Spendenkampagne für die Sanierung der Geburtskirche in unserer Partnerstadt

Vom 23. Juli 2014 bis 23. Juli 2015 feierten wir zusammen mit dem Erzbistum Köln das Dreikönigsjahr und gedachten mit einer Vielzahl von Veranstaltungen der Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige in die Domstadt 1164. Das Motto des Dreikönigsjahres "Reich beschenkt" spiegelt die Bedeutung dieses besonderen Ereignisses vor 850 Jahren wider:

Der Dreikönigsschrein führt seit Jahrhunderten Christinnen und Christen sowie Reisende aus aller Welt nach Köln. Ob nun die spirituelle Erfahrung im Vordergrund steht, oder das Kunst- und Kulturinteresse - ein Besuch des Kölner Doms wird von all seinen Gästen als eine Bereicherung empfunden. Wir als Kölnerinnen und Kölner verdanken den Pilger- und Touristenströmen viel: Sie brachten uns kulturelle Vielfalt sowie materiellen Wohlstand. Nicht zuletzt geht selbst der Bau des Kölner Doms in seiner heutigen Größe und Schönheit auf die Ankunft der Reliquien zurück.

Mit der Kampagne "Eine Kölner Gabe für Bethlehem" mündet das Dreikönigsjahr in eine gemeinschaftliche und ökumenische Aktion des Schenkens.

Mit unserer Spende "Eine Kölner Gabe für Bethlehem" zur Unterstützung der Sanierung der Geburtskirche sagen wir in unserer Partnerstadt Danke. Dort, wo durch die Geburt des Jesuskindes das Christentum seine Wurzeln findet und die Verehrung der Heiligen Drei Könige ihren Ursprung nimmt.

Der Hohe Dom zu Köln und seine Geschichte

Wir engagieren uns - wir brauchen Ihre Unterstützung!

Unter der Schirmherrschaft der beiden Oberbürgermeister a. D. Jürgen Roters und Fritz Schramma starteten wir gemeinsam mit

  • dem Domkapitel Köln
  • der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln
  • dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem e. V.
  • dem Deutscher Verein vom Heiligen Lande

am 14. November 2015 die Spendenaktion. Denn es ist unser gemeinsames Anliegen, die Geburtskirche in Bethlehem als christliches Wahrzeichen und UNESCO Weltkulturerbe (seit 2012) für unsere nachfolgenden Generationen zu bewahren. Die Spendenaktion läuft bis einschließlich 31. Januar 2017.

Unser Engagement können Sie mit Ihrem Beitrag unterstützen:

Spendenkonto bei der Pax Bank:

Deutscher Verein vom Heiligen Lande
IBAN: DE15 3706 0193 0021 9900 43
BIC: GENODED1PAX

Stichwort: "Spende Geburtskirche Bethlehem" 

 

Förderinnen und Förderer weltweit

Finanzielle Unterstützung erfährt das gesamte Projekt nicht alleine aus Köln. Eine Zusammenstellung aller Fördererinnen und Förderer der Sanierungsmaßnahmen weltweit haben wir für Sie zusammengestellt. Sie ist nach dem jeweiligen Beginn der Förderung sortiert.

  • Palästina
  • Ungarn
  • Saeed Tawfiq Khoury, Consolidated Contractors Company (Vereinigte Bauunternehmen)
  • Palestine Investment Bank (Palästinensische Bank für Investitionen)
  • Frankreich
  • Russland
  • Der Heilige Stuhl, Vatikan
  • Palestinian Investment Fund (Palästinensischer Investitionsfonds)
  • Palestine Commercial Bank (Palästinensische Bank für Gewerbe)
  • Bank of Palestine (Bank Palästinas)
  • Griechenland
  • Alberto Kassis, Chile
  • José Said, Chile
  • Russisch-orthodoxes Patriarchat
  • Spanien
  • Päpstliche Mission
  • Armenisch-orthodoxes Patriarchat
  • Italien
  • Deutschland
  • Marokko
  • Polen
  • Palestinian Telecommunication Group - Paltel (Palästinensische Gruppe für Telekommunikation)
  • Turkish Cooperation and Coordination Agency - TIKA (Türkische Agentur für Kooperation und Koordination)
  • Arab Fund for Economic and Social Development (Arabischer Fonds für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung)

Veranstaltungen und Aktionen zur Spendenkampagne

Mittagsgebet im Hohen Dom zu Köln als Abschluss

Im Rahmen eines Mittagsgebetes im Hohen Dom zu Köln wird am 6. Februar 2017 feierlich das Ende der Spendenkampagne zu Gunsten der Geburtskirche in Bethlehem begangen.

Zu diesem Anlass wird es noch einmal eine letzte Möglichkeit für eine Spende geben.

