Dienstag, 7. 06. 2011 10:25 Uhr

Die Beifuß-Ambrosie

Eine Pflanze mit unangenehmen Eigenschaften!

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde nach Europa eingeschleppt. Die wärmebedürftige Art wird als invasiv bezeichnet, weil sie sich sich von Südosteuropa immer weiter nach Norden ausbreitet. Nach einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Naturschutz kommt die Beifußblättrige Ambrosie bereits in ganz Deutschland vor.

Die Beifuß-Ambrosie stellt ein ernstzunehmendes Problem dar, da sie zu den allergieauslösenden Pflanzen zählt. Problematisch sind die Pollen der Ambrosia, die schon in geringen Konzentrationen beim Menschen schwere allergische Reaktionen wie Heuschnupfen und Asthma hervorrufen können. Daher soll eine weitere Ausbreitung der Pflanze verhindert werden.

Wie verbreitet sich die Beifuß-Ambrosie?

Die Hauptverbreitung erfolgt durch Vogelfuttermischungen, die mit Ambrosia-Samen verunreinigt sind. In Südosteuropa wachsen Ambrosia-Pflanzen in großen Mengen auf Sonnenblumenfeldern. Bei der Ernte gelangt der Samen unbeabsichtigt ins Vogelfutter und von dort aus in Gärten- und Parkanlagen.

Im Frühjahr können sich dann rings um einen Vogelfutterplatz die jungen, einjährigen Pflanzen entwickeln, die ab Juni in die Höhe schießen und bis zu 1,80 Meter groß werden. Die Blütezeit der Beifuß-Ambrosie beginnt im Juli, August und dauert bis in den Herbst hinein. In dieser Zeit werden die allergenen Pollen in die Luft abgegeben. Im Herbst reift der Samen heran, wobei große Pflanzen bis zu 60.000 Samen bilden, die im Boden Jahrzehnte lang keimfähig bleiben. Durch Aussamung können dann große Bestände gebildet werden.

Was können Sie tun?

  • Haben Sie junge Ambrosia-Pflanzen in ihrem Garten entdeckt, reißen sie diese mit den Wurzeln vor der Blütezeit aus. Bitte verwenden Sie dabei Handschuhe und entsorgen die Pflanzenreste am Besten über den Hausmüll.
  • Wenn die Pflanze schon Blüten entwickelt hat, ist Vorsicht geboten. Benutzen Sie neben Handschuhen auch einen Mundschutz. Hüllen Sie die Pflanze in eine Plastiktüte ein, reißen sie mit den Wurzeln heraus und entsorgen sie alles im Hausmüll. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht ausführen.
  • Haben Sie größere Vorkommen entdeckt, informieren Sie uns darüber.
  • Verwenden Sie im Winter nur Ambrosia-freies Vogelfutter, fragen Sie Ihren Händler danach.

Weitere Informationen

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 

Fotos und ausführliche Informationen, ein Meldeformular sowie ein Faltblatt über die Beifuß-Ambrosie finden Sie auf den Internetseiten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen.

Verbreitung der Beifußblättrigen Ambrosie in Deutschland 

Aktuelle Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) 2008

Kontakt

Untere Landschaftsbehörde  


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