© Paul Spengemann

vom 20. April 2018 bis 02. Juni 2018

Uhrzeit:

Dienstag bis Freitag, 13 bis 19 Uhr
Samstag, 13 bis 16 Uhr

Infos:

Preis: Eintritt frei

Für seine Einzelausstellung in der Artothek entwickelte Paul Spengemann, der im vergangenen Jahr den "Art Cologne Award for New Positions" erhielt, eine neue Arbeit, in der sich, anders als in vorangegangenen, die Prozesse der Produktion mit denen der Präsentation vermengen und in einem digitalgenerierten Schattenkampf gipfeln. "Whoa, Hoo-ah Huh!" öffnet einen dunklen, magischen Assoziationsraum, der zurückführt zu den Schatten in Platons Höhle, von den Banalitäten und Schrecken der Gegenwart zu den Möglichkeiten des Erkennens überhaupt. Es bleibt offen, was man hier hört und sieht, etwas ruft aus einer anderen Zeit, Realität und Imagination sind längst eins.

Mit einfachen Mitteln schafft es Paul Spengemann, durch einen Projektor und vier Lautsprecher den Raum in eine Drachenhöhle zu verwandeln, in der Schatten unsichtbarer Kreaturen ihr Unwesen treiben. Anders als in vorangegangenen Arbeiten agiert diesmal nicht die Kamera, sondern der Projektor als formgebendes Instrument. Es ist Spengemanns erste Arbeit, die ausschließlich mit CGI-Technik generiert wurde. In seinen Arbeiten nutzt er die Eigenheiten und Möglichkeiten des Mediums Film, befragt sie und spielt mit den Sehgewohnheiten des Publikums. Spengemann konfrontiert die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer konzeptuellen Art des Filmemachens, bei der Form und Inhalt nicht voneinander zu trennen sind.

Paul Spengemann, geboren 1987, studiert seit 2011 bei Andreas Slominski und Angela Schanelec an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg, und war 2016 Stipendiat an der Goldsmiths, University of London. Die Werke des Columbus-Förderpreisträgers wurden bisher national und international unter anderem auf dem São Paul International Short Film Festival, dem International Short Film Festival Oberhausen und auf der 66. Berlinale, Berlin sowie im Goethe-Institut Mexiko, Mexiko-Stadt, gezeigt. Spengemann wurde mit dem Bundespreis für Kunststudierende 2016/2017 ausgezeichnet. 2017 hatte er mit Walking Stick seine erste Einzelausstellung in der Produzentengalerie Hamburg, sein gleichnamiger Film war zudem in der Reihe Double Feature der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen. Auf der Art Cologne 2017 zeigte Spengemann den Film "About Falling in Love and even Little Rubber Ducks", der sich an audiovisuellen Strategien der Werbung abarbeitet. Indem er sich ihre standardisierte Bildsprache aneignet und neben dem Originalton seiner Aufnahmen auch gefundenes Audiomaterial einsetzt, spielt er mit gängigen Darstellungskonventionen, die auf Affekte setzen. Die Bilder scheinen vertraut und zeigen doch Fremdes.

Veranstaltungsort
artothek - Raum für junge Kunst
Am Hof 50
50667 Köln - Altstadt/Nord
Telefon:
0221 / 221-22332
Fax:
0221 / 221-23265
Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag, 13 bis 19 Uhr
Samstag, 13 bis 16 Uhr

Beschreibung

Um in die artothek zu gelangen, muss nur eine Stufe genommen werden. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern wird gerne geholfen.

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer eingeschränkt zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 5, 16 und 18 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
    S-Bahn-Linien S6, S11, S12 und S13 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
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