vom 30. Oktober 2015 bis 29. Januar 2017

Uhrzeit:

Täglich außer Mittwoch, 14 bis 19 Uhr

Finissage:
29. Januar 2016, 14 bis 18 Uhr

Infos:

Preis: 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro
Montags freier Eintritt

Tanz ist politisch. Allein mit seiner Körperlichkeit und seiner Ausdruckskraft ist er in der Lage, gesellschaftlich-moralische Ordnungen zu bestätigen oder sie nachhaltig infrage zu stellen. Allzu oft waren und sind es Verbote, die dem Einhalt gebieten können. Folgerichtig begegnen sich in der Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln unter anderem Tanzverbote durch kirchliche und weltliche Obrigkeiten aus dem 16. sowie dem 21. Jahrhundert.

Tanz kann Ausdruck politischen Engagements sein. Dies erfahren die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel anhand filmischer Aufzeichnungen aktueller Formen öffentlicher Performances und Happenings aber auch anhand von Dokumenten über den Widerstand von Tanzkünstlerinnen und -künstlern zur Zeit des Nationalsozialismus.

Eine Vielzahl von Assoziationen, Aspekten und Fragen eröffnet die aus über 150 Exponaten montageartig zusammengesetzte Ausstellung, die sich aus den reichhaltigen Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln speist. Daneben stellt sie den Betrachterinnen und Betrachtern auch die Frage nach den Chancen und den Orten von künstlerischen, sozialen und politischen Utopien in unserer Zeit.

Programm zur Finissage

14 Uhr

Katarina Kleinschmidt (Vertretungsprofessorin für Tanzwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz Köln) im Gespräch mit Dr. Laure Guilbert (Forschungsstipendiatin des Forschungskolleg Tanzwissenschaft).

Im Gespräch berichtet Dr. Laure Guilbert von ihrer wissenschaftlichen Arbeit, die sich ausgehend von Tanz im Dritten Reich mit Exil und Diaspora der deutschsprachigen künstlerischen Tanzszene zwischen 1933 und 1949 beschäftigt und diese in Zusammenhang von Kulturgeschichte und transnationalen Migrationsfragen setzt.

Dr. Laure Guilbert promovierte zum Thema Tanz im Dritten Reich und erforschte bereits im Jahr 2000 die Verstrickungen von Tanz und Politik am Beispiel des Modernen Tanzes. Seitdem arbeitete sie international als Lecturer an diversen Universitäten unter anderem in Paris, Versailles, Berlin und Frankfurt/Oder.

15 Uhr

Führung durch die Ausstellung und Lesung mit Thomas Thorausch (Deutsches Tanzarchiv Köln) und dem Schauspieler Axel Gottschick.

16 Uhr

Heike Lehmke (landesbüro tanz nrw) und Thomas Thorausch (Deutsches Tanzarchiv Köln) im Gespräch mit dem Tanzjournalisten Arnd Wesemann zum Thema "Politik im Zeitgenössischen Tanz".

Arnd Wesemann studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 1997 ist er Redakteur der Zeitschrift "tanz" in Berlin.

17 Uhr

Dancin' Politics. Flashmobs und mehr! Kurzfilme zum Thema Tanz und Politik

Im zeitgenössischen Tanz- und Filmschaffen haben politische Themen in den vergangenen Jahren ein lebhaftes Echo gefunden. Schnell, fantasievoll und effektiv reagieren Tänzerinnen und Tänzer sowie Filmemacherinnen und Filmemacher auf politische Ereignisse und nutzen die Sprache der Körper, der Kamera und des Filmschnitts für ihre Kreationen. Sie verbreiten ihre Produktionen über das Internet auf Filmplattformen wie YouTube und Vimeo: weltweite Verbreitung und relative Sicherheit vor politischer Repression garantiert. Anlässlich der Finissage präsentiert das Deutsche Tanzarchiv Köln einen Querschnitt aktueller Filmbeispiele.

Veranstalter
SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln - Neustadt/Nord
Telefon:
0221 / 888950
Fax:
0221 / 88895101
Veranstaltungsort
Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln - Neustadt/Nord
Telefon:
0221 / 88895400
Fax:
0221 / 88895401
Öffnungszeiten

Archiv und Bibliothek:
Dienstag, 10 bis 19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag, 10 bis 16 Uhr

Museum und Ausstellungen:
Täglich außer Mittwoch, 14 bis 19 Uhr

Beschreibung

Neben der Bewahrung von Zeugnissen der Tanzkunst widmet sich das Deutsche Tanzarchiv Köln der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation dieser Dokumente in Ausstellungen und Publikationen.

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 12 und 15 (Haltestelle Christophstraße/Mediapark)
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