Abschluss der Spendenkampagne zu Gunsten der Geburtskirche in Bethlehem

Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihre Amtsvorgänger als Sternsinger

© Stadt Köln/Rainer Buttkereit

Eine ungewöhnliche Gruppe von Sternsingern zog am 6. Januar 2017 durch Köln. In die Gewänder der drei Weisen aus dem Morgenland schlüpften Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihre beiden Amtsvorgänger Fritz Schramma und Jürgen Roters.

Gemeinsam sammelten sie, geleitet von Stadtdechant Monsignore Robert Kleine, bei drei Kölner Unternehmen Spenden für die Sanierung der Geburtskirche in Bethlehem.

Der Sternsinger-Spruch wurde von Oberbürgermeister a.D. Fritz Schramma selbst gedichtet:

© Stadt Köln/Rainer Buttkereit

Vom Kölner Rathaus komm'n wir her
drei OBs im Königsgewand.
Eine im Amt - zwei nimmermehr
keiner von uns aus dem Morgenland.

Dennoch ist auch unser Ziel
Bethlehem - uns're Partnerstadt,
des Herrgotts erstes Domizil,
das sich zur Kirch' entwickelt hat.

Im 4. Jahrhundert entstand ein Dom
dort, wo die Krippe stand im Stall.
Drei Religionen drum herum,
Millionen Leut' von überall.

Die alten Mauern brauchen Hilfe,
Mosaik und Fresken neues Licht.
Der Zahn der Zeit nagt am Gebilde,
ohne Spenden geht das nicht!

So schlagen wir von Köln die Brücken,
vom Dom, wo unsere Knochen liegen,
im Schrein, fern von Herodes' Blicken
nach Bethlehem zu Christkinds Wiegen.

Die Sanierung dort zu vollenden
ist Wunsch und Bitte uns zugleich,
zu unterstützen mit den Spenden,
Gott danke und segne Euch reich!

Die Reise war schwer durch Baustellenstaus,
wie damals durch Hitze, Sand und Sterne.
Einer führte uns hier in Euer Haus.
Gold, Weihrauch, Myrrhe in weiter Ferne.

Kein Stroh und keine Krippe hier,
Ochs', Esel, Hirten seh'n wir nicht.
Auch keine Könige sind wir,
doch blendet uns ein seltsam' Licht!

Gleich fünf Sterne prangen am Unternehmen,
bestens geführt - erfolgreich eben!
So wird man ohne viel Bedenken
uns gleich ein reichlich' Scherflein geben.

Den Trunk jetzt nehmen wir noch gerne,
gestärkt woll'n wir dann weiter zieh'n.
Liegt unser nächstes Ziel in Ferne,
wir doch schon weitere Sterne sehen.

Oberbürgermeister a.D. Fritz Schramma

Benefizkonzert: 20 Jahre Begegnung zwischen Bethlehem und Köln

Gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem luden wir am Tag des Offenen Denkmals, 11. September 2016, zu einem Benefizkonzert zugunsten der Sanierungsmaßnahmen der Geburtskirche ins Historische Rathaus ein.

Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte zum Preis von 27,50 Euro konnten Sie den Erhalt des Bauwerks in unserer Partnerstadt unterstützen!

Informationen zum Benefizkonzert

Sonderbriefmarke der Deutschen Post AG

© Deutsche Post

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem e. V. hat bei der Deutschen Post AG eine Sonderbriefmarke mit dem ab 1. Januar 2016 gültigen Porto für einen Standardbrief (70 Eurocent) auflegen lassen.

Die Sonderbriefmarke kann zu einem Preis von 5 Euro beim Städtepartnerschaftsverein erworben werden und beinhaltet eine Spende für die Sanierung der Geburtskirche in unserer Partnerstadt.

Informationen zum Erwerb der Sonderbriefmarke

Sammlung auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom

Vom 4. bis 6. Dezember 2015 präsentierte sich der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem e. V. auf dem Weihnachtsmarkt Roncalliplatz am Kölner Dom. Neben typischen Produkten aus der palästinensischen Partnerstadt, wie beispielsweise Olivenholz-Schnitzereien und Gebäck, boten die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins Einblick in ihre Arbeit und die vielfältigen Aktivitäten. Zudem informierten sie über Möglichkeiten, aktiv mitzuwirken.

Besonderer Themenschwerpunkt war natürlich die am 14. November 2015 gestartete Spendenkampagne zur Sanierung der Geburtskirche, die bei den Besucherinnen und Besuchern des Aktionspavillons auf großes Interesse stieß.

Durch den Verkauf von Produkten und Spenden wurden an den drei Tagen insgesamt 1.234 Euro eingenommen, die auf Beschluss des Vereinsvorstandes in voller Höhe dem Erhalt der Geburtskirche zugute kommen.

Ökumenischer Gottesdienst im Hohen Dom zu Köln zum Start

© Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem e. V./Petra Schöning

Die Spendenkampagne zugunsten der Sanierung der Geburtskirche in Bethlehem startete am 14. November 2015 mit einem ökumenischen Gottesdienst im Hohen Dom zu Köln.

