© Rheinisches Bildarchiv Köln/Sabrina Walz

vom 01. März 2018 bis 01. Juli 2018

Uhrzeit:

Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr
Erster Donnerstag im Monat, 11 bis 22 Uhr

Infos:

Preis:
Ständige Sammlung und Sonderausstellung:
9,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro

Der japanische Farbholzschnitt zählt bis heute zu den Kunstgattungen Ostasiens, die dank des Japonismus in Europa vertraut und beliebt sind, und daher nach wie vor gesammelt und gehandelt werden. Nach mehr als 100 Jahren hat das Museum für Ostasiatische Kunst sein Holzschnittdepot durchforstet und erstmalig seine Sammlung an japanischen Farbholzschnitten und Büchern zusammenhängend gesichtet. Das Ergebnis ist eine Auswahl der ungewöhnlichsten und kostbarsten Stücke, die in einer großen Sonderausstellung präsentiert werden.

Neben den primitiven, hand-kolorierten Stücken des 18. Jahrhunderts verfügt das Haus über Farbholzschnitte aus der Welt der Vergnügungsviertel und des Kabuki-Theaters (ukiyo-e) des 18. und 19. Jahrhunderts, Darstellungen von historischen Kriegern und Helden, Landschaftsdrucke aus den berühmten Serien von Hokusai und Hiroshige, Darstellungen von Blumen, Vögeln, Insekten und Fischen, kostbare privat edierte Kalenderblätter (surimono), skurrile Darstellungen von Ausländerinnen und Ausländern aus Nagasaki, eine umfangreiche Sammlung von Drucken der Meiji-Zeit mit Illustrationen des Sino-japanischen Kriegs sowie des modernen "Neuen Holzdrucks" Shin Hanga seit der Taisho-Zeit. Eine Kollektion von bedeutenden Büchern ergänzt das weite Spektrum, darunter seltene Erstausgaben der Manga von Hokusai sowie Mallehrbücher für Hobbymalerinnen und -maler, die in die stilistischen Besonderheiten verschiedener Malschulen einführen.

Die Vielfalt und der Reichtum der umfangreichen Kölner Sammlung führen den hohen Stellenwert des japanischen Holzschnitts vor Augen. Die Perfektionierung des Farbholzdrucks war nicht nur eine technische und wirtschaftliche, sondern vor allem eine kulturelle und soziale  Revolution, die vielleicht am ehesten vergleichbar ist mit dem Vormarsch des Computers im Informationszeitalter. Der Holzdruck war ein geniales Vehikel, um vielfältiges Wissen und alle Arten von Informationen an ein anspruchsvolles bildungs- und vergnügungshungriges bürgerliches Publikum zu liefern. Er war das Medium einer neuen, modernen Informationskultur.

Veranstaltungsort
Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstraße 100
50674 Köln - Neustadt/Süd
Telefon:
0221 / 221-28608
Telefon:
0221 / 221-28617
Fax:
0221 / 221-28610
Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat, außer an Feiertagen, 11 bis 22 Uhr

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Es ist ein Personenaufzug vorhanden.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 1 und 7 (Haltestelle Universitätsstraße)
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