Neuere rechtliche Regelungen sehen vor, dass die Planung von Jugendhilfe und Schulentwicklung eng aufeinander abzustimmen sind. Dies hat gute Gründe: Seit dem 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (2006) und als Reaktion auf die internationalen Vergleichsstudien PISA, IGLU und TIMMS gilt die Erkenntnis, dass den großen Herausforderungen des Bildungssystems nur in einer integrierten Perspektive auf Bildungsprozesse und Bildungsangebote zu begegnen ist.

Im Jahr 2007 haben wir die Aufgaben der beiden städtischen Planungsbereiche Jugendhilfe und Schule zu einer Stabsstelle im Dezernat für Bildung, Jugend und Sport zusammengefasst, um so eine gezielte, aufeinander abgestimmte Vorgehensweise zu erreichen.

Eine gemeinsame Planung ermöglicht es von vorneherein, alle relevanten Bildungsaspekte einzubeziehen und miteinander zu verknüpfen.

Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 2011
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Jugendhilfeplanung

© Daniel Könen

Die Jugendhilfeplanung ist eine kommunale Pflichtaufgabe und umfasst zum Beispiel die Planung von

  • Kindertagesstätten
  • Jugendeinrichtungen und
  • Spielplätzen.

Zur Aufgabe gehört die Bestandsfeststellung, Bedarfsermittlung und Maßnahmenplanung von Angeboten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Planung soll dabei insbesondere berücksichtigen, dass ein möglichst wirksames, vielfältiges und aufeinander abgestimmtes Angebot von Jugendhilfeleistungen gewährleistet ist. Ebenso gehört die Förderung von jungen Menschen und ihren Familien in gefährdeten Lebensbereichen zu den Aufgaben der Jugendhilfeplanung. Ein weiterer Aspekt, der mit einbezogen werden muss, ist die Schulsozialarbeit. Die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe müssen in allen Phasen der Jugendhilfeplanung frühzeitig beteiligt werden.

13. Statusbericht zum Ausbau der Kinderbetreuung in Köln
Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln 2011 Kinder- und Jugendförderplan Elternbefragung zum Betreuungsbedarf von Kindern unter 3 Jahren Jugendeinrichtungen in Köln

Schulentwicklungsplanung

Schulentwicklungsplanung ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Der Schulträger ist verpflichtet, ein gleichmäßiges und alle Schulformen und Schularten umfassendes Bildungs- und Abschlussangebot zu sichern. Die Schulentwicklungsplanung bildet die Grundlage schulorganisatorischer Maßnahmen – die Errichtung, Änderung und Auflösung von Schulen.

Schulentwicklungsplanung bedeutet: die richtige Schule, zur richtigen Zeit, in der richtigen Größe am richtigen Ort vorzusehen.

Interaktive Schulkarte
Aktualisierte Schulentwicklungsplanung 2016 Neue Schule im Kölner Westen Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs und Weiterbildungskollegs 2015
Schüler- und Klassenzahlen im Schuljahr 2014/2015 im Vergleich zu 2013/2014
PDF, 560 kb
Schüler- und Klassenzahlen im Schuljahr 2016/2017 im Vergleich zu 2015/2016
PDF, 546 kb

Inklusionsplanung

© panthermedia.net/Maxim Kazmin

Grundlage für den Inklusionsplan für Kölner Schulen bildet der Inklusionsauftrag der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Hieran anknüpfend fasste der Rat im Jahr 2010 die notwendigen Beschlüsse, die die Umsetzung geeigneter Maßnahmen ermöglichten. Darin wurden die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit des Landes sowie die Aufgaben der Stadt im Rahmen der kommunalen Bildungsverantwortung festgelegt.

Der Inklusionsplan wurde gemäß Ratsauftrag unter Einbeziehung aller mit der Thematik befassten Akteure und Institutionen und in Zusammenarbeit mit der zuständigen Dienststelle bei der Bezirksregierung, der Schulaufsicht, entwickelt. Er beschreibt in einem 12-Punkte-Maßnahmenpaket, mit welchen kommunalen Handlungsschritten wir den Entwicklungsprozess Inklusion und die hieran beteiligten Schulen unterstützen können.

2015 wurde auf der Grundlage einer Zwischenbilanz und unter Einbeziehung der Expertise des Expertenbeirates für Inklusion (Vertreterinnen und Vertreter von Eltern/Betroffenen, von Schulen, von Wissenschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Köln, LIGA) die 1. Fortschreibung des Inklusionsplans für Kölner Schulen erstellt. Zahlen zur Entwicklung der Inklusion an Kölner Schulen werden im Rahmen des Bildungsmonitorings ermittelt und bewertet.

