Aufhebung der Aufstallungspflicht von Geflügel

© Martin Arnold

In Deutschland sind seit dem 8. November 2016 zahlreiche Ausbrüche von hochpathogener aviärer Influenza (HPAIV H5N8) bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen festgestellt worden. Von den bundesweit 54 Ausbrüchen waren fünf Ausbrüche in NRW zu verzeichnen. Diese entfielen allesamt auf Gebiete mit einer hohen Geflügeldichte (mindestens 1.000 Stück Geflügel pro Quadratkilometer) und/oder auf Risikogebiete (Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätze). Das Stadtgebiet Köln liegt in keinem Risikogebiet, die Geflügeldichte ist gering (höchstens 300 Stück Geflügel pro Quadratkilometer).  

Eine erneute Risikobewertung hat ergeben, dass eine flächendeckende Aufstallung von Geflügel im Stadtgebiet Köln keinen zusätzlichen Gewinn an Biosicherheit bietet. Daher wurde die angeordnete Schutzmaßnahme der Stallpflicht im Stadtgebiet Köln seit 16. Februar 2017 aufgehoben.  

Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten, Gänse) muss daher nicht mehr ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen (Volière) gehalten werden.

Pressemeldung vom 15. Februar 2017

Bitte beachten Sie aber, dass die seit dem 21. November 2016 geltenden besonderen Biosicherheitsmaßnahmen für Geflügelhaltungen weiterhin gelten.

Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen

Treten innerhalb von 24 Stunden vermehrt Verluste im Geflügelbestand auf, so hat die Tierhalterin oder der Tierhalter eine praktizierende Tierärztin oder einen praktizierenden Tierarzt hinzuzuziehen.

Was ist bei der Fütterung und Tränkung von Geflügel zu beachten?

Damit sich frei laufendes Geflügel nicht bei infizierten Zugvögeln mit der Vogelgrippe ansteckt, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Füttern Sie Ihre Tiere nur an Stellen, die für Wildvögel nicht zugänglich sind.
  • Tränken Sie die Tiere nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben.
  • Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich auf.

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