Die Bewirtschaftung des städtischen Waldes erfolgt mit der Zielsetzung, einen naturnahen, stabilen, artenreichen Wald zu entwickeln. Er soll auch die herausgehobenen Schutz- und Erholungsfunktionen in der Großstadt Köln erfüllen. Die Nutzfunktion läuft dabei im "Kielwasser" der Waldpflege mit.

Daher liegen die waldbaulichen Schwerpunkte in folgenden Bereichen:

Die Durchforstung der Waldbestände: Zur Pflege des Waldes müssen nach den Ergebnissen der Forstplanung rund 16.000 Erntefestmeter Holz pro Jahr geschlagen werden.

Einen Schwerpunkt bildet dabei die Durchforstung des Äußeren Grüngürtels. In diesem Naherholungsgebiet werden pro Jahr nach einem Pflegeplan ungefähr 2.600 Festmeter Holz gefällt.

In den rechtsrheinischen Altwaldgebieten werden im Rahmen eines langfristigen Programms Nadelholzbestände, wie Kiefer und Fichte, gegen standortgerechtes Laubholz ausgetauscht. Dabei werden überwiegend Buche und Eiche gepflanzt, die Baumarten der natürlichen Vegetation auf den Standorten der rechtsrheinischen Mittelterrasse. Im Rheinvorland werden Hybridpappelbestände in naturnahen Auenwald umgebaut.

Die Entwicklung von Eiche und Buche in den städtischen Wäldern haben wir in einer Grafik für Sie verdeutlicht:

Entwicklung des Anteils von Buche und Eiche im Kölner Wald
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Außerdem bemüht sich die Forstverwaltung neuen Wald durch Erstaufforstungen zu schaffen. Bis Anfang der 1990er Jahre betrug die durchschnittliche jährliche Aufforstungsfläche rund 20 Hektar, davon waren im Schnitt zehn Hektar Erstaufforstungen landwirtschaftlicher Flächen.

In den letzten Jahren werden Erstaufforstungen überwiegend als Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft durchgeführt. Eingriffe in Natur und Landschaft sind beispielsweise Bauvorhaben im so genannten "baulichen Außenbereich", bei denen Naturgüter wie Pflanzenbestände oder eine Freifläche beansprucht werden und dadurch die Umwelt beeinträchtigt wird. Derartige Eingriffe müssen durch gleichwertige Maßnahmen - wie Anpflanzungen - ausgeglichen werden. Im Zeitraum von 1992 bis 2003 wurden 17 Hektar Wald neu begründet.

Bei der Waldpflege anfallendes Holz wird an Sägewerke, Spanplattenhersteller und Zellstoffwerke verkauft. Der Erlös wird mit zur Pflege des Waldes verwendet. An Bürgerinnen und Bürger werden gegen geringes Entgelt Holzlesescheine vergeben; dieser berechtigt Sie, selber Holz im städtischen Wald zu sammeln beziehungsweise aufzuarbeiten.

Informationen, wo Sie einen Holzleseschein bekommen können, sowie zu anderen Holzprodukten finden Sie im Bereich:

Kölner Wald

Eine Zusammenfassung der waldbaulichen Planung für den städtischen Wald erhalten Sie bei der städtischen Forstverwaltung:

Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Forstverwaltung
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Telefon: 0221 / 221-25151
Telefax: 0221 / 221-25664

E-Mail: gruenflaechenamt@stadt-koeln.de