Umsetzung eines inklusiven Schulsystems in Verantwortungsgemeinschaft von Land und Stadt
Fortschreibung Inklusionsplan für Kölner Schulen (2015)
Inklusionsplan für Kölner Schulen (2012)
Unser Informationsangebot zum Thema Inklusion und Förderung

Bildungsmonitoring

Eine wesentliche Grundlage des Bildungsmanagements ist das Bildungsmonitoring im Rahmen einer kommunalen Berichterstattung. Bildungsmonitoring informiert mit Daten und Fakten über das Bildungssystem in einer Kommune. Es informiert die Entscheidungsträger in Rat, Verwaltung und Stadtgesellschaft über Rahmenbedingungen, Verläufe und Ergebnisse von Bildungsprozessen. Daraus werden die erforderlichen Informationen zur Steuerung der Bildungslandschaft abgeleitet.

Das Bildungsmonitoring ist auf aktuelle Fragestellungen ausgerichtet. Es stellt gleichzeitig die Basis für eine auf Indikatoren beruhende, regelmäßige Berichterstattung dar. Durch die Beobachtung und Analyse von Strukturen und deren Entwicklungen in der Kölner Bildungslandschaft und durch Vergleiche mit anderen Kommunen wird die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens dokumentiert. Dadurch wird eine für alle Planungs-und Entscheidungsebenen relevante Informationsgrundlage aufgebaut.

Ein wesentliches Produkt des Bildungsmonitorings ist der Kölner Bildungsbericht. Dieser Bericht untersucht das Bildungsgeschehen vom frühkindlichen Bildungsbereich bis hin zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.

Monitoringbericht Inklusion (Schuljahr 2015/16) Monitoringbericht Inklusion (Schuljahr 2014/15) Monitoringbericht: ausgewählte Bildungsindikatoren (Schuljahr 2012/13)
Kölner Bildungsbericht – Bildungsmonitoring 2012
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Die Abteilung Regionale Bildungslandschaft im Amt für Schulentwicklung der Stadt Köln hat 2016 einen ersten Bericht erstellt. Dieser Bericht gibt zum einen erstmalig einen facettenreichen Überblick über die vielfältigen, Schule und Bildung unterstützenden Angebote und Projekte der Abteilung und bietet damit Transparenz für Fachgremien und (Fach)Öffentlichkeit. zugleich will dieser Bericht auch einen Beitrag zum Aufbau eines systematischen und dauerhaften Berichtswesens im Bereich Bildung leisten. Ebenso dient der vorliegende Bericht auch als Reflexionsinstrument für die weitere Entwicklung der Arbeit in der Abteilung.

Landesprogramm "Kommunale Präventionsketten"

Präventionsplanung: Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen aller Kinder und Jugendlichen/Kommunale Koordinierung des Landesprogramms "Kommunale Präventionsketten"

Die Präventionsplanung postuliert eine kindbezogene Prävention und eine vorausschauende Konzept- und Maßnahmeentwicklung zur Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, unabhängig ihres sozialen Status oder ihrer Herkunft.

Herausforderungen ergeben sich dabei unter anderem durch aktuell und zukünftig steigende Kinder- und Schülerzahlen, Armutslagen von Kindern und Jugendlichen sowie Flucht und Zuwanderung. Das Aufgabengebiet der Präventionsplanung umfasst primär:

  • Die konzeptionelle Umsetzung und Weiterentwicklung der kommunalen Präventionskette, beginnend mit den "Frühen Hilfen" bis hin zum gelingenden Übergang in Ausbildung, Schule und Beruf, im Rahmen der Teilnahme am Landesprogramm "Kommunale Präventionsketten" (vorher"Kein Kind zurücklassen!")
  • Die empirische Analyse zu Armuts-und Bedarfslagen von Kindern und Jugendlichen
  • Die Umsetzung eines "Handlungskonzepts gegen die Folgen von Kinderarmut"
  • Beteiligungsorientierte Planungs- und Kommunikationsprozesse mit Kinder, Jugendlichen, Eltern sowie Bildungsinstitutionen- und Akteuren

Weiterführende Informationen

Zusage zur Teilnahme am Landesprogramm: Pressemitteilung Januar 2017 Teilnahme am Landesprogramm: Mitteilung an die Auschüsse Januar 2017 Teilnahme am Landesprogramm: Mitteilung an die Ausschüsse März 2017 Praxis Bericht der Landeskoordinierungsstelle "Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen" Bericht der begleitenden Forschung zu "Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen"

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