Zuvor fand im Beisein von Bürgermeisterin Vera Baboun aus Kölns palästinensischer Partnerstadt sowie den Schirmherren und Vertretern der Trägerinnen und Träger der Kampagne eine Pressekonferenz statt.

Ökumenischer Gottesdienst im Hohen Dom zu Köln

Die Städtepartnerschaft Köln - Bethlehem

© Stadt Köln

Am 12. März 1996 wurde im Historischen Rathaus zu Köln von den beiden damaligen Oberbürgermeistern Elias Freij und Dr. Norbert Burger mit Unterzeichnung der Urkunde die Städtepartnerschaft gegründet. Köln war damit die erste deutsche Stadt, die offizielle freundschaftliche Beziehungen zu Kommunen in Israel (Tel Aviv, seit 1978) und Palästina eingegangen ist. Wir haben damit eine Vorreiterrolle eingenommen:

Motiviert durch die positiven Kölner Erfahrungen gingen inzwischen Bergisch Gladbach, Jena, Xanten, Mannheim, Nürnberg und Bald Oldesloe städtepartnerschaftliche Beziehungen zu palästinensischen Kommunen ein. Unterstützt von Engagement Global/Servicestelle Kommunen in der einen Welt im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht nicht zuletzt auf unsere Initiative die erste Deutsch-Palästinensische Kommunalkonferenz 2014 in Ramallah zurück.

Die daran anknüpfende zweite Deutsch-Palästinensische kommunale Partnerschaftskonferenz fand vom 10. bis 14. November 2015 in Jena statt. Primäres Ziel dieser Konferenzen ist es, die deutsch-palästinensische Solidarität zu stärken.

Zudem wird für weitere Partnerschaften geworben und im direkten, vernetzten Austausch werden konkrete Handlungsansätze entwickelt, Palästina in seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und Eigenständigkeit zu fördern. 

Von Beginn an stand für uns im Vordergrund, mit dieser Verbindung auf kommunaler Ebene einen Beitrag im Nahost-Friedensprozess zu leisten. Denn Städtepartnerschaften können dazu beitragen, mentale Landkarten neu zu vermessen. Wo andere Mauern hochziehen oder Boykotte verhängen wollen, pflegen wir weiterhin Kontakte. In Städtepartnerschaften wachsen Loyalitäten, die vorherrschende politische Wirklichkeiten überwinden und eine gewollte freiheitliche und friedliche Zukunft antizipieren können. Dieser Zielsetzung folgend bilden vor allem Austauschmaßnahmen mit jungen Menschen einen Schwerpunkt in der aktiven Städtepartnerschaftsarbeit. Mehrere Schulpartnerschaften konnten genauso erfolgreich etabliert werden, wie die Kooperationen zwischen der Katholischen Fachhochschule NRW, Abteilung Köln, und der Universität Bethlehem sowie im Sport. Hier stehen vor allem der Fußball und die Förderung junger Frauen im Vordergrund. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern solcher Aktivitäten werden wertvolle Zukunftsperspektiven geboten. Zugleich werden sie mit ihren Erfahrungen wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Engagement gegen fundamentalistische und terroristische Strömungen. 

Neben vielen Einzelmaßnahmen in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern sowie dem Fachkräfteaustausch zwischen Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern beider Städte engagieren wir uns maßgeblich auch im Ausbau des Gesundheitswesens in unserer Partnerkommune. Regelmäßig unterstützen wir das Caritas Baby Hospital sowie das Guidance and Training Center for the Child and Family. Letzteres bietet vor allem Dienstleistungen im Bereich der Traumatherapie und Psychoedukation und -prävention. In Hinblick auf die Lebensumstände der Palästinenserinnen und Palästinenser ein besonderes wichtiges Angebot. Darüber hinaus setzen wir uns für die Stärkung der lokalen Wirtschaft in unserer Partnerstadt, insbesondere die Förderung des Tourismus, ein.

Bei all unserem Engagement für Bethlehem spielen trotz der schwierigen politischen Rahmenbedingungen trilaterale Projekte im Verbund mit Tel Aviv-Yafo eine besondere Rolle. Sie ermöglichen Begegnungen, die nachhaltig dazu beitragen, wechselseitige Vorurteile und Ressentiments aufzulösen - unerlässlich auf dem Weg zur israelisch-palästinensischen Aussöhnung und einem stabilen Frieden im Nahen Osten. Unterstützt werden unsere städtischen Aktivitäten durch den Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina, dem wir angehören.

Kölner Arbeitskreis Israel/Palästina

Kontakt

Stadt Köln
Referat für Internationale Angelegenheiten

E-Mail Referat für Internationale Angelegenheiten

Palestinian Presidential Committee For Restoration of Nativity Church
Minister Ziad Albandak - President Office

E-Mail Palestinian Presidential Committee For Restoration of Nativity Church