragebögen aus zwölf Kölner Spielstätten vor, die an zwei Abenden pro Theater von den Besucherinnen und Besuchern ausgefüllt worden waren.

Projektleiter Florian Sevenig und die beteiligten Studierenden der Universität zu Köln stellten in einem Pressegespräch die Inhalte und Ergebnisse dieser "Vermessung des freien und privaten Theaters in Köln" vor.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Es gibt eine hohe Zufriedenheit mit dem Angebot der freien und privaten Theater. Dies betrifft sowohl die künstlerischen Inhalte als auch die Programminformation, das Ambiente und nicht zuletzt die Preisgestaltung.
  • Die Theater sind attraktiv für die Kölnerinnen und Kölner auf beiden Seiten des Rheins und mit knapp dreißig Prozent Anteil auch für viele Besucherinnen und Besucher von Kölns Randgemeinden.
  • Diese Attraktivität führt insgesamt zu einer hohen Nutzung der freien und privaten Theater. 21 Prozent der Befragten gehen einmal im Monat und häufiger in eines der Theater. Dies ist nach einer anderen Erhebung fast doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Eine erstaunliche Zahl, die für die Theaterbegeisterung in Köln spricht.
  • Die Theater werden überwiegend von Publikum mit Hochschulreife und vergleichbaren Abschlüssen besucht. Immerhin 32 Prozent der Besucherinnen und Besucher mit einem geringeren Bildungsabschluss nutzen ebenfalls die Angebote.
  • Im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt werden die freien und privaten Theater in Köln häufiger von Personengruppen im Alter von 30 bis 45 Jahren besucht. Normalerweise lassen berufliche und familiäre Gründe dies eher selten zu. Inwieweit die örtliche Nähe des Kölner Angebotes dafür verantwortlich ist, soll noch weiter untersucht werden.
  • Erstaunlich ist, dass Besucherinnen und Besucher der freien und privaten Theater wesentlich seltener das städtische Schauspiel und die Oper besuchen.

Den Abschlussbericht zur Besucherbefragung haben wir zum Download bereitgestellt.

Auswertung der Besucherbefragung
PDF, 429 kb