Eine Orientierungshilfe für Eltern

Wie hoch sollte das Taschengeld sein? Wann sollte damit begonnen werden? Bei diesen Fragen gehen die Meinungen oft weit auseinander. Wir geben Ihnen eine Orientierungshilfe für den Umgang mit diesem manchmal kniffligen Thema.

Den Umgang mit Geld lernen

  • Unterscheiden zwischen Wunsch und Wirklichkeit
  • Wofür sollte Taschengeld ausgegeben werden?
  • Geld allein macht nicht glücklich ...
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Die Höhe des Taschengeldes und sein Beginn

  • Ab wann wird gezahlt?
  • Wieviel ist sinnvoll?
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Nebenverdienste zum Taschengeld

  • Die Großeltern spenden gerne
  • Reizthema: Geld für Schulnoten?
  • Pro und Kontra eigenes Einkommen für Kinder
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Rechtliche Hintergründe

Was Kinder mit Geld machen dürfen und was nicht, regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Grundsätzlich sind Kinder unter sieben Jahren nicht geschäftsfähig (§ 104). Von ihnen abgegebene Willenserklärungen sind nichtig (§ 105 Absatz 1).

Ab Sieben sind Minderjährige dann beschränkt geschäftsfähig (§ 106). Bis zur Volljährigkeit bedürfen Rechtsgeschäfte noch der Einwilligung einer gesetzlichen Vertretung. Dies gilt aber nicht für Käufe, die Minderjährige von ihrem Taschengeld tätigen. Solche Rechtsgeschäfte sind von Anfang an wirksam, so regelt es der Taschengeldparagraph 110 BGB. Die Rechtsprechung geht in diesen Fällen davon aus, dass Eltern ihrem Kind das Taschengeld zur freien Verfügung überlassen.

Sonderregelungen gelten für den Kauf von Tieren. Auch für den Kauf von Goldfischen, die nur wenig Geld kosten, brauchen Kinder bis zum 14. Lebensjahr die Erlaubnis der Eltern. Warmblütige Tiere dürfen erst ab 16 Jahren eigenständig gekauft werden. Eine schriftliche Genehmigung der Eltern reicht hier nicht aus, da Unterschriften oft gefälscht werden, wenn die Eltern mit dem Kauf nicht einverstanden sind.