17. März 2018

Dass die Stadt Köln ihrem Ruf, Hauptstadt der Inklusion zu sein, immer wieder nachkommt, zeigte nicht zuletzt die Austragung der ersten Weltmeisterschaft geistig behinderter Judoka im Jahr 2017. 106 Sportlerinnen und Sportler aus 13 Nationen waren im Vorjahr zur WM-Premiere nach Köln gekommen. Nach der Weltmeisterschaft 2017 bleibt G-Judo auch im neuen Jahr im öffentlichen Fokus. Im Rahmen des Kölner Sportjahres 2018 war die Domstadt erneut Gastgeberin der Landesmeisterschaften. Insgesamt 196 Judokas rangen in der Halle am Bergischen Ring um die Landestitel im G-Judo.

Unter der Schirmherrschaft der Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes kämpften die besten Judokas aus Nordrhein-Westfalen um die Landesmeistertitel. Die Titelkämpfe wurden im Rahmen des "Rupert Fehler & Walter Gülden Gedächtnisturniers" bereits zum fünften Mal ausgetragen. Dabei flossen die Ergebnisse der Landes-Titelkämpfe in Köln in diesem Jahr sowohl in die Nominierung für die Deutsche Meisterschaft im April in Berlin als auch in die Wertung für die Europameisterschaft im August in London ein.

Gut 500 Besucherinnen und Besucher sowie 80 Trainerinnen und Trainer erlebten spannende Begegnungen. So dauerte der längste Kampf 48 Sekunden. Das kürzeste Duell war derweil bereits nach sechs Sekunden beendet. In der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm sicherte sich der kölsche Lokalmatador Victor Gdowczok den Landesmeistertitel. In der Klasse bis 100 Kilogramm triumphierte der amtierende Weltmeister Timo Karmasch.

Der Begriff G-Judo stammt aus dem Niederländischen und heißt dort, frei übersetzt: "Judo mit einem Handicap" oder auch: "Gehandicapt Judo". In Deutschland wird zumeist die Bezeichnung "Geistigbehinderten-Judo" angenommen. G-Judoka sind in der Lage, gemeinsam mit nichtbehinderten Judoka zu trainieren und je nach Behinderung judoähnliche Bewegungen auszuführen.

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